openPR Recherche & Suche
Presseinformation

So müssen Tiere in Münchner Labors leiden

09.01.201212:22 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Durch Stromstöße ins Gehirn werden bei Ratten epileptische Anfälle erzeugt, Fledermäusen werden Elektroden in das Gehirn gebohrt, Affen wird das gesamte Blut aus Armen und Beinen abgelassen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche deckt Grausamkeiten in Münchner Tierversuchlabors auf. Diese Experimente sind nach Aussage des Ärztevereins zudem vollkommen nutzlos für die medizinische Forschung.



Eine neue Informationsschrift des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche enthüllt Details zu Tierversuchen an verschiedenen Instituten der Ludwig-Maximilians-Universität (JMU). „Obwohl Tierversuche größtenteils mit Steuergeldern finanziert werden, wird die Öffentlichkeit im Dunkeln gelassen, was tatsächlich hinter den verschlossenen Türen der Labors geschieht“, erläutert Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche.

Der Verband betreibt eine Internetdatenbank, in der mehr als 4.000 Tierversuche dokumentiert sind, die in den letzten Jahren in Deutschland durchgeführt wurden. Die Daten beruhen auf Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. „Was nur für die Fachwelt bestimmt ist, machen wir einer breiten Öffentlichkeit zugänglich“, so Tierärztin Gericke. „Tierversuche werden von den Experimentatoren regelmäßig verharmlosend dargestellt. Doch die Menschen haben ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren.“ Das jetzt veröffentlichte Faltblatt über Tierversuche in München basiert auf Auszügen der Internetdatenbank.

Am Institut für Pharmakologie und Toxikologie werden durch Stromstöße in das Gehirn bei Ratten epileptische Anfälle ausgelöst, um ein Epilepsiemittel zu testen, das seit über 100 Jahren beim Menschen erfolgreich im Einsatz ist.

In der Inneren Medizin I des Klinikums Großhadern wird bei Schweinen ein Herzinfarkt ausgelöst, indem der Brustkorb aufgeschnitten und eine Herzkranzarterie abgeklemmt wird. „Die künstlich geschädigten „Tiermodelle“ haben mit der menschlichen Erkrankung, die sie simulieren sollen und ihren ursächlichen Faktoren nichts gemein“, heißt es in dem Infoblatt. Die Ursachen des Herzinfarkts beim Menschen sind dank Bevölkerungsstudien bekannt: Übergewicht, zu fett- und fleischreiche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel. „Die Ergebnisse sind von vornherein wertlos, da sie nicht mit der komplexen Situation beim Menschen vergleichbar sind“, kommentiert Tierärztin Gericke.

Unter die vollkommen zweckfreie tierexperimentelle Grundlagenforschung, die nicht einmal ansatzweise etwas mit medizinischer Forschung zu tun hat, fallen unzählige Tierversuche mit Fledermäusen, die nach Kenntnis des Ärztevereins seit Jahren an der JMU durchgeführt werden. Dabei werden über in den Schädel gebohrte Elektroden Nervenströme gemessen, um die Ultraschallortung der Tiere zu ergründen.

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche will mit seinem als Teil 15 einer Reihe von Städte-Informationen erschienenen Flugblatt informieren und aufrütteln. Gleichzeitig fordert er von der Politik und Wissenschaft endlich auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden umzuschwenken.

