(openPR) Lange Dialogantwortzeiten, ungeplante Programmabbrüche: IT-Verantwortliche in Unternehmen klagen häufig über Leistungseinbußen in SAP-Systemen. Die Performance-Killer in ihren SAP-Landschaften können sie durch eine detaillierte und mehrstufige Analyse aller Systembestandteile identifizieren und auf dieser Grundlage die SAP-Leistung optimieren. Eine gute Performance bringt mehr Tempo in die Geschäftsprozesse und senkt zugleich die laufenden SAP-Kosten um bis zu 30 Prozent.
Marcus H. arbeitet als Abteilungsleiter in der technischen Entwicklung des Automobilherstellers ABC GmbH. Wie jeden Morgen greift er auch heute auf die Planungsmappen aus dem neuen Business-Warehouse-System von SAP zu, mit dem seit kurzem Entwicklungsprojekte finanziell geplant und gesteuert werden.
Leistungseinbruch Punkt neun Uhr
Allerdings gab es schon kurz nach dem Produktivstart erhebliche Performance-Probleme, denn die Planungsmappen öffneten sich quälend langsam. So auch heute. 20 Minuten dauert es, bis Marcus H. endlich im BW-System mit der Planung beginnen kann. Auch die anderen Endanwender – immerhin mehrere hundert User – klagen über die langsame Öffnung der Planungsmappen und zu lange Antwortzeiten bei Datenanalysen. Dadurch ging über Monate hinweg wertvolle Arbeitszeit verloren, zugleich sank die User-Akzeptanz kontinuierlich.
Erst eine Systemanalyse, welche die interne IT-Organisation mit Hilfe eines externen Beratungspartners durchführte, brachte die tatsächliche Ursache für die Leistungseinbrüche ans Licht. Verantwortlich waren gleichzeitig stattfindende Anwender-Aktivitäten: Täglich um neun Uhr griffen außer Marcus H. auch die meisten anderen BW-User auf das System zu.
Performance-Probleme sind Kostentreiber
Lange Antwortzeiten sind jedoch nur einer von vielen Performance-Killern, mit denen IT-Verantwortliche in Unternehmen zu kämpfen haben. Hinzu kommen eine langsame Batchverarbeitung, Incidents, Programmabbrüche sowie kurzfristige Systemausfälle. Das alles sind keine Einzelfälle. Laut einer Untersuchung, die das Beratungshaus Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag von Compuware unter fast 600 IT-Managern weltweit durchführte, sind 43 Prozent mit der Performance ihrer SAP-Umgebung nicht zufrieden. 96 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die mangelnde Leistungsfähigkeit ihres SAP-Systems für einen Kostentreiber.
Umso wichtiger ist es für IT-Verantwortliche, den Ursachen für die mangelnde Leistungsfähigkeit, Stabilität und Verfügbarkeit „ihrer“ SAP-Systeme auf den Grund zu gehen. Diese sind in der Regel vielfältig. Außer gleichzeitig auftretenden Anwender-Aktivitäten führen unkontrolliert gewachsene und unübersichtliche SAP-Landschaften mit einer hohen Anzahl an Modifikationen und ABAP-basierten Eigenprogrammierungen zu Leistungseinbrüchen. Und wenn ein SAP-System falsch eingestellt ist, laufen auch die Transaktionen langsam. Nicht zuletzt belastet eine gleichzeitige Verarbeitung von Millionen Datensätzen, etwa aus den POS-Systemen großer Einzelhandelsketten, den SAP-Produktivbetrieb und verzögert die Dialogantwortzeiten.
Beeinträchtigt wird die Systemleistung außerdem durch Engpässe im Storage Area Network (SAN) sowie unzureichende Puffereinstellungen bei Datenzugriffen in SAN, Betriebssystem, Datenbank und SAP-Anwendung. Darüber hinaus bremsen schlecht konfigurierte und nicht regelmäßig reorganisierte Datenbanken oder ungeschickt gewählte Datenbankindizes Endanwender bei Abfragen aus.
Licht ins Dunkel bringen
Doch die Ermittlung der Ursachen für Leistungsabfälle gestaltet sich für CIOs und IT-Leiter meist schwierig. Häufig werden Performance-Tests mit zu wenigen Daten durchgeführt. Entsprechend gering ist die Aussagekraft der Testergebnisse. Hinzu kommt, dass sich Einzelprobleme, wie falsches SAP-Customizing sowie schlecht konfigurierte und aufeinander abgestimmte Datenbanken und Plattensysteme, häufig gegenseitig verstärken. Licht in das Dunkel kann eine detaillierte und mehrstufige Analyse aller Systembestandteile in SAP-Landschaften bringen.
Auf den Prüfstand gehören SAP-Anwendungen sowie die jeweils eingesetzten Plattformen (IBM iSeries, Linux, Unix, Microsoft Windows) mit Prozessor, Hauptspeicher und Platten in Bezug auf Verarbeitungsmenge und -geschwindigkeit. Ebenfalls zu durchleuchten sind Software-Release-Stände und Patch Level auf allen Ebenen des IT-Systems und die Netzwerkkomponenten im LAN, wie Router, Switches sowie Hubs. Gleiches gilt für die Verteilung der IT-Prozesse auf den verfügbaren Hardware-Ressourcen und für die Zugriffsorganisation auf die Datenbanken. Um die Verfügbarkeit des SAP-Systems zu erhöhen, müssen außerdem Programmabläufe, Datenstrukturen und Datenflüsse kontrolliert werden.
