(openPR) Zur Klärung des gesundheitlichen Risikos durch enterohämorrhagische Escheria coli Bakterien (EHEC) aus Lebensmitteln führte Manuela Marin, Vorsitzende der Informationszentrale PizzaExperten e.V. ein Interview mit Dr. Josef Kleer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Lebensmittelhygiene der Freien Universität Berlin. Kleer erklärte, dass trotz gesunkener Patientenzahlen weiterhin ein Risiko für EHEC-Infektionen bestehe. Jährlich erkranken etwa 1000 Menschen in Deutschland an EHEC, von denen durchschnittlich 30 Prozent vom hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) betroffen sind. Unter den Lebensmitteln sind nach Angaben des Hygieneexperten neben den Sprossen vor allem rohes Fleisch vom Rind sowie Vorzugs- und Rohmilch mögliche Ansteckungsquellen, da EHEC ein sehr häufig vorkommendes Darmbakterium bei Rindern ist, das über den Kot der Tiere auf die genannten Produkte übertragen werden kann. Dagegen stellen die zunächst verdächtigten Nahrungsmittel Gemüse und Salat unter Einhaltung empfohlener Hygienemaßnahmen ein zu vernachlässigendes gesundheitliches Risiko dar. Kleer sagte, dass in seinem Institut Lebensmittel wie Tiefkühlpizza nur äußerst selten pathogene Keime aufweisen. Darüber hinaus werden diese Produkte bei bestimmungsgemäßem Gebrauch vor dem Verzehr länger als zwei Minuten auf über 70 Grad erhitzt, wodurch eine Abtötung von EHEC-Bakterien sichergestellt ist Der wichtigste Verbrauchertipp des Wissenschaftlers ist neben der Einhaltung der persönlichen Hygienemaßnahmen die Beachtung aller generellen Empfehlungen wie gründliches Waschen, getrenntes Lagern und Verarbeiten von rohen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Tierische Produkte sollten ausreichend vor dem Verzehr erhitzt werden, das gilt vor allem für empfindliche Personen wie Kleinkinder oder ältere Menschen.











