(openPR) Balkankonferenz der Sozialistischen Internationale in Tirana
Berlin, den 9. September 2003 207/03
Zu den Ergebnissen der Balkan-Konferenz der Sozialistischen Internationale, die am 5.9.2003 in Tirana stattgefunden hat, erklärt Dr. Christoph Zöpel, Mitglied im SPD-Parteivorstand:
An einer Konferenz der Vorsitzenden der Mitgliederparteien der Sozialistischen Internationale (SI) am 5. September auf dem Balkan in Tirana nahm für den Parteivorstand der SPD Christoph Zöpel teil. Vertreten bei der Konferenz waren unter anderem der Ministerpräsident von Albanien, Fatos Nano, der Ministerpräsident von Rumänien, Adrian Nastase, die stellvertretende Ministerpräsidentin von Mazedonien, Radmila Sekerinska, der Außenminister von Rumänien, Mircea Geona, der stellvertretende Außenminister von Serbien-Montenegro, Igor Luksic. Die Sozialistische Internationale wurde repräsentiert durch ihren Vorsitzenden, António Guterres, und dem Vorsitzenden der Italienischen Linksdemokraten, Piero Fassino.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Mitgliedschaft in der Europäischen Union entscheidend und unverzichtbar für die Entwicklung des Balkans und die Lösung der dortigen ethnischen Konflikte ist. Voraussetzung für diese Integration in die Europäische Union ist die regionale Zusammenarbeit aller Staaten des Balkans. Offenkundig ist es nicht mehr erforderlich, die Staaten der Region zur Zusammenarbeit aufzufordern das Bewusstsein der Notwendigkeit ist komplett verbreitet. Die weitere politische Entwicklung und die Umsetzung notwendiger Reformen auf dem Weg in die EU werden aber abhängig sein von einer konkreten zeitlichen Perspektive für die Mitgliedschaft. Die Konferenz verständigte sich darauf, dass die Integration aller Staaten des Balkans in die Europäische Union 25 Jahre nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus, also im Jahre 2014, abgeschlossen sein sollte. Auf dem Weg dahin sind für die zukünftigen Mitgliedstaaten auch spezielle Lösungen erforderlich, die auf die besonderen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen dieser Staaten Rücksicht nehmen, insoweit sie sich entscheidend von den Verhältnissen westeuropäischer Mitgliedstaaten unterscheiden.
Ferner bestand Einigkeit darin, dass die Mitgliedschaft aller Balkanstaaten nicht nur in deren Interesse, sondern vor allem auch im Interesse der Europäischen Union und ihrer bisherigen Mitgliedstaaten liegt. Insbesondere die Probleme der zivilen Sicherheit in Europa, soweit sie aus Verhältnissen auf dem Balkan resultieren, lassen sich durch den Weg in die Mitgliedschaft und dann der Mitgliedschaft selbst lösen.















