(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Der Erholungskurs an den Rohölbörsen setzt sich fort. US-Leichtöl ((WTI) notiert bei 83 US-Dollar je Barrel, Nordseeöl (Brent) bei 106,50 US-Dollar je Barrel. Bei beiden Referenzsorten ist das rund 1 Dollar mehr als bei gestrigem Tagessschluss. Gestützt wird der Anstieg derzeit nur von den Bestandsdaten des amerikanischen Energieministeriums (DOE). Es geht von einem Rückgang der Rohölreserven für die vergangene Woche um 5,2 Millionen Barrel aus. Rückläufig seien demnach ebenfalls Mitteldestillate wie Heizöl und Diesel (-700.000 Barrel) und Benzin (-1,6 Million Barrel). Damit korrespondiert das DOE erstmals seit langem mit den ein Tag zuvor abgegebenen Reserve-Schätzungen des Branchenverbandes American Petroleum Institute. Anleger deuten dies als eine verbesserte Nachfragesituation in den USA.
Die fundamentale Lage der Märkte bleibt jedoch unverändert, und das heißt: Gut! Die Versorgung ist ausreichend, die Bestände außerordentlich hoch und die Nachfrage wird übereinstimmend für das 2. Halbjahr skeptischer eingeschätzt, so dass der seit 14 Tagen anhaltende Abwärtstrend nach wie vor intakt ist. Analysten sehen Brent denn auch eher bei Werten um die 100 US-Dollar je Barrel zum Ende des Jahres hin (s. a. BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau, 6/2011, Seiten 12f. Zum kostenfreien Probeabo geht es hier: http://www.brennstoffspiegel.de/probe-abo.html.
Heizölkunden hierzulande müssen jedoch vorerst und wie schon gestern mit moderaten Aufschlägen leben, die insbesondere ein festerer Euro abmildert. Für den Handel dürfte diese Entwicklung wieder eine rege Nachfrage mit sich bringen, denn der Heizölpreis ist vergleichsweise günstig.
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Frank Urbansky
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