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Intensivmedizin: Die Todesrate unerkannter Digitalis-Vergiftungen ist hoch

07.01.201518:38 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Intensivmedizin: Die Todesrate unerkannter Digitalis-Vergiftungen ist hoch
W. Kuckelt, P.H. Tonner (Hrsg.) Jahrbuch Intensivmedizin 2015
W. Kuckelt, P.H. Tonner (Hrsg.) Jahrbuch Intensivmedizin 2015

(openPR) Intensivmedizin: Bei Erwachsenen sind etwa zwei Drittel der Vergiftungen als Suizide oder Suizidversuche zu erkennen. Etwa 20 Prozent der Intoxikationen lassen sich als Unfälle beschreiben. "Unter den Giftarten stehen Arzneimittelvergiftungen an erster Stelle, besonders durch Psychopharmaka und Hypnotika. Von den kardial wirksamen Medikamenten sind besonders Digitalis- und Betablocker-Intoxikationen bekannt", berichtet Professor Dr. Hans-Joachim Trappe in einem Beitrag zum aktuellen Jahrbuch Intensivmedizin 2015.

"Bei jedem Patienten mit Verdacht oder erfolgter Intoxikation, besonders aber bei solchen durch kardial wirksame Medikamente, ist das unverzügliche Aufzeichnen eines 12-Kanal-Oberflächen-EKG systematisch zu analysieren," fordert der Kardiologe. In seinem Beitrag zum Jahrbuch Intensivmedizin konzentriert er sich in erster Linie auf kardial wirksame Medikamente:

"Aufgrund der relativ geringen therapeutischen Breite können Vergiftungen durch Digitalis bereits durch Dosierungsfehler, Veränderung der Nierenfunktion, Interaktionen mit anderen Medikamenten oder durch Elektrolytstörungen hervorgerufen werden, besonders bei Frauen, die geringere Digitalis-Dosierungen benötigen als Männer."

Trappe beschreibt für die relevanten kardial wirksamen Medikamente die Vergiftungsrisiken, die klinischen Symptome, die wegweisenden Befunde und die Therapiemöglichkeiten.

Er kommt zu dem Schluss: "Unter toxikologischen Aspekten spielen sicher Digitalispräparate und Betablocker die größte Rolle, während Antiarrhytmika eher durch falsche Dosierungen und proarrhythmische Effekte auffallen, die aber schnell zu gefährlichen Arrhythmien und zum Tod eines Patienten führen können. Deshalb sind bei Patienten, die Antiarrhytmika einnehmen müssen, Bestimmungen der QT-Zeit unerlässlich. Bei Sotalol ist darüberhinaus zu bedenken, dass Überdosierungen bis hin zu Intoxikationen durch verminderte renale Elimination und erhöhte Kumulation (z.B. ältere Menschen, die nicht ausreichend trinken; Exsikkose bei warmem Wetter) auftreten können und lebensbedrohliche ventrikuläre Rhythmusstörungen die Folge sind ..."

>> W. Kuckelt, P.H. Tonner (Hrsg.) Jahrbuch Intensivmedizin 2015. Pabst, 256 Seiten Hardcover, ISBN 978-3-95853-027-0

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