(openPR) Etwa ein Drittel der Deutschen leidet, oft unwissend, an einer Fehlfunktion der Schilddrüse. Vielerlei Symptome machen eine genaue Diagnose oft schwer, weswegen ab einem gewissen Alter Vorsorgeuntersuchungen empfohlen werden.
Lage und Funktion der Schilddrüse
Die Schilddrüse ähnelt in ihrer Form einem Schmetterling. Sie befindet sich unterhalb des Kehlkopfs im Hals, direkt vor der Luftröhre. Sie ist etwa so groß wie eine Walnuss. Trotz dieses geringen Umfangs leistet sie sehr viel: Das komplette Blut unseres Körpers fließt in nur anderthalb Stunden durch sie hindurch. Sie hält das Herz-Kreislauf-System in Schwung, unterstützt die Gehirntätigkeit, Wachstumsvorgänge, die Verdauung und auch die Psyche. Gemeinsam mit der Hirnanhangdrüse verhilft die Schilddrüse unserem Organismus zu einem ausgewogenen Hormonhaushalt. Sie produziert die Aminosäure Tyrosin, die ihrerseits die Basis für die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) darstellt. Diese verhelfen dem Körper zu einem verbesserten Transport von Sauerstoff und Zucker in die Zellen, ein Vorgang, der sich schließlich auf den gesamten Körper auswirkt.
Jod: Für die Schilddrüse essentiell
Die Schilddrüse benötigt vor allen Dingen Selen, Eisen und Jod, wobei Jod zur Produktion der Hormone absolut unerlässlich ist. Es muss über die Nahrung zugeführt werden. Die tägliche Dosis sollte bis zu 200 Mikrogramm betragen, Schwangerschaften sowie die Pubertät erfordern etwas mehr. Die Hauptlieferanten für Jod sind Fisch, Spinat und Jodsalz, aber auch Milch, Milchprodukte und weitere mit Jod angereicherte Lebensmittel können die Zufuhr entsprechend unterstützen.
Liegt eine Fehlfunktion der Schilddrüse vor, gerät der Hormonhaushalt durcheinander. Die Folgen sind zum Beispiel Gewichtsschwankungen, vermehrtes Schwitzen, erhöhter Blutdruck, Schwindel und Niedergeschlagenheit.
Wird der Körper mit zu wenig Jod versorgt, kann die Schilddrüse nicht genügend Hormone produzieren. Sie vergrößert sich, um dem entgegenzuwirken. So entsteht ein Kropf, der Atem- und Schluckbeschwerden hervorruft. Bei Schwangeren kann es zu Fehlbildungen des Embryos kommen. Im Fall eines Hormonmangels ist unser Körper geschwächt, bei einer Überfunktion der Schilddrüse kann es zu anderen, nicht minder unangenehmen Beschwerden kommen. Ein Kropf, Knoten und Entzündungen - gute Gründe, den Jod-Haushalt des Körpers genau im Auge zu behalten.
Weitere Informationen
Die Webseite www.ernaehrungsportal.eu des Gesundheitsexperten Thilo Schleip enthält neben hilfreichen Informationen über Ernährung und Unverträglichkeiten weiterführende Links bezüglich des Themas "Schilddrüse und Jod".
(Quellen: www.planet-wissen.de (3. August 2011); www.hr-online.de (3. August 2011))




