(openPR) Eröffnung in der Galerie Schwind Leipzig am Sonntag, den 13. November 2011 um 15 Uhr.
Es spricht Annika Michalski.
Die Witwe des Künstlers, Brigitte Tübke-Schellenberger, wird zur Eröffnung anwesend sein.
Ausstellungsdauer: 13. November 2011 – 20. Januar 2012.
»Ich habe im Grunde als Zeichner begonnen, und ich werde wohl als Zeichner auch aufhören.« (Werner Tübke, 1991)
Vom 13. November 2011 bis 20. Januar 2012 präsentiert die Galerie Schwind Leipzig eine umfassende Ausstellung mit 70 Zeichnungen Werner Tübkes aus den späten Schaffensjahren 1990-2004.
Seit 2008 hat die Galerie Schwind die Zeichnungen Werner Tübkes aus den Jahren 1955 bis 1989 in vier Überblicksausstellungen vorgestellt. Mit der fünften Schau wird nun auch ein Einblick in die späten Zeichnungen des Leipziger Künstlers ermöglicht.
Deutlich wird, dass sich der Übergang zum Spätwerk in den Zeichnungen, im Gegensatz zu den Gemälden, fließend vollzieht. Dabei gewinnt das Medium der Zeichnung besonders in den letzten Lebensjahren Werner Tübkes zunehmend an Bedeutung, ersetzt ab 2003 das Malen sogar vollständig.
In meisterlich-feinlinigen Kompositionen zeigt Tübke dem Betrachter Männer- und Frauenporträts, Landschaftseindrücke, die auf den letzten Reisen an die Ostsee und nach Italien entstanden sind und natürlich auch die für das Spätwerk so charakteristischen Mehrfigurenszenen, in denen Tübke „sein Personal“ wie auf einer Bühne arrangiert. Zudem umfassen die späten Zeichnungen auch Vorstudien zu den beiden offiziellen Aufträgen der 1990er Jahre: Einerseits der Entwurf von Bühnenbild und Kostüm für eine Inszenierung des Freischütz von Carl Maria von Weber an der Bonner Oper, andererseits die Ausführung des Flügelaltars für die Kirche St. Salvatoris in Clausthal-Zellerfeld, welcher im April 1997 geweiht wurde.
Selbstporträts, im Früh- und Hauptwerk ein zentrales Motiv, sind in den Zeichnungen der späten Jahre dagegen kaum noch zu finden. Stattdessen bezeugen detaillierte und stimmungsvolle Ansichten des eigenen Ateliers, des Wohnhauses und des Gartens Tübkes Auseinandersetzung mit seiner unmittelbaren Umgebung und evozieren so zeitgleich die Anwesenheit des Künstlers.
Begleitend zur Ausstellung erscheint der Katalog „Werner Tübke. Zeichnungen 1990-2004“.
Parallel zeigt die Galerie Schwind Frankfurt Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Werner Tübke aus allen Schaffensphasen.













