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Schweizer Botox bald tierversuchsfrei - Erste Zulassung in Europa

31.01.201215:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Schweizer Botox bald tierversuchsfrei - Erste Zulassung in Europa
Bald keine Tierversuche mehr für die Schweizer Botoxchargen
Bald keine Tierversuche mehr für die Schweizer Botoxchargen

(openPR) Erfolg für Tierversuchsgegner

Der US-amerikanische Konzern Allergan Inc. erhielt von der Swissmedic die Zulassung für einen vollständig zellbasierten In-vitro-Test für die Sicherheitsprüfungen von Botox® und Vistabel®. Derzeit werden für die Sicherheitsprüfungen von Botulinumtoxin-Produkten (Wirkstoff) jährlich weltweit noch gegen 600 000 Tierversuche durchgeführt. Mit dem zugelassenen In-vitro-Test können laut Allergan bereits in den nächsten drei Jahren 95% der Tierversuche für Botox-Produkte ersetzt werden.



Die jahrelangen Kampagnen und Aktionen von Tierversuchsgegnern gegen Botox-Tierversuche zeigen Erfolg. «Ohne diese intensive Kampagnenarbeit wären Hersteller und Behörden sicher nicht so schnell – oder vielleicht gar nie – aktiv geworden.» meint Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG.
Nach den Zulassungen in den USA und in Kanada ist die Schweiz das erste europäische Land, in dem der vollständig zellbasierte in-vitro-Test zugelassen wird. Die Swissmedic (Schweizerisches Heilmittelinstitut) hat in einem beschleunigten Verfahren die Zulassung dieses Testverfahrens für Botox-Produkte für den Schweizer Markt erteilt.
Somit kann für Botox-Produkte für den Schweizer Handel ab sofort vollständig auf Tierversuche verzichtet werden. «Wir freuen uns über diesen grossen Erfolg für die Tiere. Insbesondere natürlich auch, dass die Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic diesmal die erste Behörde in Europa ist, die diesem grausamen Tiermassaker entgegen wirkt» so Andreas Item, und ergänzt: «Nun muss der Druck auf die Zulassungsbehörden anderer Länder, wie auch auf andere Produzenten von Botulinumtoxin-Produkten, massiv gesteigert werden.»

Der von der Firma Allergan entwickelte in-vitro-Test nutzt das bereits seit langem bekannte Testprinzip des SNAP-25-Endopeptidase-Tests. Trotzdem dauerte es lange, bis Allergan das Testsystem auf seine Produkte angepasst hat und das Testsystem validiert wurde.
Laut Allergan Inc. hat der In-vitro-Test viele Vorteile gegenüber dem Tierversuch. Diese Systeme sind mittelfristig kostengünstiger und schneller. Allergan schreibt zu den Vorteilen des tierfreien In-vitro-Tests: «Dazu zählt das Potential für eine höhere Präzision und Konsistenz in der Stabilität und Wirksamkeitsprüfung, so dass dies ein bedeutender Durchbruch für die Wissenschaft sowie für die Herstellung von Neurotoxinen ist.»

Für die Testung von Botulinumtoxin-Produkten wird gegenwärtig der LD-50-Test angewandt. Bei diesem Test wird verschiedenen Gruppen von Mäusen eine Dosis des Wirkstoffs gespritzt und dann beobachtet, wie lange es dauert (im Schnitt 3 bis 4 Tage), bis die Tiere schlussendlich an Ersticken sterben. Mit diesem Test wird die Dosis ermittelt, bei der 50% aller Tiere sterben.
Botulinumtoxin ist eines der stärksten Gifte der Welt. Infolge natürlicher Schwankungen in der Intensität des Wirkstoffs muss jede einzelne Produktionseinheit getestet werden. Dies führt weltweit zu jährlich geschätzten (noch) 600 000 Tierversuchen für Botulinumtoxin-Produkte.

Trotz der Tierversuche werden immer wieder neue gravierende Nebenwirkungen festgestellt. Dies, laut Aussage der AG STG, weil der Tierversuch keine zuverlässige Aussage zulässt.
Deshalb fordert die AG STG die massive Förderung der Entwicklung und des Einsatzes tierfreier Testsysteme wie im aktuellen Fall In-vitro-Systeme. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für eine am Menschen orientierte und für die Menschen nützliche Forschung.

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