(openPR) Vertreter der mittelhessischen Landkreise, Kommunen, Kammern, Hochschulen und Unternehmen haben sich am vergangenen Dienstag in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Regionalmanagementvereins MitteHessen e.V. im Forum der Firma Rinn in Heuchelheim bei Gießen für einen Erneuerungsprozess beim Regionalmanagement MitteHessen entschieden. Ohne Gegenstimme folgten Sie damit einem Vorschlag des Vereinsvorstandes, der auf der Grundlage einer durch die Justus-Liebig-Universität Gießen erstellten Studie die organisatorische und inhaltliche Neuaufstellung des Regionalmanagements empfohlen hatte.
„Wir müssen uns in Mittelhessen gut positionieren zwischen der dominierenden Metropolregion Frankfurt/RheinMain und einem aufstrebenden Nordhessen“, sagte Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, der gleichzeitig Vereinsvorsitzender des Regionalmanagements ist. Dazu bedürfe es eines gut funktionierenden und an den Bedürfnissen der Mitglieder orientierten Regionalmanagements, schwor Witteck die die Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik darauf ein, zusammen zu rücken, um zukünftig als Region noch mehr mit einer Stimme zu sprechen. „Wir Mittelhessen sind uns auch nach 30 Jahren ein bisschen fremd, und tun uns manchmal noch ein wenig schwer mit dem Zusammenarbeiten. Aufgrund unserer Ausdifferenziertheit und der polyzentrischen Struktur gelten wir als eine Region, die sich noch nicht richtig gefunden hat“, so Witteck. Dem müsse man strategisch gegensteuern, um den Raum gegenüber der Metropolregion so attraktiv machen, dass Menschen gerne in Mittelhessen arbeiten und leben, ohne vom sozialen Fortschritt abgekoppelt zu werden. Dazu gehören, so Witteck „die schnelle Erreichbarkeit der Metropole auf Straße und Schiene, eine effektive Anbindung an die Datenautobahn mit schnellen und sicheren Breitband-Verbindungen, die weitere Stärkung unserer bundesweit einzigartigen Hochschullandschaft und dem daraus resultierenden unglaublich hohem Innovationspotential“. Witteck sprach sich weiter dafür aus, die sozialen Strukturen zu erhalten und den kommunalen Finanzausgleich in Hessen zugunsten einwohnerschwacher, großflächiger Gemeinden mit vielen Ortsteilen, zu ändern.
Aufgrund dieser Herausforderungen habe sich der Vorstand gefragt, ob das Regionalmanagement den gestiegenen Anforderungen noch genüge und habe einstimmig eine Studie in Auftrag gegeben: Die Professur für Unternehmensführung und Organisation an der Justus-Liebig-Universität in Gießen hatte sodann in dieser Studie ermittelt, dass der Verein MitteHessen in der Vergangenheit zwar gute Ergebnisse erzielt hat, künftig jedoch seine vollen Potenziale in der bisherigen Organisationsform nicht ausschöpfen kann. Grundlage hierfür war eine Erhebung unter Mitgliedern sowie für Mittelhessen bedeutenden Funktionsträgern.
„Bei einer solchen Neuausrichtung handelt es sich nicht um eine Revolution. Es ist vielmehr ein Prozess, dem sich jeder von Ihnen konstant stellt“, sagte Witteck. Jedes Unternehmen müsse kontinuierlich prüfen, ob es den Bedürfnissen seiner Kunden noch gerecht werde, genauso wie jede Hochschule und jede Kommunalverwaltung ständig abwägen müsse, ob sie den Erwartungen und Aufgaben, die an sie gerichtet sind, entsprechen könne.
Der Prozess der Erneuerung wird durch eine Beratungsagentur professionell begleitet, die sich auf Veränderungsmanagement spezialisiert hat, so der Wille der Mitglieder. Bis zum Frühjahr 2012 sollen die Berater eine detaillierte Konzeption über die zukünftigen Inhalte wie auch die Organisationsstruktur vorlegen. Erst dann wird die Mitgliederversammlung abschließend entscheiden.













