(openPR) Beim Ersten Offroad Rennen in Schwerin am vergangenen Wochenende, startete ab Samstag 14.00 Uhr der Dritte Lauf zur Deutschen Offroad Meisterschaft (GORM) zum 24 Stunden Offroad Marathon.
Das Starterfeld war mit bekanten Fahrern aus der Offroadwelt zu sehen. Darunter Ellen Lohr, Team Daktec, Team Thaler, Team Kaldarasch, Markus Walcher, Jan Breckwoldt, Ralf Finkel, Weber Marco, selbstverständlich das Hummer Racingteam um nur wenige zu nennen.
Bereits vor Startantritt war es klar, dieses ist bis dato die schnellste Offroadstrecke Deutschlands, die für viel Spannung und Action sorgen kann.
Action und Spannung lieferte unter anderem auch das Hummer Racingteam, was mit zwei Fahrzeugen an den Start ging.
Uwe Zirbes mit Co-Pilot Denker Michael sowie, Conny Schmieder mit Co-Pilot Andy, meldeten sich als Fahrer mit dem Rennboliden Hummer H1 an.
Im Renn-Steyr saß Bettina Zirbes mit Co-Pilotin Manuela Fries, sowie Chevy Tom und Alexander Klein mit Benjamin Schiller als Co-Pilot am Steuer.
Die Strategie war, daß der Steyr als "Wasserträger" seine Runden dreht und im Ernstfall den Hummer bei einem technischem Defekt bergen sollte. Mit Alexander Klein und Tom Chevy hatte man immer einen Mechaniker mit auf der Rennstrecke, der im Ernstfall eingreifen könnte. Dieser Ernstfall kam jedoch weit früher als befürchtet!
Das Qualifying am Freitag absolvierte Conny Schmieder mit seinem Beifahrer Andy in einer guten Zeit mit 1:11 Minuten Rückstand auf den Erstplatzierten. Conny hatte leider keine Chance um zuvor auf die Strecke zu fahren, da er kurz zuvor angereist war. Beim 24-Std.
Offroad Marathon ist eine 17 Km lange Strecke als Prolog eher nebensächlich, da das Rennen erst in der letzten Stunde entschieden wird. Er nutzte also diesen Prolog als Einfuhrrunde um die Strecke bei Nacht zu kennen. Dennoch 2.Platz in der T4, war eine SUPER Zeit!
Bettina und Manuela fuhren dagegen wie geplant ihre Runden, machten ebenfalls einen guten Job im Cockpit des Steyr.
Beim Start gegen 14.00 Uhr am Samstagnachmittag nahm die Pechsträhne jedoch ihren Lauf!
Der Hummer H1 des Hummer Racingteam blieb auf der Stelle stehen und mußte mit Motorschaden ins Camp gezogen werden. Getreu nach dem Motto: "Alles oder Nichts" verbrachte die Mechaniker Crew unter der Leitung von Niels von der Kolb eine wahre Meisterleistung. Noch auf der Strecke schweißte und bastelte man einen Kipphebelhalter, legte zwei Zylinder des V8 Big Block still, so daß man zumindest mit 6 Zylinder in das Rennen nach nur 4 Std. Verspätung einsteigen konnte. Klar, die Meisterschaft für das Hummer Racingteam war somit verloren, die starke Konkurrenz verzeiht keine Fehler oder techn. Probleme. Das Team Finke konnte somit getröstet mit dem umgebauten Renn-UNIMOG seinem Sieg entgegen fahren.
In der Nacht kam es jedoch noch schlimmer! Nach nur wenigen Runden folgte der daraus resultierende Schaden am Auspuff. Die linke Bank des V8 Big Block erhitze sich so stark, daß man mit etwa 900 Grad am Auspuff ein Leck brannte, daß zum Kabelbrand geführt hatte und letztendlich zum frühen Aus des Rennboliden in dieser Saison bzw. Meisterschaft.
Nun kam für Zirbes Motorsports der Steyr ins Renngeschehen. Man konzentrierte sich voll und ganz auf den Steyr, da Bettina zu diesem Zeitpunkt mit konstanten Rundenzeiten auf
Platz 4 in der T4 Klasse lag. Um wertvolle Punkte für die Meisterschaft zu sammeln, mußte sie jedoch die Rundenzeiten ab diesem Moment nahezu verdoppeln! Die komplette Strategie
wurde demzufolge geändert, so daß man mit einem Null-Tankstopp -und Fahrerwechsel-Strategie nun ins Ziel fahren mußte!
Alexander Klein und Benjamin Schiller (Fahrer/Co-Pilot) vollbrachten seit dem letzten Fahrerwechsel gegen 4:00 Uhr Nachts, ein wahres Nervenaufreibendes Rennen bis in die letzte Runde (14.00 Uhr) hinein. Von anfänglichen 48 Minuten Rundenzeiten durch Bettina Zirbes und Manuela Fries mußten Sie nun eine Aufholjagd gegen die Zeit starten.
Sie schafften das Unmögliche und kamen mit der Bestzeit von 31 Minuten pro Runde dem Ziel näher, schafften nach 4 Stunden den Dritten Platz und letztendlich kurz vor dem Ziel Platz 2. Nur 2 Minuten auf die 24 Std. gerechnet hätten das Ziel scheitern lassen!
Daß war eine Meisterleistung par excellence.
Gegen einen Hellgeth Unimog hat der Renn-Steyr NULL Chance. Es ist, als würde man mit einem BMW gegen einen Formel 1 Rennfahrzeug antreten wollen. Das Team Finkel war sich diesem Umstand sehr bewusst und mußte lediglich Vollgas geben, damit Bettina Zirbes und Alexander Klein mit dem Steyr die 75% Reglung nicht schaffen! Soll heißen, der Steyr mußte
33 Runden schaffen, um in Wertung zu bleiben, wenn der Unimog mit seinen 45 Runden die Zielflagge beendet. Es hieß somit: Alles oder Nichts!
Alexander ließ den Steyr über die Piste fliegen, daß er unter den angereisten Fans nahezu der Mittelpunkt des Rennes war. Beide, Finke und Alexander gaben alles was sie hatten, der eine um mit Punktmaximum zu siegen, der andere um zu überleben. Aus der Boxengasse hieß es nur, egal ob der Steyr danach Schrott ist, fahr wie der Teufel und rette die Punkte!
Nach 10 Stunden Dauerstress, Kampf um jeden Meter, um jede Sekunde, springendem Steyr und hunderte Zuschauer die ihn anfeuerten, erhielt das Team von Bettina Zirbes mit dem Steyr den 2ten. Platz!
Alexander Klein und Benjamin Schiller wurden als die Helden des Tages vor laufender Kamera gefeiert und fuhren sich in die Herzen der Zuschauer.
Für Zirbes Motorsports war es ein spannendes Rennen mit Sieg und Niederlage, daß am Ende des Tages, eine Motorhaube mit Unterschriften aller Teilnehmer dieses spektakulären Rennens, mit 650 Euro ersteigerte und diese für Kinder aus Schwerin stiftete.
Im Interview bedankte sich Uwe Zirbes bei den Sponsoren hunting heads, BENSON und Carbon Becker und seiner Crew. Danach verkündete er den Ausstieg aus der T4 LKW Klasse an und ließ für die kommende Saison alles offen.












