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Illegaler Handel mit Schlaftabletten via Internet nimmt zu

(openPR) Ein guter Schlaf ist der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. Trotzdem leidet jeder dritte Erwachsene unter Schlafstörungen. Manchmal gibt es dafür organische Ursachen, doch auch Stress, Lärm und externe Lichtquellen sind häufig auftretende Faktoren, die eine erholsame Nachtruhe verhindern. Nicht genug damit, dass eine schlaflose Nacht an sich schon sehr quälend sein kann, ziehen sich deren Konsequenzen oft auch durch den darauf folgenden Tag. Konzentrationsmangel, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Anfälligkeit für Stress können die Folge sein. Daraus entstehen mitunter Fehler bei der Arbeit, die mit viel Mühe wieder zurechtgebogen werden müssen oder sogar Unfälle im Straßenverkehr. Medikamente können Schlafprobleme kurzfristig lösen, eignen sich jedoch nicht zur dauerhaften Einnahme. In der Apotheke erhält man auf Nachfrage eine Reihe rezeptfreier Schlafmittel und im Internet kann man sogar verschreibungspflichtige und betäubungsmittelrechtlich erfasste Schlaftabletten rezeptfrei kaufen.



In diesem Beitrag soll näher auf jene Online-Angebote eingegangen werden, die mit dem unbürokratischen Versand rezeptpflichtiger Schlafmittel werben. Oft handelt es sich dabei um Versandhändler, die ihre Plattformen außerhalb der EU registriert haben und sich dadurch der Verfolgung durch deutsche Behörden entziehen. Manchmal gelingt es durch die sogenannte Amtshilfe, einzelne Websites abzuschalten, doch das dazu erforderliche Erfahren ist langwierig und hochbürokratisch. Zudem konnte beobachtet werden, dass die meisten abgeschalteten Websites kurze Zeit später wieder unter neuer Domain erreichbar sind. Die auf den bestenfalls halblegalen Versandseiten angebotenen Schlafmittel sind überdurchschnittlich oft Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine oder Opiate. Rohypnol, Bromazepam oder Phenobarbital sind zwar durchaus auch als Schlafmittel geeignet, stellen aber in der medizinischen Praxis nur selten die erste Wahl dar. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Zielgruppe nicht so sehr aus Menschen mit tatsächlichen Schlafstörungen zusammensetzt, sondern vorwiegend aus solchen, die beabsichtigen, die erworbenen Produkte in erster Linie wegen ihrer Rauschwirkung zu konsumieren.

Es wird sich nicht verhindern lassen, dass einzelne Anbieter auch in Zukunft aus den strengen nationalen Medikamentenabgaberichtlinien Kapital schlagen und vom Ausland aus die einheimische Zielgruppe beliefern. Alle seriösen Prognosen gehen davon aus, dass das Marktvolumen in diesem Segment sogar überproportional wachsen wird. Statt fortgesetzt zahnlose Verordnungen zu erlassen, wäre es wohl klüger, einerseits auf verstärkte Konsumentenaufklärungen zu setzen, andererseits aber auch das immer strengere System der Abgabebeschränkungen grundsätzlich zu überdenken, und das insbesondere bei der mit stetig steigender Nachfrage gesegneten Produktgruppe der Schlafmittel.

Eine der oben erwähnen Websites, die im letzten Jahr einen enormen Zuwachs hinsichtlich der absoluten Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen erreicht hat, ist die deutschsprachige Seite medikamente-ohne-rezept.net. Mit ihrem russischen Server und einem Sortiment, das im Bereich der Schlafmittel vor allem die Benzodiazepine abdeckt, entspricht sie exakt dem oben beschriebenen Schema. Wer in Google nach Suchbegriffen wie „Schlaftabletten rezeptfrei“ sucht, wird häufig dorthin weitergeleitet. Testbestellungen haben ergeben, dass es sich bei den versendeten Waren um Originalprodukte handelt, die aber in ihrer eigentlichen Bestimmung für den osteuropäischen Markt gedacht waren. Über das Internet fanden ihren Weg nach Deutschland, meist via Post oder DHL. Um dem Leser zu ermöglichen, sich selbst ein Bild davon zu machen, soll an dieser Stelle ein Link zu dieser Seite als Beispiel zu Dokumentationszwecken veröffentlicht werden: http://medikamente-ohne-rezept.net/schlaftabletten-rezeptfrei/.

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