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Was bleibt, ist ein gigantischer Schuldenberg

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actior AG - Hamburg
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(openPR) Eine herbe Verlustwoche hat der Euro-Dollar hinter sich. Noch letzten Montag handelte die Gemeinschaftswährung deutlich über der 1,41. Bis Donnerstag zeigte der Euro zwar leichte Schwäche, hielt sich aber überwiegend über der 1,40. Das änderte sich dann mit der EZB-Pressekonferenz von Trichet, die für den Euro ein giftiges Gemisch bereit hielt: erstens die abnehmende Sorge des Notenbankchefs in Sachen Inflation, wodurch weitere Zinsanhebungen äusserst unwahrscheinlich werden. Die Bemerkung Trichets, daß die Abwärtsrisiken für die Ökonomie der Eurozone deutlich zugenommen hätten, deutet sogar -zweitens - eher auf baldige Zinssenkungen hin. Nach der Pressekonferenz begann dann eine Talfahrt, die am Freitag durch die Besorgnisse über die Lage in Griechenland noch verstärkt wurde. Hinzu kam dann noch der Rücktritt des EZB-Chefvolkswirts Stark, der als "Falke" und damit als Garant für einen harten Euro galt. Der Euro schloß die Handelswoche bei 1,3650; am heutigen Montag brach sogar kurzzeitig die 1,35er-Marke.



Der Rücktritt Starkes hat noch einmal verdeutlicht, daß die EZB auf einem Weg ist, der der amerikanischen Fed immer ähnlicher wird. Der Grundgedanke dieser Straegie besteht darin, daß mit Anleihekäufen Liquidität in die Märkte gepumpt wird und sich die Dinge dann schon irgendwie beruhigen. Diese Strategie kann kurzfristig erfolgreich sein, aber mittelfristig führt sie in den Abgrund - Liquidität kann Vertrauen nicht ersetzen, und wenn eben das Vertrauen weg ist, bringt die Liquidität nichts mehr. Was bleibt, ist ein gigantischer Schuldenberg, der noch Generationen belasten wird, oder eine Währungsreform, die alle enteignet.

Daher macht es auch keinen Sinn, in das Faß ohne Boden - Griechenland - weiter zu investieren, weil das Land ohne einen radikalen Schuldenschnitt nicht mehr auf die Beine kommt. Aber man geht lieber den Weg des geringsten Widerstands und zögert damit das böse Ende nur hinaus, der Scherbenhaufen wird dann aber umso dramatischer.

Es hat den Anschein, daß der Markt nun begriffen hat, daß die bisherige Strategie nicht funktionieren kann. Kapital fließt aus der Eurozone, und da der Franken seit der Verlautbarung der SNB nicht mehr der sichere Hafen sein kann, kommt automatisch der Dollar als Alternative in den Fokus. Wir erwarten daher auf breitester Front Dollar-Stärke, und damit einhergehend, einen weiteren Fall des Euro.

Die nächste stärkere Unterstützung hat der Euro in der Zone 1,3380-1,3425. Auf der Oberseite findet sich der nächste Widerstand beim Tief aus dem Juli bei 1,3830.


Auch der Dax hat eine verlustreiche Woche hinter sich. Der deutsche Leitindex begann letzten Montag mit einem Abwärtsgap knapp unter 5450 Punkten und markierte am Dienstag sein vorläufiges Tief bei 5150 Punkten. Bis Donnerstag dominierten dann die Bullen und hievten den Dax wieder in Richtung 5500 Punkten. Dann aber kamen die pessimistischen Aussagen Trichets, die Aktienmärkte bekamen einen ersten Knacks. Panik ergriff die Märkte dann am Freitag, zunächst in Gestalt der Gerüchte um eine nicht mehr zu vermeidende Insolvenz Griechenlands, dann mit dem Rücktritt des EZB-Chefvolkswirts Stark. Am heutigen Montag fällt der Dax dann zwischenzeitlich unter die psychologisch wichtige 5000er-Marke, nach Äusserungen deutscher Politiker über die Möglichkeit einer Insolvenz Griechenlands sowie Gerüchten um bevorstehende Ratingabstufungen französischer Großbanken.

Es wird immer klarer, daß der seit August andauernde Abverkauf im Dax nur sehr wenig mit der Frage zu tun hat, ob wir vor einer Rezession stehen oder eben nicht. Es geht um zwei Krisenherde: einerseits die Verschuldungskrise der europäischen Peripherie mit der Speerspitze Griechenland, andererseits der europäische Bankensektor, hier vor allem italienische (Unicredit), französische (vor allem SocGen) und deutsche Banken (vor allem Commerzbank, aber inzwischen auch Deutsche Bank). Fakt ist, daß diese Banken Risiken in ihren Büchern haben, die nicht annähernd realistisch bewertet sind, und so parken sie das Geld bei der EZB und leihen es nicht anderen Banken. Man weiß also in den Banktürmen Europas etwas über die eigenen Probleme und geht wohl zurecht davon aus, daß andere Banken ähnliche Probleme haben. Da ist gewissermaßen etwas "im Busch", was noch nicht klar sichtbar ist, aber womöglich bald zum Vorschein kommt. Wir wären nicht überrascht, wenn es bald massive Kapitalerhöhungen vieler Banken geben würde, was deren Kurse natürlich weiter unter Druck bringen würde.

Hinzu kommt dann noch die Unsicherheit über die Politik. Wenn sich Rösler und Schäuble dahingehend äussern, daß eine Insolvenz Griechenlands möglich sei, ist das zunächst einmal sicherlich mit der Kanzlerin abgestimmt. Dahinter steht die Absicht, den Druck auf Griechenland zu erhöhen, das seine Sparanstrengugnen offenkundig wieder eingestellt hat. Daß man mit solchen Äusserungen eine Panik an den Finanzmärkten auslösen kann, scheint den Beteiligten entweder nicht bewußt zu sein - oder ist willentlich einkalkuliert.

Wie auch immer: der Dax hat unser erstes Kursziel bei 5125-5175 Punkten bereits souverän unterboten und zwischenzeitlich heute sogar die 5000er-Marke unterschritten. Sollte die Unterstützung bei 5000 nun nachhaltig unterschritten werden, liegt die nächste größere Unterstützung im Bereich 4500 (aus Frühjahr/Sommer 2009).


Schreibt Herr Fugmann von der

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