(openPR) Wir kennen den Begriff „Coach“ aus dem Englischen. Er wurde bis vor einiger Zeit als Synonym für „Trainer“, vorzugsweise im Sport, verwandt. Ursprünglich bedeutet er eigentlich Kutsche. Die Kutsche ist aus meiner Sicht ein treffendes Sinnbild für das, was im Coaching passieren soll: nämlich Bewegung mit Hilfe eines Fortbewegungsmittels. Haben Sie schon einmal versucht, eine Kutsche mit zwei Pferden zu lenken? Stellen Sie sich vor, Sie sitzen hoch oben auf dem Kutscherbock, die Tiere sind hochsensibel und die Zügel hängen durch. Die Pferde reagieren jetzt auf die kleinste Veränderung Ihrer Haltung. Bewegungen mit den Händen übertragen sich auf die Zügel. Das verstehen die Pferde als Aufforderung. Sie laufen los, ändern die Richtung oder die Geschwindigkeit oder bleiben einfach stehen – je nach Situation. Hier ist der Kutscher oder die Kutscherin die Fachkraft, die gezielt eingreift und Position, Richtung und Geschwindigkeit reguliert.
Ähnlich ist es mit der/dem Coach. Er/sie holt Sie an Ihrem Standpunkt ab, ist Ihnen beim Einsteigen behilflich und unterstützt Sie dabei, Ihre Ziele zu erkennen und zu erreichen. Er/sie macht sich gemeinsam mit Ihnen auf den Weg hin zu Ihrem Ziel. Dabei führt er/sie Sie in die Geheimnisse der Gesprächsführung und Weichenstellung ein und übergibt Ihnen baldmöglichst die Zügel.
Coaching findet – in Abgrenzung zur Therapie - vorwiegend im beruflichen Umfeld statt. Der Berufseinstieg, die aktuelle berufliche Situation, eine berufliche Veränderung, der gewünschte berufliche Aufstieg oder die Verbesserung der Führungskommunikation sind vielfach Gründe, ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Dabei werden persönliche und auch private Belange des Coachees, wenn sie relevant sind, natürlich mitbedacht und einbezogen.
Die Fachkenntnisse des/der Coach/s begründen sich in der Psychologie, in der Soziologie, in der Pädagogik und vor allem in der Kommunikation. Eine/e Coach arbeitet strukturiert, hält sich (nicht zu eng) an die Phasen des Coachingprozesses und ist außerdem bewandert in der Anwendung von selbstwertstärkenden Methoden und in Kommunikationstechniken. Eine/n guten Coach finden Sie übrigens in erster Linie aufgrund der nachgewiesenen Qualifikationen (Studium und Zusatzausbildungen). Und daneben spielt die Sympathie eine große Rolle. Wenn beide Faktoren stimmen, haben Sie eine gute Chance, umsetzbare Impulse für Ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu gewinnen.
Der/Die Coach begleitet Sie während des Coachings durch einen Prozess, der sowohl insgesamt als auch in jeder Sitzung in vier Phasen strukturiert ist. Vorab klärt er/sie mit Ihnen die Rahmenbedingungen wie Umfang, Termine, Kosten und die gegenseitigen Erwartungen. Er/sie teilt Ihnen mit, wie sich seine/ihre Arbeitsweise gestaltet, so dass Sie in etwa einschätzen können, was Sie erwartet. Wenn Sie darüber einig geworden sind, schließen Sie eine Vereinbarung ab.
In der ersten Phase geht es um die Analyse der Rahmenbedingungen und der sozialen Eingebundenheit des/der Coachees. Der/die Coach verschafft sich einen Überblick über die Ist-Situation, über die zur Verfügung stehenden Ressourcen und über die beteiligten Personen. Coach und Coachee arbeiten heraus, was in der derzeitigen Situation bleiben soll, wie es ist, und wo Veränderungen gewünscht sind. Im laufenden Coachingprozess erfragt der/die Coach die Veränderungen seit dem letzten Treffen.
In der zweiten Phase erfragt der/die Coach die Ziele des Coachees. Er/sie fragt dabei so lange, bis der/die Coachee sich seiner/ihrer Sache sicher ist und bis das Ziel positiv und konkret formuliert ist. Dann – und nur dann – lassen sich Handlungen aus dem Ziel ableiten, die zur Zielerreichung führen.
Damit befasst sich die dritte Phase des Coachingprozesses. Was ist jetzt zu tun? Wo tragen welche Veränderungen zur Zielerreichung bei und welche Methoden können dazu angewandt werden? Mögliche Interventionen können auf die Struktur eines Unternehmens oder einer Organisation, auf die bisherigen Arbeitsmethoden und auf die Arbeitsbeziehungen zielen oder auch im persönlichen Bereich des/der Coachees liegen. In dieser Phase wendet der/die Coach motivierende und stärkende Techniken an und ermutigt den/die Coachee bei Bedarf dazu, sich die erforderlichen Ressourcen anzueignen.
Die letzte Phase macht die Begleitung bis zur Zielerreichung, die Auswertung und den Abschluss des Coachings aus. Auch in dieser Phase ist immer wieder Stärkung und Reflektion gefragt. Der/Die Coach wendet weiterhin verstärkt Fragetechniken an, um den/die Coachee dabei zu unterstützen, sich auf seinem/ihrem Weg zum Ziel zu orientieren. Unter Umständen gibt der/die Coach hier auch Tipps, vermittelt z.B. Kommunikationstechniken, die zur Zielerreichung beitragen.
Häufig vereinbaren Coach und Coachee nach der letzten regulären Coachingsitzung noch einen Termin im Abstand von drei bis sechs Monaten. Während dieses Treffens kann dann die Nachhaltigkeit des Coachings erfahren werden und es kann ein erneuter Ausblick geschehen.
Übrigens: schon Goethe soll von der Notwendigkeit eines Beraters überzeugt gewesen sein. Fast alle Coachees berichten im Nachhinein von positiven Veränderungen durch das Coaching. Sie haben Rückendeckung bekommen und Klarheit und Sicherheit gewonnen. Wir können also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Gespräch mit einem/einer professionellen Coach in jeder Hinsicht hilfreich ist und Erfolge begünstigt.









