(openPR) Verein rechnet mit Schließungen
„Seeleute sind lange von ihren Familien getrennt. Häufig sind wir die einzigen, mit denen sie über ihre Probleme reden können. Die Finanzkürzungspläne der evangelischen Kirche bedrohen jedoch die Existenz unserer Einrichtungen“, sagt Heiner Radke, Geschäftsführer der Deutschen Seemannsmission, im Interview mit TM sozial.
Bisher wird die traditionsreiche Institution zur Hälfte von der Evangelischen Kirche Deutschland finanziert. Diese hat jedoch angekündigt, ihre Zuwendungen bis 2009 zu reduzieren. Die Seemannsmission befürchtet deshalb, dass Mitarbeiter entlassen und Einrichtungen geschlossen werden müssen.
Die Deutsche Seemannsmission unterhält weltweit Stationen in wichtigen Hafenstädten. Der Bedarf ist groß: Infolge kurzer Liegezeiten und moderner Sicherheitsbestimmungen haben Seeleute kaum Möglichkeiten, die Häfen zu verlassen. Der Kontakt zur Außenwelt, zu Familie und Freunden, leidet darunter.
Die Missionen sind Treffpunkte, in denen gemeinsam geplaudert, getrunken oder Billard gespielt werden kann. Alle Mitarbeiter sind ausgebildete Diakone, die auch Seelsorge betreiben. Auf Wunsch halten sie Andachten an Bord.
Die Deutsche Seemannsmission gibt es seit 1898. Sie betreut neben den etwa 12000 deutschen Seeleuten auch ausländische Schiffsbesatzungen.
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