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Rezeptfrei ist nicht harmlos

08.08.201112:27 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Risiken von frei verkäuflichen Arzneimitteln

Frankfurt am Main, 08. August 2011 – Ob Schmerzen, Durchfall oder Schlaflosigkeit: Da gibt es doch etwas aus der Apotheke! Viele Patienten behandeln sich bei kleineren Problemen selbst. Doch Vorsicht! Nur weil ein Arzneimittel rezeptfrei ist, heißt das nicht, dass es bedenkenlos eingenommen werden kann. „Wichtig ist, dass Patienten Rücksprache mit ihrem Apotheker halten und die sinnvolle Selbstmedikation erlernen. Das gilt insbesondere, wenn Kinder freiverkäufliche Medikamente erhalten sollen!“ warnt Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen.



Wer zum Beispiel seinem Kind mit freiverkäuflichen Medikamenten helfen möchte, sollte den Beipackzettel ganz genau lesen. Ist keine Dosis für Kinder angegeben, ist das Arzneimittel nicht für Kinder geeignet. „Eltern halbieren häufig einfach die Dosis, weil das Kind nur halb so viel wiegt, doch das ist falsch. Einerseits ist bei Kindern die Haut wesentlich dünner, so dass Wirkstoffe aus Salben und Cremes sie leicht in größeren Mengen durchdringen als das bei Erwachsenen der Fall ist. Ebenso ist die Blut-Hirnschranke noch nicht voll ausgebildet, “ weiß Erika Fink. Die Blut-Hirnschranke ist ein Mechanismus, der verhindert, dass eingenommene Arzneimittelwirkstoffe, die im Blut kreisen, mit dem Blut ins Gehirn gelangen und dort unerwünschte Wirkungen entfalten. Immer, wenn es um Arzneimittelgaben für Kinder geht, ist also höchste Vorsicht geboten. Kinder unter zwei Jahren sind besonders empfindlich.

Werden leichte Schmerzmittel von gesunden, erwachsenen Menschen ein- bis dreimal im Monat eingenommen, sind sie ohne wesentliche Nebenwirkungen. Über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sie jedoch Magen und Leber schädigen, zu Abhängigkeit führen und beim Absetzen Kopfschmerzen verursachen. Manche Schmerzmittel können bei langer Einnahmedauer sogar zu erheblicher Blutarmut führen. Vor allem ältere Menschen werden dadurch sehr geschwächt.

Auch Wechselwirkungen bilden ein Risiko bei der Medikamenteneinnahme. So können Wirkungen von Arzneimitteln abgeschwächt oder verstärkt werden, wenn sie miteinander kombiniert werden. Wer blutdrucksenkende Mittel nimmt, sollte daher bei Schmerzmitteln vorsichtig sein. Hier sollten Arzt und Apotheker abwägen, welche Mittel in welcher Dosierung für den Patienten zuträglich sind.

Eine Gruppe von Arzneimitteln wird von Laien als besonders harmlos angesehen, doch auch sie haben Neben- und Wechselwirkungen: Die pflanzlichen Arzneimittel. Besondere Berühmtheit hat hier das Johanniskraut erlangt. Das bekannteste Beispiel ist seine Auswirkung auf die Antibabypille, aber es schwächt auch die Wirkung lebenswichtiger Arzneimittel gegen Epilepsie, Blutgerinnungsstörungen, AIDS oder Transplantatabstoßungen deutlich ab.

Ungefährliche Stoffe, die auch in unserer Nahrung vorkommen, sollten in hoher Dosierung als Arzneimittel nicht bedenkenlos eingenommen werden. Wenn hoch dosiertes Kalzium im Magen mit Schilddrüsenhormonpräparaten oder bestimmten Antibiotika zusammentrifft, kann es diese Arzneimittel unwirksam machen. Apotheker raten daher, diese Präparate zeitlich versetzt einzunehmen.

Erika Fink appelliert an Patienten, den Umgang mit freiverkäuflichen Medikamenten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Apotheker sind Arzneimittelfachleute. Am besten fragen Patienten ihren Stammapotheker immer, wie man das jeweilige Arzneimittel richtig einnimmt und was zu beachten ist. Auch die explizite Frage nach Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Nahrungsmitteln sollte gestellt werden. Dabei wird von dem Patienten absolute Ehrlichkeit verlangt, auch Alkoholkonsum kann von Interesse sein. Nur so kann der Apotheker das beste Medikament für den akuten Notfall empfehlen.

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Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter www.apothekerkammer.de.

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