Nicht alles muss auf den Prüfstand
Welche Komponenten in einem SAP-Gesamtsystem schließlich Leistungstests unterzogen werden, hängt vom jeweiligen Szenario und den auftretenden Problemen ab. Hakt es modulübergreifend mit der Performance von SAP ERP, sollte das komplette SAP-System überprüft werden. Laufen dagegen die Datenanalysen zu langsam, liegt es möglicherweise „nur“ am Sizing des Storage-Systems oder an der Datenverteilung im SAN.
Um die tatsächlichen Ursachen für Leistungseinbußen im SAP-System zu ermitteln, sind demnach exakte Echtzeit-Daten und -Informationen zur Systemleistung zwingend erforderlich. Diese bilden die Grundlage für effiziente Analysen sowie für die Entwicklung und Umsetzung individueller Konzepte zur Performance-Steigerung. Jedoch fühlt sich knapp die Hälfte der IT-Verantwortlichen nicht in der Lage, eine Ursachendiagnose von SAP-Problemen in Eigenregie schnell und effektiv durchzuführen. Das ist ein weiteres Ergebnis der zu Beginn zitierten PAC-Studie.
Performance-Bremsen lösen
Helfen kann hier ein Partner, der über eine in Kundenprojekten nachgewiesene hohe Analyse- und Beratungskompetenz im Bereich der SAP-Performance-Analyse und -Optimierung verfügt. Dieser setzt bewährte Methoden, Verfahren und Werkzeuge ein, um Performance-Potenziale in SAP-Anwendungen, Datenbanken, Servern und Storage-Systemen aufzuzeigen.
Dabei sind die Performance-Anforderungen von Fall zu Fall unterschiedlich. Unternehmen aus der Automobilindustrie brauchen eine sekundenschnelle Verarbeitung von Vorschau- und Sequenzabrufen bei JIT- und JIS-Prozessen. Für Tele-Sales-Dienstleister oder Call Center sind wiederum kurze Antwortzeiten bei Auskünften zu Preisen und Verfügbarkeiten wettbewerbsrelevant.
In enger Zusammenarbeit und in Abstimmung mit Kunden werden Verarbeitungsgeschwindigkeit, Antwortzeiten, Verfügbarkeit und Stabilität auf die individuellen Anforderungen abgestimmt – und in der Folge Performance-Bremsen gelöst. Unternehmen profitieren von schnelleren Antwortzeiten, einer beschleunigten Batch-Verarbeitung, einer besseren Nutzung der Hardwarekapazitäten sowie von einer höheren System-Verfügbarkeit und -Stabilität. Manchmal genügt schon ein an das tatsächliche Nutzerverhalten angepasstes Customizing, um Antwortzeiten spürbar zu beschleunigen.
SAP-Kosten um bis zu 30 Prozent senken
Durch eine bedarfsgerechte Schulung der eigenen Mitarbeiter kann zudem ein präventives Performance-Management etabliert werden. Damit gehören Leistungseinbußen der Vergangenheit an. Schwachstellen und Engpässe lassen sich frühzeitig erkennen sowie beheben und die Systemleistung für geschäftskritische Abläufe dauerhaft optimieren.
Eine Optimierung der SAP-Performance zahlt sich aber auch finanziell aus, denn laufende SAP-Kosten lassen sich spürbar reduzieren. Abhängig davon, welche Bereiche auf den Prüfstand kommen, liegen die Einsparungspotenziale zwischen 20 und 30 Prozent. Dadurch entlasten CIOs ihr IT-Budget und gewinnen mehr Investitionsspielraum für strategisch wichtige Projekte mit geschäftlichem Nutzen.
SAP-Performance-Optimierung:
Fünf nützliche Software-Tools
Für Unternehmen, die SAP-Anwendungen oder Applikationen anderer Hersteller auf IBM i-Plattformen betreiben, gibt es einige nützliche und effektive Software-Werkzeuge zum Performance-Management:
1. Der IBM Performance Kollektor, ein Bestandteil der IBM Performance Tools for i und seit der Version 6.1 im IBM i-Betriebssystem enthalten, eignet sich zur Analyse der gesamten IBM i-Systemumgebung. Er stellt Auswertungen nicht nur analytisch, sondern auch grafisch dar.
2. Mit dem Dienstprogramm „IBM Insight für SAP“ lässt sich die komplette SAP-Infrastruktur überprüfen. Das Tool liefert – unabhängig von der eingesetzten Hardware-Plattform – Berichte und Statistiken zur Gesamtauslastung des SAP-Systems, zum Antwortzeitverhalten der einzelnen SAP-Module, zu aktiven Usern, eingespielten Patches, zur Pufferung sowie zu den am häufigsten durchgeführten SAP-Transaktionen. Ebenso wird aufgezeigt, welche SAP-Transaktionen den Arbeitsspeicher am meisten belasten.
3. Der SAP Solution Manager ist das Monitoring-System zur Überwachung der SAP-Anwendungen (ABAP- und Java-basierte Systeme). Er bietet leistungsstarke Funktionen für ein strukturiertes und umfassendes Test-Management mit automatisierten Regressionstests oder ein effizientes Change Request Management. Durch die Definition zentraler Autoreaktionsmethoden werden die jeweils zuständigen IT-Mitarbeiter automatisch per E-Mail oder SMS benachrichtigt, sobald im SAP-System ein Problem auftritt.
4. Mit dem vom Systemintegrator basycs GmbH entwickelten iControlCenter lassen sich Informationen zu Status und Auslastung von logischen Partitionen (LPARs) innerhalb eines IBM-Systems vollständig auf einer Benutzeroberfläche überblicken und kontrollieren.
5. Die PowerConsole von basycs liefert auf einen Blick alle wichtigen Daten zur Auslastung der zwischen mehreren LPARs aus einem Prozessorpool aufgeteilten Prozessoranteile und somit zur Gesamtleistung eines IBM i-Systems.












