5 Millionen Auswahl- und Platzierungsentscheidungen treffen Unternehmen in Deutschland im Jahr. Viele Milliarden Euro werden in die Personalauswahl investiert. „Einen großen Anteil davon verschenken die Unternehmen“, erklärt Privatdozentin Dr. Martina Stangel-Meseke, Geschäftsführerin und Gesellschafterin der Dortmunder Unternehmensberatung t-velopment. Denn obwohl es sorgfältige wissenschaftlich gestützte und empirisch gesicherte Befunde zur Personalauswahl und deren Vorgehensweise gibt, bestehen nach wie vor in vielen Unternehmen enorme Mängel in der Personalauswahl.
In einem Modellprojekt will t-velopment mit ausgewählten Unternehmen diesen Mängeln auf die Schliche kommen und sie beseitigen. Für dieses Konzept erhielt das Unternehmen jetzt den Innovationspreis Dienstleistung des Landes NRW.
Potenzial an qualifizierten Mitarbeitern verdoppeln
Unternehmen, die sich an dem Modellprojekt beteiligen, werden auf die unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätze analysiert und erhalten im Anschluss daran ein unternehmensspezifisches Fairness-Training für Personaler. Dabei werden DIN-Normen zur Personalauswahl genauso berücksichtigt wie rechtliche Aspekte zur Vermeidung der Diskriminierung von Frau und Mann. Der große Nutzen für die Unternehmen: Gerade bei der Auswahl von Führungspositionen erweitert sich ihr Pool von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um das Doppelte.
Der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Unternehmens liegt letztlich in der Qualifikation der Mitarbeiter. Doch in vielen Unternehmen gibt es noch erhebliche Defizite in der gängigen Personalauswahlpraxis. Wenn Personalentscheider nach neuen Mitarbeitern suchen, führen sie oftmals keine Anforderungsanalysen durch, sie gehen nicht methodisch vor und entscheiden oftmals nach „unternehmensinternen Traditionen“. Und sie treffen unterschiedliche Personalentscheidungen, je nach dem, ob ein Mann oder eine Frau vor ihnen sitzt. Viele von ihnen beurteilen Frauen bei gleichem Verhalten und gleicher Qualifikation anders in Bezug auf ihre Führungskompetenz. Dies haben aktuelle wissenschaftliche Studien erwiesen. „Diese Unternehmen verzichten auf eine Optimierung ihrer Personalauswahl, auf die Möglichkeit Fehlentscheidungen zu reduzieren“, weiß Beraterin Stangel-Meseke. „Sie verzichten auf qualifizierte Mitarbeiter und eine erhöhte Produktivität.“
Über t-velopment
Gründer und Geschäftsführer der 1999 gegründeten Dortmunder Unternehmensberatung zur Entwicklung von Human Resources sind die Organisationspsychologen PD Dr. Martina Stangel-Meseke und Dr. Hartwig Fuhrmann. An der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis vermittelt t-velopment neueste wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah in Unternehmen. Personalauswahl, Mitarbeiterförderung, Training, Coaching und die Einführung effektiver Teamarbeit sind Kernaufgaben von t-velopment.