(openPR) Österreichischer Bundeskanzler: "Ständiges Runterreden muß aufhören"
Der österreichische Bundeskanzler Schüssel hat Deutschland zu mutigen Reformen aufgefordert. In einem Interview für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Ausgabe Dienstag) sagte Schüssel, auch die Reformen in Österreich seien nicht einfach gewesen, doch zeigten sich schon ihre Erfolge. In Österreich gebe es in der öffentlichen Debatte keine "Negativspirale" wie in Deutschland. Schüssel sagte: "Ich würde, wenn ich Deutscher wäre, bald ein paar mutige Vorschläge machen". Deutschland habe allen Grund zur Hoffnung, nur müsse "dieses ständige Runterreden aufhören". Schüssel äußerte: "Ich brauche mich doch als Deutscher vor niemanden zu fürchten." Schüssel empfahl den deutschen Gewerkschaften, dem Beispiel der österreichischen zu folgen und eine stärkere Zusammenarbeit mit den Unternehmern anzustreben. Trotz "amerikanischer Verhältnisse" auf dem flexibilisierten Arbeitsmarkt falle in Österreich niemand durch das soziale Netz. Daß sich die Lage auf dem österreichischen Arbeitsmarkt zuletzt verschärft habe, hänge auch mit Hartz-IV zusammen: "Es ist jetzt plötzlich sehr viel attraktiver geworden, bei uns Arbeitslosenunterstützung zu bekommen."








