(openPR) Eröffnung in der Galerie Schwind Frankfurt am Main am Freitag, den 4. November 2011 um 19 Uhr.
Ausstellungsdauer: 4. November 2011 – 20. Januar 2012.
Vom 4. November 2011 bis zum 20. Januar 2012 präsentiert die Galerie Schwind eine umfassende Werkschau mit insgesamt 50 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen aus allen Schaffensjahren Werner Tübkes.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das großformatige Ölgemälde Der Narr und das Mädchen, welches 1982 kurz vor der Ausmalung des monumentalen Wandgemäldes Frühbürgerliche Revolution in Deutschland, Bad Frankenhausen entstand. Der Narr, seit 1976 die Leitfigur im Oeuvre Tübkes, ist ein unmittelbares Zitat aus dem Bauernkriegspanorama. Ihm zur Seite gestellt ist eine nackte, orientalische Schönheit, die in ihrer strahlenden Makellosigkeit nicht nur Tübkes meisterliche Virtuosität beweist, sondern als Gegensatz zur wechselhaften, heuchlerischen Janusköpfigkeit des Narren, als Sinnbild unschuldiger Tugend und Wahrhaftigkeit fungiert.
Das Bild, welches sich lange Zeit in amerikanischem Privatbesitz befand und nun erstmals in Deutschland öffentlich ausgestellt wird, gilt als ein wichtiges Verbindungsstück zwischen dem Entwurf zum Panoramagemälde und dem finalen Rundbild.
Ergänzend sind Gemälde des Spätwerks zu sehen, die durch ihre pastellene Transparenz einen spannungsreichen Gegensatz zu dem früheren farbintensiven Werk bilden. In ihnen arrangiert der Künstler sein Personal in einem bühnenartigen Bildraum vor mediterranen Landschaftskulissen. Ausgestellt wird auch das letzte, vollendete Ölgemälde Werner Tübkes, Karneval im Gebirge, 2003.
Während Tübke das Medium des Aquarells eher als spontanes Mittel zum Einfangen landschaftlicher Reiseeindrücke gebrauchte, variieren die Zeichnungen thematisch stärker. Die Ausstellung zeigt neben Porträts und Aktstudien auch Vorstudien zu den bedeutenden Gemälden Weißer Terror in Ungarn, 1957, zum Zyklus Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 1961, und den Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze, 1965.
Parallel werden in der Galerie Schwind Leipzig späte Zeichnungen Werner Tübkes aus den Jahren 1990-2004 gezeigt.
Galerie Schwind | Frankfurt
Fahrgasse 8
60311
Frankfurt am Main
Tel.:
069-5964263
Mail:
info@galerie-schwind.de
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Über das Unternehmen
Die Galerie Schwind wurde 1989 in Frankfurt am Main gegründet. Der Geschäftsführer, Karl Schwind, pflegte bereits zuvor Kontakt zur jungen Kunstszene in Leipzig und Dresden, weshalb von Beginn an Leipziger Künstler durch die Galerie vertreten sind.
Nach der Wende intensivierte sich dieser Austausch, besonders im Hinblick auf die ältere Künstler-Generation der sogenannten Leipziger Schule, wobei vor allem die Freundschaft mit Wolfgang Mattheuer (1927-2004) prägend gewesen ist. Im Jahr 2000 kam mit Werner Tübke (1929-2004) der zweite Protagonist der Leipziger Schule hinzu und verdichtete mit seinem künstlerischen Beitrag das Programm der Galerie.
Der enge Kontakt mit der Stadt und der lebendige Dialog mit ihren Künstlern ließen schon früh die Idee reifen, auch in Leipzig Geschäftsräume einzurichten - so dass Karl Schwind, als sich nach dem Tod Werner Tübkes die Möglichkeit ergab, dessen Villa zu erwerben, kurzerhand den Hauptsitz der Galerie Schwind nach Leipzig verlegte. Damit platzierte er den eigenen Handels- und Wirkungsraum im unmittelbaren Entstehungsumfeld der Kunst, die er vertritt.
Heute beherbergt das geschichtsträchtige Künstlerhaus in der Springerstraße 5 die Ausstellungsräume der Galerie im Erdgeschoss, die Sammlung Fritz P. Mayer – Leipziger Schule in der ersten Etage und im Dachgeschoss die Tübke-Stiftung. Die Räumlichkeiten in Frankfurt am Main wurden erweitert und bleiben als Dependance bestehen.
Neben der Betreuung der künstlerischen Nachlässe von Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer werden auch weitere bedeutende Leipziger Künstler wie Arno Rink, Ulrich Hachulla, Michael Triegel, Wolfgang Peuker, Günter Thiele, Erich Kissing, Gero Künzel und Markus Matthias Krüger durch die Galerie Schwind in Leipzig und Frankfurt am Main vertreten. Überregionale Künstler wie Willi Sitte, Werner Stötzer, Fritz Cremer, Volker Blumkowski und Shinji Himeno ergänzen mit ihren Arbeiten das Programm um den kritischen Realismus.