Weitere Informationen:
Tierversuche im Brennpunkt – Teil 15: München >> als PDF http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/infomaterial/muenchen.pdf

Datenbank-Tierversuche >> www.datenbank-tierversuche.de

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 597886
 812

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „So müssen Tiere in Münchner Labors leiden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Enttäuschend: Bundesratsinitiative in Hamburg zurückgezogen...
Enttäuschend: Bundesratsinitiative in Hamburg zurückgezogen...
Stillstand statt Förderung tierversuchsfreier Forschung Nachdem aufgrund einer Gerichtsentscheidung das Hamburger Tierversuchslabors LPT am Standort Neugraben wieder öffnen durfte, ging ein Proteststurm durch die Öffentlichkeit. Der Hamburger Senat reagierte mit der Ankündigung einer Bundesratsinitiative, die für verbesserten Tierschutz und die verstärkte Förderung tierversuchsfreier Forschung sorgen sollte. Kurz vor der Abstimmung durch den Bundesrat hat nun der Hamburger Senat selbst die Initiative zurückgezogen. Der Verein Ärzte gegen Ti…
Überflüssige Affenstudien zu Corona-Impfstoffen - In den USA wollen Primatenforscher Hunderte Affen opfern
Überflüssige Affenstudien zu Corona-Impfstoffen - In den USA wollen Primatenforscher Hunderte Affen opfern
Primatenforscher in den USA haben sich zusammengeschlossen, um ein fragwürdiges Projekt ins Leben zu rufen. Sie wollen potenzielle Impfstoffe gegen COVID-19, die aktuell bereits am Menschen getestet werden, nun auch in einer groß angelegten Vergleichsstudie mit Affen untersuchen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche kritisiert dieses Vorhaben, bei dem mehrere Hundert Affen leidvollen Versuchen ausgesetzt würden. Zehn der vielversprechendsten COVID-19-Impfstoffkandidaten, die bereits in groß angelegten Humanstudien getestet werden…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: 2.000 Menschen demonstrieren in Bremen gegen TierversucheBild: 2.000 Menschen demonstrieren in Bremen gegen Tierversuche
2.000 Menschen demonstrieren in Bremen gegen Tierversuche
… aufgezeigt, welch fataler Irrweg es ist, Ergebnisse vom Tier auf den Menschen zu übertragen. Allein im Jahr 2010 mussten in Deutschland fast drei Millionen Tiere in deutschen Labors für wissenschaftliche Zwecke leiden und sterben. »Tierversuche gaukeln eine Wirksamkeit vor, die es nicht gibt: So zeigten sich in Vergangenheit mehr als 500 Substanzen in …
Bild: ödp setzt sich für mehr Tierschutz ein: „Den Worten müssen Taten folgen”Bild: ödp setzt sich für mehr Tierschutz ein: „Den Worten müssen Taten folgen”
ödp setzt sich für mehr Tierschutz ein: „Den Worten müssen Taten folgen”
… (ödp) für mehr Tierschutz ein. Dazu Prof. Dr. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der ödp: „Nach offiziellen Angaben starben 2006 mehr als 12 Millionen Tiere in europäischen Labors. Diese Zahl ist einer Gesellschaft mit christlich-humanistischen Werten nicht würdig.” Die ödp setzt sich in ihrem Programm dafür ein, alle quälerischen Experimente mit Tieren …
Bundesländervergleich zu Tierversuchen - Nordrhein-Westfalen bleibt Spitzenreiter im Negativ-Ranking
Bundesländervergleich zu Tierversuchen - Nordrhein-Westfalen bleibt Spitzenreiter im Negativ-Ranking
… Grundlagenforschung betrieben werden soll. Einen großen Anteil an den für Tierversuche getöteten Tieren hat auch Bayern mit 371.000 Tieren (12,4 %). An der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) finden noch immer Xenotransplantationsversuche statt, bei denen das Herz genmanipulierter Schweine in Affen verpflanzt wird. Nach Vorgabe der …
Bild: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche - Großveranstaltung in Bremen gegen TierversucheBild: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche - Großveranstaltung in Bremen gegen Tierversuche
