(openPR) Es sah alles nach einer Routineuntersuchung aus: Peter Küchemann (57) war bei seinem Urologen wegen Nierensteinverdacht in Behandlung. „Mir kam gleich die Idee auch eine Vorsorgeuntersuchung der Prostata zu machen,“ erinnert sich Herr Küchemann. Doch was dann festgestellt wurde, ließ bei Herrn Küchemann Angst hochkommen. „Mein Arzt diagnostiziere Prostatakrebs. Ich war wie erschlagen – als ob mich ein Lastwagen überfahren hätte.“ Doch Mut bekam Peter Küchemann von seinen Kollegen beim THW und der Feuerwehr in Pinneberg. Er entschloss sich den Kampf gegen den Tumor in seiner Prostata aufzunehmen. Mit der Diagnose „Prostatakrebs“ ist Peter Küchemann nicht allein. Rund jeder zweite Mann in Deutschland hat mit dem Organ, das eigentlich nicht größer als eine Kastanie ist, Probleme. Vergrößert sich die Prostata wird das Wasserlassen zur Qual. Weitaus schlimmer ist aber das bösartige Wachstum. Im vergangenen Jahr erkrankten fast 65.000 Männer an Prostatakrebs und über 10.000 starben daran. Wird der Krebs frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Zunächst beginnen die Ärzte bei Peter Küchemann mit einer antihormonellen Therapie mit deren Hilfe die Prostata verkleinert wird. Der Patient erhält hierbei für die Zeit der hormonellen Umstellung eine Depotspritze, die den Wirkstoff langsam abgibt. Die eigentliche Bestrahlungstherapie setzt nach etwa 3 Monaten ein. „Wenn die Prostata kleiner ist, können wir schonender bestrahlen,“ erklärt Renata Kazmierczak, Fachärztin für Strahlentherapie der Praxis Visiorad in Pinneberg.
„Ich hatte vor der Bestrahlung nie Angst, weil hier hochmoderne Geräte eingesetzt werden und mir die Ärzte alles sehr sorgfältig erklärt haben,“ so Peter Küchemann. „Ich hatte auch keine Rötungen. Nur meine Haut ist an der betreffenden Stelle etwas dünner geworden.“ Die Bestrahlung erstreckte sich über einen Zeitraum von 8 Wochen. In dieser Zeit ging Herr Küchemann täglich zur Bestrahlung. „Außer am Samstag und Sonntag, da brauchte ich nicht in die Praxis,“ erinnert er sich. „Wenn man schon reinkommt, sind alle fröhlich und lustig, ich fühlte mich sehr gut aufgehoben und sehr gut informiert und aufgemuntert. Alle Mitarbeiter haben mir viel Mut gemacht. Die Ärzte haben für Herrn Küchemann alles geplant: Anhand einer Computertomographie wurde die Behandlung dreidimensional vorbereitet. Die Dosis wird am Computer optimal für jeden Patienten berechnet um die Belastung so minimal wie möglich zu halten. Der Bereich der Bestrahlung wird auf der Haut markiert. Diese Markierung bleibt für die Dauer der Behandlung auf der Haut. Die verwendete Spezial-Farbe ist nicht wasserlöslich. „Mit Hilfe unserer Physiker berechnen wir dann für jeden Patienten die Zielvolumina, so dass die Nebenorgane der Prostata geschont werden. Anhand von Leitlinien passen wir die Strahlung in jedem Tumorstadium an,“ so seine Ärztin.
Im Unterschied zu einer Bestrahlung wird bei einer Operation, die in der Regel 3-4 Stunden dauert, die gesamte Prostata entfernt. Doch dabei ist das Risiko einer Inkontinenz sehr hoch. „Ist das Tumorstadium auf Prostata und Samenblasen begrenzt und ist der Patient über 70 Jahre, raten wir zu einer Strahlentherapie. Sind die Patienten noch jung und ist der Tumor noch nicht weit fortgeschritten ist eher eine Operation zu empfehlen,“ meint Strahlenärztin Kazmierczak. „Ob Bestrahlung oder Operation, eins ist aber immer gleich: Wichtig ist zur Vorsorge zu gehen.“
Peter Küchemann ist zur Vorsorge gegangen und darüber froh: „Man hört so viel über Prostatakrebs, da wollte ich kein Risiko eingehen. Ich habe auch gleich meinen Bruder angesprochen sich auch untersuchen zu lassen.“
Weitere Informationen im Internet:
http://www.visiorad.de/










