(openPR) “You have the pieces of a Jigsaw. So you can build the world. Ihr habt die Teile eines Puzzles, mit denen ihr die Welt bauen könnt“ – mit diesen Worten und einem globalen Überraschungsgeschenk entließ Tom Høyem, Leiter der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK), bei den Abiturfeierlichkeiten am vergangenen Wochenende 79 Abiturientinnen und Abiturienten auf ihren weiteren Lebensweg. Für die Schulabgänger hatte der Direktor wie jedes Jahr ein gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde individuell vorbereitetes Präsent parat.
Noch vor der offiziellen Zeugnisübergabe versenkten die "Abis 2011" im Erdboden auf dem Schulgelände eine Zeitkapsel, in der ihre Erinnerungsstücke in den kommenden 15 Jahren aufbewahrt werden. „Im Jahr 2026 werde ich die Zeitkapsel mit euch zusammen wieder öffnen“, versicherte Tom Høyem, der die Tradition bereits vor vielen Jahren mit in die Schule gebracht hat, seinen Schützlingen.
Im Gegensatz zur mittlerweile elften Zeitkapsel durften die strahlenden Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr aus 18 verschiedenen Ländern kommen, ihr in allen 27 EU-Mitgliedstaaten und untere anderem in den USA, in Kanada und in der Schweiz anerkanntes Diplom mit nach Hause nehmen. Zusammen mit hunderten und namhaften Gästen feierten sie den Abschluss mit ihren Familien, Eltern, Freunden und Lehrern in der großen Turnhalle.
Wie an der Karlsruher Bildungseinrichtung finden die Prüfungen des Europäischen Abiturs gleichzeitig in allen Europäischen Schulen in sieben verschiedenen Ländern mit mehr als 1100 Studenten statt. Neben musikalischen Darbietungen der Abiturienten gab es persönliche Ansprachen von Ingrid Wijgh, der Niederländischen Inspektorin für die Oberschule und Vize-Präsidentin des European Baccalaureat 2011, von Dr. Jacqueline Ribeiro von der ESK-Mutter-Organisation ITU (Institut für Transurane) und von Cindy van Velzen,der Präsidentin der Elternvereinigung der ESK. Auch die Stadträte Thorsten Ehlgötz, Eduard Mossuto, Alt-Stadtrat August Vogel und Dr. Miriam Altadonna, Vizekonsulin des Italienischen Generalkonsulats Stuttgart, befanden sich unter den zahlreichen Gästen.
Neben den Abitur-Diplomen überreichte Schulleiter Tom Høyem gemeinsam mit Periklis Pialoglou, dem neuen stellvertretenden Direktor der Oberschule, Ingrid Wijgh, Erziehungsberaterin Monique Delveau, Jacquline Ribeiro; Cindy van Velzen und den Klassenlehrern der 7. Klassen - Veronique Bodaine, Hugh Cooke, Ester Intra, Annerose Pech und François Roosegaarde-Bisschop - Buchpreise und Stipendien.
Den besten Abschluss der Schule verdiente sich in diesem Jahr Maira Madala aus der englischsprachigen Abteilung. Von einer möglichen 10 als maximaler Durchschnittsnote erzielte die Abiturientin 9,4. Der Scheffelpreis ging an Philip Gouder in der deutschsprachigen Abteilung. Für seine hervorragenden Leistungen im Fach Physik erhielt Michael Schubert (deutschsprachige Abteilung) den Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie den diesjährigen Deutschen Mathematik Preis. In der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik 2011 erlangte Michael Schubert den ersten Platz und qualifizierte sich für die Bundesrunde der 50. Deutschen Mathematik-Olympiade. Hier gewann er nun die Silbermedaille und einen Sonderpreis des Felix-Klein-Zentrums. Im letzten Jahr gewann er bei der Internationalen Mathematik Olympiade in Kasachstan die Bronzemedaille. Für die diesjährige Internationale Mathematik Olympiade, die in den Niederlanden stattfindet, konnte er sich nun auch qualifizieren. In einem Schreiben gratulierte das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Stuttgart Michael Schubert zu seinen hervorragenden mathematischen Leistungen. Lisa Chalaguine (deutschsprachige Abteilung) wurde für die Stiftung des Deutschen Volkes nominiert.
„Die ersten Puzzles waren Landkarten, auf Holz geklebt und in komisch geformte Teile zerschnitten“, kündigte Tom Høyem am Ende der Abiturfeier das symbolische Überraschungsgeschenk an. „Jedes Land hat seine spezielle Form, Platz, Geschichte und sein spezielles Schicksal. Zusammen formen alle diese Teile die Welt, den Globus, auf dem wir alle leben…“









