(openPR) Kritik an Entwarnung der Bundesnetzagentur
84 388 Standorte für Funkanlagen gibt es in Deutschland. Die Bundesnetzagentur verkündet, es gäbe keinen Anlass zur Sorge über die Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen. Sie verweist auf die Unterschreitung der gesetzlichen Grenzwerte. Internationale Forschungsergebnisse weisen jedoch klar auf eine gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung hin.
Diagnose-Funk widerspricht der Darstellung der Bundesnetzagentur und verweist darauf, dass es einen umfangreichen Forschungsstand zu gesundheitsschädlichen Effekten hochfrequenter Strahlung unterhalb der angeblich schützenden Grenzwerte gibt, wie u.a. auf der Webseite www.mobilfunkstudien.org dargelegt wird. Auch die Stiftung Warentest betont, dass eine Unschädlichkeit für den Menschen nicht bescheinigt werden könne, da es „noch keine breit angelegten Langzeitstudien“1 gebe.
Der Europarat fordert im Mai 2011 die Überprüfung der wissenschaftlichen Grundlage für die Grenzwerte für elektromagnetische Felder und die konsequente Umsetzung des Vorsorgeprinzips.2
Das Europäische Parlament stellt 2008 fest, dass die Grenzwerte „nicht mehr aktuell sind“ und dem Schutz „besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie Schwangerer, Neugeborener und Kinder, nicht gerecht werden"3.
Die gesetzlichen Grenzwerte schützen nur vor "kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen“4, sie berücksichtigen nicht die entscheidenden athermischen Wirkungen in den Zellen. Die langfristigen Folgen für die Gesundheit werden vernachlässigt.
Die neue Studie von Prof. Igor Yakymenko (2011) vom Kavetsky Institut in Kiew mit dem Titel „Long- Term Exposure to Microwave Radiation Provokes Cancer Growth: Evidences from Radars and Mobile Communication Systems” 5 kommt zu dem Ergebnis, dass Krebswachstum durch die Langzeiteinwirkung hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung ausgelöst wird.
Diagnose-Funk veröffentlichte im September eine Übersetzung dieser Studie.6 Diese Publikation liefert den aktuell umfassendsten Überblick über Studien, die Gefahren der Mobilfunktechnik für die Gesundheit dokumentieren. In dieser Arbeit werden sämtliche Aussagen der Mobilfunkindustrie, der Bundesregierung und der Strahlenschutzkommission zur Unbedenklichkeit von Funkstrahlung widerlegt. Andere Untersuchungen 7 zeigen für Anwohner im Nahbereich von Mobilfunksendern eine Vielzahl gesundheitlicher Auswirkungen. Diese reichen von Störungen des Schlafes über Veränderung biochemischer Prozesse im Körper bis zu einer erhöhten Krebssterblichkeit.8
In Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich hunderte Bürgerinitiativen für eine gesundheits- und umweltverträgliche Mobilfunktechnik und für den weiteren Ausbau kabelgebundener Übertragungstechnologien wie Glasfaser ein. Die Einführung des UMTS Nachfolgestandards LTE (Long Term Evolution) der flächendeckende Ausbau des Behördenfunknetzes TETRA und hat einen erheblichen Anstieg der Strahlenbelastung für die Bevölkerung zur Folge. Deshalb fordern die Bürgerinitiativen und Diagnose- Funk einen Ausbaustopp und Konzepte zur Minimierung der Emissionen.
Die wachsende Zahl von Forschungsergebnissen, die gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf den Menschen belegen, verdeutlicht eindringlich, dass die Forderung nach der konsequenten Anwendung des Vorsorgeprinzips in Bezug auf die Mobilfunktechnologie für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung von größter Bedeutung ist.
1 Peter Knaak, Stiftung Warentest
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gGMkrxd5QN3kX5_j45J05bUquupQ?docId=CNG.1abc766ba5f208c1d96da327c89a84d8.911
2 http://www.assembly.coe.int/Mainf.asp?link=%2FDocuments%2FAdoptedText%2Fta11%2FERES1815.htm
3 http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&reference=P6-TA-2008-0410&language=DE
4 http://www.icnirp.de/documents/emfgdlger.pdf
5 http://www.diagnose-funk.org/assets/yakymenko_2011.pdf
6 http://www.diagnose-funk.org/infoformate/brennpunkt/radar-und-mobilfunk-loest-krebswachstum-aus.php
7 http://www.brain-surgery.us/Khurana_et_al_IJOEH-Base_Station_RV.pdf
8 http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf
http://www.diagnose-funk.org











