(openPR) Die notfallmäßige Therapie von Herzrhythmusstörungen kann sich meist auf fünf Medikamente beschränken
"In der Intensivmedizin gilt die Behandlung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen oft als schwierig und kaum durchschaubar. Dies ist allerdings meist unzutreffend, wenn man ´einfache Spielregeln´ beachtet - wie sorgfältige Anamnese, klinische Untersuchung und konsequente Analyse des 12-Kanal-Oberflächen-Elektrokardiogramms. Auch die Therapie ist meist relativ einfach," schreibt Professor Dr. Hans-Joachim Trappe (Herne) in einem Beitrag zum Jahrbuch Intensivmedizin 2011/2012.
Annähernd 90% der Herzrhythmusstörungen lassen sich nach Ansicht des kardiologischen Intensivmediziners erfolgreich mit einem praktikablen Rezept therapieren, das er zusammenfasst:
"Das Konzept der 5A, das die Medikamente Adenosin, Adrenalin, Ajmalin, Amiodaron und Atropin zur Therapie von Bradykardien, Tachykardien und bei Asystolie umfasst, soll das Dilemma beenden. Ergänzende B, C und D-Strategien sind Betablocker, Cardioversion und Defibrillation."
Trappe beschreibt in seinem Beitrag die Details und rät abschließend: "Die Behandlung bradykarder oder tachykarder Herzrhythmusstörungen muss in der Intensiv-, Notfall- und Rettungsmedizin schnell, zielgerichtet und sicher sein. Eine zögerliche, falsche oder unüberlegte Strategie kann zu Gefährdungen, zu Nebenwirkungen oder zum Tod führen...
Es ist relativ einfach zu entscheiden, ob der Patient hämodynamisch stabil oder instabil ist, ob eine Brady- oder Tachykardie vorliegt, eine Tachykardie regelmäßig oder unregelmäßig ist, mit schmalen oder breiten QRS-Komplexen einhergeht oder ein Herz-Kreislauf-Stillstand durch Asystolie, pulslose elektrische Aktivität oder Kammerflimmern vorliegt ..."
Werner Kuckelt, Peter H. Tonner (Hrsg.) Jahrbuch Intensivmedizin 2011/2012. Pabst, Lengerich/Berlin, 428 Seiten Hardcover, ISBN 978-3-89967-722-5










