(openPR) Seit in Deutschland das Bachelor-Master-System eingeführt wurde, stehen viele Studierende nach ihrem abgeschlossenen Bachelor vor der Frage: Mache ich nun einen Master oder kann ich meine Zeit sinnvoller investieren?
Die Frage ist berechtigt. Das Ziel der Bologna-Reform, auf die das Studiensystem zurückzuführen ist, war es, die Bachelorabsolventen perfekt für den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Masterstudiengänge hingegen sollten vor allem darauf ausgerichtet sein, die Studierenden für eine wissenschaftliche Karriere vorzubereiten, nicht um ihnen zu einem besseren Praxiseinstieg zu verhelfen. Die Realität sieht leider anders aus.
Das Studierendenportal Univillage.de hat seine User befragt, was sie eigentlich bewegt hat, einen Masterstudiengang zu beginnen – mit interessanten Ergebnissen! Eine wissenschaftliche Karriere haben tatsächlich nur 14Prozent der befragten User im Sinn, die sich für einen Masterstudiengang entschieden haben. Immerhin noch 31 Prozent versprechen sich durch den Master eine bessere Qualifikation mit der Aussicht, später mehr Gehalt verlangen zu können.
Der Großteil gibt jedoch an, den Master einfach zu machen, weil es eben dazugehört. Damals gab es das Diplom, heute gibt es den Master - eine Vorstellung, die weder aus den Köpfen der Unternehmer noch aus denen der Studierenden zu bekommen ist. Fast 40 Prozent der User sind dieser Meinung. Die verliebenden 16 Prozent der befragten Univillage.de-User haben sich bereits auf dem Arbeitsmarkt versucht, meist erfolglos. Für sie ist der Master ein Ausweg aus der Perspektivlosigkeit – oder etwa doch nur ein Mittel, die drohende Arbeitslosigkeit vor sich her zu schieben?
An der Umfrage haben 432 User teilgenommen.







