(openPR) Der auf den Monat gesehene Rückgang der Rohölnotierungen schlug sich nicht auf den hiesigen Heizölpreis durch, da er erst ab dem 22. September massiv einsetzte. Im Durchschnitt kostete Heizöl 2.549,14 Euro im September gegenüber 2.459,03 Euro im August (für eine Gesamtabnahmemenge von 3.000 Litern HEL). Die Preise stiegen damit um 3,6 Prozent und erreichten so wieder das Niveau vom Juli.
LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölnotierungen nahmen im Verlauf des Septembers eine teils dramatische Entwicklung. Das für den hiesigen Markt relevante Nordseeöl (Brent) fiel von 114 US-Dollar je Barrel zum Monatsanfang auf rund 102 zum Monatsende. US-Leichtöl (WTI) zeigte ein ähnliches Bild. Es stürzte von 89 auf unter 80 Dollar, um zum Monatsende 78,75 zu erreichen. Damit ähnelten die Notierungen dem Verlauf im August, mit dem Unterschied, dass hier die Tiefphase deutlich früher lag und somit auch für die Notierungen beim Heizöl hierzulande gesehen auf den gesamten Monat bestimmend war.
Fundamentale Daten für den anfänglichen Aufwärtskurs waren dafür kaum vorhanden, sieht man von Lieferengpässen bei Brent ab. Am gravierendsten wirkte die Entscheidung der US-Notenbank FED, kein weiteres Geld in den Markt zu pumpen, stattdessen das Staatsverschuldungsportfolio zu bereinigen, sprich kurzfristige Anleihen gegen langfristige zu tauschen. Das verteuerte den Dollar gegenüber dem Euro und damit Mineralölprodukte generell außerhalb der USA.
Heizöl um 3,6 Prozent teurer
Der bis in die zweite Monatshälfte andauernde Aufwärtstrend der Rohölnotierungen prägte auch den deutschen Heizölpreis. 2.549,14 Euro waren im September für die 100-Liter-Partie HEL gegenüber 2.459,03 Euro im August (für eine Gesamtabnahmemenge von 3.000 Litern HEL). Die Preise stiegen damit um 3,6 Prozent und erreichten wieder das Niveau vom Juli, fielen jedoch zum Monatsende wieder deutlich unter 84 Euro. Für das hochpreisige Nivea war dieses Mal vor allem der Wechselkurs US-Dollar/Euro ausschlaggebend. Der Euro war den September über gesehen so schwach wie zuletzt zum Jahreswechsel 2010/2011. Ein Preisunterschied zu Heizöl schwefelarm ist wie in den Vormonaten nicht mehr festzustellen.
Erdgas um 2,2 Prozent teurer
Die Erdgaspreise stiegen im September wieder an, da zahlreiche Versorger die Preise teils drastisch erhöhten. Bei einem Verbrauch von 33.540 Kilowattstunden kostete Erdgas rund 2,2 Prozent mehr – 2.217,08 Euro gegenüber 2.168,13 Euro im Vormonat, inkl. Grundpreis und Mehrwertsteuer. Die Preise beziehen sich auf eine Gasmenge von 33.540 kWh, die einem Energieäquivalent von 3.000 Litern HEL, bezogen auf den Brennwert, entspricht. Sie enthalten den Arbeits- und Grundpreis. Falls der Grundpreis nach Leistung berechnet wird, wurde eine Leistung von 13 kW angenommen.
Für Oktober und November haben laut Verbraucherportal Verivox und Check24 weitere Versorger Preiserhöhungen angekündigt. Damit dürfte dann seit August jeder zweite Gasversorger in Deutschland seine Tarife erhöht haben. Mehr dazu hier: http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10844&title=218+Gasversorger+erh%F6hen+Preise+um+bis+zu+352+Euro+&start=0
Flüssiggas etwas günstiger
Beim Flüssiggas gab es im September kleine Abschläge. Es kostet nunmehr 2.529,08 Euro gegenüber 2.547,26 Euro im August. Dieser Preis bezieht sich auf eine zu 3.000 Litern Heizöl EL energieäquivalente Menge von 4.603 Litern.
Pellets etwas teurer, aber günstigster Brennstoff
Die Preise für Pellets zogen zu Beginn der Heizperiode saisonüblich leicht an. Eine Lieferung von 6.100 Kilogramm schlug mit 1.427,01 Euro gegenüber 1.411,87 Euro im August zu Buche. Die kleinen Holzpresslinge bleiben weiterhin der günstigste Energieträger im Wärmemarkt.
Braunkohlenbriketts durch Einzelhandel deutlich günstiger
Braunkohlenbriketts verbilligten sich zu Beginn der Heizperiode deutlich. Der Marktpreis je 25-kg-Bündel hochgerechnet auf eine Gesamtabnahmemenge von 5.500 kg lag im September bei 1.436,86 Euro gegenüber 1.529,20 Euro im August, was einem Rückgang von 6,5 Prozent entspricht. Noch größer ist der Unterschied bei den 10-kg-Paketen. Hier sank der Preis von 1.941,35 Euro im August auf 1.687,64 Euro im September (-15,0 Prozent).
Diese Entwicklung ist dem Einzelhandel, insbesondere Lebensmittelketten und Baumärkten geschuldet, die zu Beginn der Heizperiode Briketts wieder ins Angebot nehmen und in der Regel günstigere Preise als der Fachhandel anbieten. Die wiederum fließen mit Beginn September in die Statistik zum Energiemarkttrend von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau ein. (Anm. d. Red.: Aktionspreise, die nur zeitweise, etwa für einen Tag oder eine Woche gelten, werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.)
Eine gegensätzliche Entwicklung zeigt sich bei loser Ware, die nur vom Fachhandel vertrieben wird. Hier stiegen die Preise saisonal durchaus typisch von 1.655,73 Euro im August auf nunmehr 1.700,06 Euro (bezogen auf 50 kg Braunkohlebriketts, Anlieferung bis Haustür, lose geschüttet, bei einer Gesamtlieferung von 5.500 kg).
Fernwärme legt nur minimal zu
Fernwärme verteuerte sich minimal um 0,5 Prozent auf 2.333,24 Euro von auf 2.321.93 Euro im August, gerechnet auf eine Liefermenge von 28.426 kWh, inkl. Grundpreis und Mehrwertsteuer. Für Oktober und November sind weitere, moderate Preiserhöhungen zu erwarten, da das Gros der Fernwärmeangebote an Erdgas gebunden sind und mit den oben genannten Preissteigerungen auch die Fernwärmepreise weiter klettern werden.
Strom nahezu stabil
Die Bezugskosten für eine 3000 Liter Heizöl entsprechende Menge elektrischer Wärmeenergie von 28.426 kWh stiegen leicht von 4.681,02 Euro im Vormonat auf 4.686,48 Euro im September. Das entspricht verschwindend geringen 0,1 Prozent. Dennoch bleibt Strom die teuerste Heizenergieform in Deutschland.
Den vollständigen Artikel nebst Grafik und Tabelle sowie zahlreiche weitere Informationen zum Energiemarkt finden Sie auf dem Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau unter
http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10941&title=Energiemarkttrend+September+2011&start=0
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