(openPR) Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Claudia Roth, verurteilt die Schließung von drei Hilfsbüros der Vereinten Nationen durch die Regierung von Simbabwe:
"Die Schließung der Regionalbüros der Vereinten Nationen zur Verteilung der internationalen Hilfsgüter ist eine weiterer gezielter Angriff von Präsident Mugabe auf Teile der eigenen Bevölkerung. Die Regierung von Simbabwe wird im Angesicht der derzeitigen Hungersnot dringend aufgefordert, nicht länger die humanitäre Arbeit der Vereinten Nationen, der kirchlichen Hilfswerke und anderer Nichtregierungsorganisationen zu behindern.
Es ist zynisch, wie Robert Mugabe versucht, auf dem Rücken des eigenen Volkes seine Herrschaft zu sichern. Schon bei den internationalen Hilfsmassnahmen im vergangenen Jahr hat die simbabwische Regierung versucht, die Nahrungsmittelverteilung politisch zu instrumentalisieren.
Wir dürfen nicht zulassen, dass die simbabwische Führung die Kontrolle bei der Verteilung der internationalen Hilfsgüter an sich reisst.
Die Regierung von Präsident Mugabe hat das einstige Musterland im südlichen Afrika durch Misswirtschaft und eine chaotisch verlaufene und politisch motivierte Landreform, die zu einem drastischen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion geführt hat, an den Rand des Ruins getrieben." Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind ca. 5,5 Mio. Simbabwer, also fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung, von der Nahrungsmittelknappheit betroffen.
Die simbabwische Regierung hat im Juli 2003 einen offiziellen Hilfsaufruf für humanitäre Hilfe an die Vereinten Nationen gerichtet.
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