(openPR) Wachsende Datenmengen wie auch Compliance-Vorgaben verlangen von Unternehmen eine intelligente Storage-Strategie. SAP on IBM i-Anwender können durch den bedarfsgerechten Einsatz von IBM-Storage-Lösungen und -Speichermedien die Performance bei Datenzugriffen optimieren, Speicherkapazitäten bestmöglich auslasten und Kosten für das Backup und die Archivierung senken.
1974 revolutionierte IBM mit dem Modell 3850, dem ersten Massenspeichergerät mit virtuellen Plattenspeichern, den Storage-Markt. Darauf ließen sich maximal 236 Gigabyte speichern. Diese Storage-Kapazität reichte damals noch völlig aus. Heute stellt eine rapide anschwellende Datenflut CIOs und IT-Verantwortliche in Unternehmen vor die Herausforderung, Geschäftsdaten so intelligent zu speichern, dass diese jederzeit schnell verfügbar sind. Zugleich sind bei der Datenspeicherung und -archivierung diverse gesetzliche Vorschriften einzuhalten – und diese werden immer mehr.
TCO für Daten-Management senken
Damit wird für Firmen aller Größen ein effizientes und Compliance-konformes Daten-Management mehr und mehr zu einem geschäftskritischen Faktor. Doch IT-Verantwortliche stellt das vor ein Dilemma. Zum einen stehen sie vor der Aufgabe, die Wirtschaftlichkeit des IT-Betriebs zu verbessern und die Total Cost of Ownership (TCO) zu senken. Zum anderen müssen sie aufgrund des explosiven Datenwachstums vorhandene Storage-Kapazitäten laufend erweitern und zugleich eine hohe Performance bei Datenzugriffen, etwa auf die SAP-Datenbank, sicherstellen. Dafür wiederum sind Investitionen in neue Speicherlösungen notwendig – ein Teufelskreis.
Wege aus dieser Kostenfalle bietet ein konsequent an individuellen Unternehmens-Anforderungen ausgerichtetes Storage-Konzept, bei dem die eingesetzten Storage-Technologien optimal aufeinander abgestimmt sind. Am Beginn jeder Storage-Planung steht dabei die Datenanalyse, etwa von Datenbanken und File-Systemen oder der Streaming-Leistung für Video-Dateien. Sie bildet die Grundlage für die weiteren Schritte bei der Umsetzung eines Storage-Konzepts. Diese reichen von der Festlegung des I/O-Verhaltens, der RAID-Level, SAN-Komponenten und Spiegeltechniken bis hin zu den jeweils durchgeführten Sicherungskonzepten – wie Flashcopy, Snapshots und Archivierung.
Storage-Pyramide mit optimaler Datenverteilung
Von zentraler Bedeutung bei der Auswahl und dem Sizing eines Storage-Systems sind auch konkrete Antworten auf folgende Fragen: „Welche Applikationen müssen wie verfügbar sein?“ und „Welche Daten müssen wie schnell verfügbar sein?“ So werden bestimmte Daten wie Vertriebs- und Finanzinformationen sehr zeitnah und oft benötigt, andere dagegen nur wenig häufig und in größeren Abständen. Diese Unterschiede – sowohl in der Geschwindigkeit als auch in der Häufigkeit des Datenzugriffs – erfordern ein Multi-Tier-Konzept zur Datenspeicherung. Nur so lassen sich die unterschiedlichsten Informationen über ihre gesamte Lebensdauer effizient verwalten.
In einer solchen „Storage-Pyramide“ werden Informationen automatisch entsprechend ihrem Wert und ihrer Lesefrequenz auf dem jeweils geeigneten und kostengünstigsten Speichermedium bereitgestellt. An der Spitze der Pyramide stehen der Cache sowie Solid State Disks (SSD), ganz unten Disk- oder Bandarchive. Im Cache oder auf SSDs werden Daten bereitgestellt, für die es eine sehr hohe Anzahl von Lesezugriffen auf der SAP-Datenbank gibt. Wenig benötigte Installationsverzeichnisse wiederum werden auf Disk- oder Tape-Archive gespeichert.
