(openPR) Das Spiel mit der Hoffnung
Melkof. (22.08.2011) Sie legen Hände auf, beschwören Gesundheitsgötter oder Geister und manchmal reicht Ihnen nur ein Blick: Scharlatane, die behaupten sie könnten Menschen von ihren Leiden heilen, gibt es schon fast so lange wie die Menschheit selbst und immer wieder finden sie Menschen, die verzweifelt genug sind, an eine solche Wunderheilung zu glauben. In Zeiten des Internets bietet sich Scharlatanen ein großer Markt und so scheint es, dass mehr und mehr Menschen auch in Punkto Allergieheilung auf „überirdische Kräfte“ setzen. Doch die Deutsche Allergieakademie warnt: Spontane Heilung gibt es auch bei Allergien nicht. Die moderne Schulmedizin kann jedoch häufig Linderung verschaffen.
Immer wieder setzen Allergiker ihre Hoffnungen auf selbsternannte Wunderheiler, doch neben den oft enormen Kosten, birgt so eine „Spontanheilung“ oft auch gesundheitliche Risiken, zum Beispiel wenn die konventionelle, schulmedizinische Therapie abgesetzt wird. „Mit Allergien sollte man nicht leichtfertig umgehen, denn schnell entwickelt sich zum Beispiel aus einem Heuschnupfen ein chronisches Lungenleiden wie Asthma, das unbehandelt sogar zum Tod führen kann“, warnt die wissenschaftliche Leiterin der Deutschen Allergieakademie Dr. Petra Goergens.
Das Vorgehen der sogenannten Wunderheiler ist sehr unterschiedlich, einige versprechen Heilung in Aufsehen erregenden Shows, andere beten und wieder andere bieten spezielle Kräutermischungen, Nahrungsergänzungsmittel oder „Fachbücher“ zu horrenden Preisen an, eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie spielen mit den Hoffnungen der Allergiker. „Es muss mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden“, fordert Frau Dr. Goergen: „Viele Allergiker können dank der konventionellen Therapien heute nahezu beschwerdefrei leben. Außerdem gibt es Verfahren, wie zum Beispiel die Immuntherapie, die Allergien nicht nur lindern, sondern in einigen Fällen tatsächlich heilen kann.“
Mehr zu den Methoden und Vorgehensweisen der Scharlatane und zu schulmedizinischen Therapiemaßnahmen finden Sie unter www.myallergo.de .






