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Brandschutz in Kindertagesstätten

08.12.201116:45 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Brandschutz in Kindertagesstätten
Löschmittel für verschiedene Brandklassen im Praxistest
Löschmittel für verschiedene Brandklassen im Praxistest

(openPR) Nürnberg, 07. Dezember 2011 – Bis Ende 2013 erhalten Kindertagesstätten, insbesondere Krippen, Zuschüsse von bis zu 86 Prozent auf die förderfähigen Kosten bei Bauvorhaben. Die Aktualität des Themas nahm die auf Weiterbildungen spezialisierte Verbund IQ gGmbH zum Anlass, den Schwerpunkt der „Nürnberger Kolloquien zum Brandschutz“ auf Kindertagesstätten (Kitas) zu legen.




Mitarbeiter aus Behörden und Kindertagesstätten, Ingenieur- und Architekturbüros nahmen sich einen Tag Zeit, ihr Wissen zum Brandschutz für Kitas mit Vorträgen zu vertiefen und in Gesprächen weiter zu differenzieren.

Dipl. Ing. Josef Mayr, Fachreferent für Brandschutz: „Der bauliche Brandschutz bei Kitas ist sekundär, primär geht es um organisatorischen Brandschutz.“ Jeder Mitarbeiter und auch jedes Kind, so Mayr, müsse wissen, wie man sich im Brandfall verhalten soll.

Der Spagat zwischen Personalknappheit und umfassenden Brandschutz ist für viele Kindertagesstätten nicht leicht zu bewältigen. So stehen 12 Kindern meist nur 2 Betreuer gegenüber. Dorothee Schmidt, Dienststellenleiterin des Jugendhilfeverbundes Nürnberg, meint hierzu: „Die Frage darf nicht lauten ‚Brandschutz oder Pädagogik‘, sondern ‚Wie können wir Pädagogik in den Brandschutz implementieren‘.“ Träger von Kindertagesstätten müssten zum vorbeugenden Brandschutz Sorge dafür tragen, dass neues Personal rechtzeitig in alle Schutzmaßnahmen und - übungen eingewiesen werde. Zudem sollten Pädagogen mit den Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit Feuer üben, statt aus falscher Angst das Thema Feuer gänzlich aus Kitas zu verbannen. Dafür biete sich in der Vorweihnachtszeit zum Beispiel das gemeinsame Anzünden von Adventskerzen an.

Gerade bei Kleinst- und Krabbelkindern ist die Mobilität stark eingeschränkt oder noch gar nicht vorhanden. Eine Selbstrettung wäre also ausgeschlossen. Im Ernstfall tragen daher die Betreuer die Verantwortung dafür, alle Kinder zu evakuieren. In der Altersgruppe zwischen 3 und 6 Jahren muss eine angeleitete Evakuierung mit den Kindern gemeinsam geübt werden. Zu beachten ist hierbei, dass Kinder dazu neigen, sich im Brandfall an schwer zugänglichen Orten zu verstecken. Auch die Feuerwehr ist im Ernstfall angehalten, das Gespräch mit den verunsicherten Kindern zu suchen, um die Situation zu deeskalieren.

Aus behördlicher Sicht, so Daniel Ulrich, Leiter der Abteilung Beratung und Denkmalschutz der Bauordnungsbehörde Nürnberg, gibt es für Kindertagesstätten kaum Sondervorschriften. Die Anbringung von Rauchmeldern sei zwar keine Pflicht, Ulrich empfiehlt sie aber dringend. Bei Neubauten müssten zwei Rettungswege eingeplant werden. Das Modell der Spielrutsche als Rettungsweg sei hier ungeeignet, da der Fluchtweg nach zwei Seiten hin offen sein müsse.

Architekt Norbert Thiel betont, dass die Nutzflächenoptimierung im Sinne der Kinder Bereiche zur Orientierung, Nestbildung und zum Wohlfühlen beinhalten solle. Es sei aber möglich, Spielflure mit hohem Brandlastaufkommen (Spielzeuge, Textilien etc.) intelligent in das Sicherheitskonzept zu integrieren, sofern auch hier die Fluchtwege garantiert werden können.

Highlight der Fachtagung waren die praktischen Löschübungen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Vielfalt der Feuerlöscher wurden verschiedene Brandklassen vorgestellt und deren Bekämpfung mit jeweils geeignetem Löschmittel geübt.

Die nächsten „Nürnberger Kolloquien zum Brandschutz“ finden am 12. April 2012 zum Schwerpunkt Schulen statt. Informationen unter: Verbund IQ gGmbH, Dürrenhofstr. 4, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/424599-10, Fax: 0911/424599-50, E-Mail und unter www.brandschutz-weiterbildung.de


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