IBM i direkt mit Storage verknüpfen
Unternehmen, die ihre SAP-Systemlandschaften auf IBM-i-Plattformen betreiben, können eine solche Speicher-Pyramide mit IBM-Storage-Systemen aus der DS8000-Familie oder mit Storwize V7000 aufbauen. Diese Speicherlösungen bieten darüber hinaus Funktionen für das Thin Provisioning, was eine effizientere Auslastung vorhandener Speicherkapazitäten erlaubt. Ebenso lassen sich mit den genannten Systemen Point-in-Time-Systemkopien mittels Flashcopy erstellen sowie Daten synchron (Metro Mirror) und asynchron (Global Mirror) spiegeln.
Ein weiterer Vorzug: Wer ein Storage-Produkt aus der DS8000-Familie einsetzt, kann dieses direkt mit seinem IBM-i-System verbinden. Bei der Storwize V7000 ist dies dagegen nicht möglich. Die Anbindung an das IBM i-System ist hier jedoch über die Zwischenschicht einer VIOS-Partition (Virtual I/O-Server) möglich, die das Betriebssystem IBM i 6.1 bereitstellt. Die virtuellen I/O-Server sind auch in Verbindung mit Storage-Produkten im Einstiegs- und Midrange-Bereich, wie etwa DS3500 oder DS5000, einsetzbar. Damit erhalten mittelständische Firmen mit 50 bis 200 SAP-Usern eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, ihre IBM-i-Maschinen an diese Storage-Lösungen anzubinden. Das war früher so nicht möglich.
Tausende von Snapshots erstellen
Storwize V7000 wie auch das XIV-Storage-System zeichnet darüber hinaus aus, dass keine Extra-Kosten für Copy Services wie Snapshots und Metro-Mirror anfallen. Das wiederum reduziert den finanziellen Aufwand bei Migrations-Projekten im Storage-Bereich. Wer von DS8100 auf DS8700 migrieren will, hat diese Möglichkeit aufgrund lizenzrechtlicher Bestimmungen bisher leider nicht. Nicht zuletzt wartet das XIV-System mit virtuellen Raids auf, hat eine hohe Streaming-Performance und ist einfach zu bedienen.
Theoretisch ließen sich mit IBM XIV auch tausende von Snapshots erstellen, eine Anzahl, die in der Praxis allerdings kaum je eine Rolle spielen dürfte. Wesentlich bedeutsamer ist es für Unternehmen hingegen, die jeweils eingesetzten IBM-Copy-Services effizient und komfortabel verwalten zu können. Speziell für diesen Zweck hat der IBM Premier Business Partner basycs GmbH aus Kraichtal mit dem iStorage-Manager ein eigenes Software-Tool entwickelt. Damit können Storage-Administratoren alle Snapshots des Speichersystems wie auch die Prozesse im Storage Area Network (SAN) auf einer einzigen grafischen Benutzeroberfläche lückenlos überwachen.
SSD: Energieeffizient mit hoher Performance
Die Beispiele belegen es: Bei der Auswahl des passenden Storage-Systems und dem richtigen Sizing ist Sorgfalt gefragt. Gleichzeitig behalten Firmen so+ die Kosten für Installation, Betreuung, Wartung und Personal im Griff. Nicht zuletzt können sie durch den Einsatz sehr energieeffizienter, leistungsfähiger und platzsparender SSD-Laufwerke auch die laufenden Betriebskosten dauerhaft senken. Zwar sind die Anschaffungskosten dafür deutlich höher als bei Fiber-Channel-Laufwerken (FC). Doch diese rechnen sich schnell, da SSDs für Strom und Kühlung rund zwanzigmal weniger an Energie verbrauchen als FC-Laufwerke.
Auch in punkto Performance schneiden SSDs bei gleicher I/O-Last deutlich besser ab als FC-Disks. Im Rahmen von Datenanalysen komprimieren SSDs die erforderlichen Datensätze schneller, verkürzen die Zeiten für den Aufbau der Aggregate und das Laden der Daten und beschleunigen Antwortzeiten. Davon profitieren die Endanwender, denn sie erledigen selbst komplexe geschäftliche Auswertungen innerhalb kürzester Zeit.