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche - Großveranstaltung in Bremen gegen Tierversuche
… Vereins nach einem Stopp der in Bremen noch immer praktizierten Hirnforschung an Affen. Allein im Jahr 2010 mussten fast drei Millionen Tiere in deutschen Labors für wissenschaftliche Zwecke leiden und sterben. »Tierversuche finden unter dem Deckmantel medizinischen Nutzens statt. Tatsächlich helfen Tierversuche kranken Menschen nicht, im Gegenteil, …
Fast 200.000 Tiere für Experimente - Wann reagiert die Politik?
Fast 200.000 Tiere für Experimente - Wann reagiert die Politik?
Immer mehr Tiere in österreichischen Labors Linz/Wien: Die neue Statistik zeigt es: Mit 198.323 Tieren wurden 2007 so viele Tiere für Tierversuche in österreichischen Labors eingesetzt, wie schon seit Jahren nicht mehr. Vor allem für die Forschung & Entwicklung bzw. die Produktkontrolle wurden mehr Tiere verwendet als noch 2006. Erschreckend ist …
Bild: Tierschutzaktion: Hasen aus universitärem Versuchslabor entflohenBild: Tierschutzaktion: Hasen aus universitärem Versuchslabor entflohen
Tierschutzaktion: Hasen aus universitärem Versuchslabor entflohen
… passiert, wenn ein von Menschen entwickeltes tödliches Virus aus dem Labor entkommt?» fragt Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, und kritisiert scharf: «In Labors werden extrem gefährliche Viren u.a. als Kriegswaffen entwickelt. Und auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen gross sind, gibt es trotzdem keine absolute Sicherheit, dass ein solches …
Bild: Hasen aus Versuchslabor entflohenBild: Hasen aus Versuchslabor entflohen
Hasen aus Versuchslabor entflohen
… passiert, wenn ein von Menschen entwickeltes tödliches Virus aus dem Labor entkommt?» fragt Andreas Item, der Geschäftsführer der AG STG, und kritisiert scharf: «In Labors werden extrem gefährliche Viren u.a. als Kriegswaffen entwickelt. Und auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen gross sind, gibt es trotzdem keine absolute Sicherheit, dass ein solches …
Bild: Zum Gedenken an den WelttierschutztagBild: Zum Gedenken an den Welttierschutztag
Zum Gedenken an den Welttierschutztag
(Zug/Bonaduz) Über 600 000 Tiere starben 2014 in Schweizer Labors Trotz den Bemühungen der 3R-Prinzipien ist die Zahl der verwendeten Tiere für Tierversuche in der Schweiz im Jahr 2014 um 2,8% gestiegen. Tierversuche sind grausam und die Übertragbarkeit auf den Mensch ist höchst umstritten – und wurde bereits mehrmals wissenschaftlich widerlegt – trotzdem …
Bild: Nominiert für Award "Geplant+Ausgeführt": die Innenarchitekten von Bauer & Reif DentalBild: Nominiert für Award "Geplant+Ausgeführt": die Innenarchitekten von Bauer & Reif Dental
Nominiert für Award "Geplant+Ausgeführt": die Innenarchitekten von Bauer & Reif Dental
… hervorragend meistern. Deshalb sind Zahnärzte und Labors nicht nur mit ihren alltäglichen Anforderungen wie der Lieferung von Klein- und Großgeräten, Reparaturen und Schulungen bei dem Münchner Familienunternehmen in den besten Händen, sondern auch, wenn es um IT-Lösungen, BWL-Beratung und eben auch Umbau und Umzug der gesamten Praxis geht. Wie man an …
Internationaler Tierrechtstag: Ärzteverein kritisiert millionenfaches Tierleid in den Labors
Internationaler Tierrechtstag: Ärzteverein kritisiert millionenfaches Tierleid in den Labors
… am 10. Dezember kritisiert der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT), dass allein in Deutschland jedes Jahr fast 3 Millionen Tiere für fragwürdige Projekte in Labors zu Tode geforscht werden. An die Politik appelliert der Verein, sich der aus Umfragen deutlich hervorgehenden Forderung zahlreicher Bürger zu stellen und Tierexperimente zu verbieten. …
Sie lesen gerade: So müssen Tiere in Münchner Labors leiden