(openPR) F.A.Z. FRANKFURT, 16. August. Selten wurde einer Wahl eine so hohe Bedeutung beigemessen wie der unter Karlsruher Vorbehalt für den 18. September geplanten Bundestagswahl. Selten aber waren die potentiellen Wähler auch so unschlüssig, ob sie überhaupt daran teilnehmen und wie sie sich gegebenenfalls dabei entscheiden werden. Dieser Befund ergibt sich aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zwar ist die Überzeugung, daß es einen Regierungswechsel geben müsse, ungebrochen - im August sprachen sich 50 Prozent der Befragten dafür aus -, sie ist jedoch gepaart mit der Erwartung, daß sich die Nachfolger von Rot-Grün mit der Lösung der sozialen und ökonomischen Probleme des Landes ebenso schwertun werden wie ihre Vorgänger. Mit einem Sieg der Union rechnen 51 Prozent der SPD-Anhänger und 61 Prozent der Grünen-Anhänger. Zugleich hegen 40 Prozent der bekennenden SPD-Wähler Sympathien für die neue Linkspartei; bei den Grünen sogar 52 Prozent. In den neuen Ländern liegt die Linkspartei mit 32 Prozent weiterhin an der Spitze der Wählergunst. In ganz Deutschland kämen die Unionsparteien jetzt auf 42 Prozent, die SPD auf 28 und die Linkspartei auf 10,5 Prozent. Für FDP und Grüne wurden 8,4 und 8 Prozent ermittelt.
Nachzulesen in dem Beitrag "Entscheidung voller Unbehagen. Der Wahlkampf verschärft die Vertrauenskrise der Politik" von Professor Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach, in der F.A.Z. vom 17. August, Seite 5.
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