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EDEKA verkauft Dosenthunfisch mit "Delfin-Blut" auf Empfehlung des WWF

29.06.201111:58 UhrEnergie & Umwelt
Bild: EDEKA verkauft Dosenthunfisch mit "Delfin-Blut" auf Empfehlung des WWF
Delfine und Thunfische, gefangen im Ringwadennetz
Delfine und Thunfische, gefangen im Ringwadennetz

(openPR) Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) warnt vor „delfintödlichem“ Dosenthunfisch, der in deutschen EDEKA-Filialen verkauft wird. Beim Fang der in den Dosen verarbeiteten gefährdeten Gelbflossen-Thune sterben jedes Jahr über Tausend Delfine. Nach offiziellen Angaben starben allein 2009 etwa 1300 Delfine beim Fang der jetzt auch bei EDEKA erhältlichen Thunfischware, wobei Umweltschützer und viele Experten von einer weit höheren Dunkelziffer sprechen.



„Besonders fatal für die Glaubwürdigkeit aller Ökolabel und Lebensmittelzertifizierungsprogramme ist, dass dieser Thunfisch vom WWF als ökologisch unbedenklich empfohlen wird“, erläutert Ulrike Kirsch, Leiterin des SAFE-Thunfischkontrollprogramms der GRD. „EDEKA und WWF machen sich mitschuldig am grausamen Beifangtod unzähliger Delfine“.

Die bei EDEKA unter dem zynischen Motto „für einen transparenten Einkauf mit gutem Gewissen“ firmierenden Produkte sind angeblich mit „weniger Beifang und bestandserhaltend“ gefangen“. Die GRD wertet dies als massive Verbrauchertäuschung. In Wahrheit stammt der Delfinkiller-Thunfisch von der für ihre rücksichtslosen Piratenfischereimethoden einschlägig bekannten Firma „Seatech International“ aus Kolumbien.

„Hier wurden und werden Delfine ganz gezielt gequält und getötet“, so Ulrike Kirsch. „Das hat nichts mit selektivem Fischfang zu tun, wie auf den Dosen behauptet wird.“

Die GRD rät dringend vom Kauf des EDEKA-Delfinkiller-Thunfisch ab.

Zum Hintergrund:
Im Tropischen Ostpazifik (ETP) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen, das die Fischer ausnutzen, indem sie gezielt Delfinschulen jagen und einkreisen. Nach Informationen des amerikanischen Earth Island Institute (EII) soll dabei sogar Dynamit zum Einsatz kommen.

Die EDEKA-Thunfischware wurde nach den Vorschriften des weltweit weitgehend geächteten, weil „delfintödlichen“, AIDCP-APICD-Labels der Fischereikommission IATTC gefangen. Gemäß der Vorgaben der IATTC-Fischereikommission sollen die Delfine zwar durch Herablassen der Netze wieder freigelassen werden. Dennoch gehen bei dieser Fangmethode jedes Jahr mehrere Hundert Delfine elendig zugrunde, entweder weil sie nicht rechtzeitig gerettet werden oder weil sie nach dem Freilassen an den während der „Treibjagd“ erlittenen Verletzungen sterben.

Früher ließ man die Delfine einfach in den Netzen sterben. Von diesen Massakern haben sich die Bestände bis heute nicht erholt. Wissenschaftler sehen den Grund dafür auch darin, dass sich die jetzt angewandte Fangmethode schädlich auf Fortpflanzungsfähigkeit und Gesundheit der Tiere auswirkt.

Unter dem Internationalen Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE, das weltweit vom EII und in Deutschland von der GRD umgesetzt wird, ist das Setzen von Netzen um Delfine strikt verboten. In den USA darf derart gefangener Thunfisch per Gesetz nicht als „delfinfreundlich gefangen“ ausgezeichnet werden. „Es ist ebenso abstrus wie skandalös, dass EDEKA und WWF diese Fischfangmethode jetzt als eine der umweltschonendsten im östlichen Pazifik bezeichnen“, sagt Ulrike Kirsch.

„Auf meinen Weltumsegelungen haben mich immer Delfine begleitet. Diese Lebewesen waren meine Freunde, haben mir einmal sogar das Leben gerettet. Deshalb fühle ich eine innere Verpflichtung, ihnen zu helfen. Ich appelliere an die Verbraucher durch ihr umsichtiges Verhalten, unseren Einsatz zur Rettung der Delphine zu unterstützen", appelliert der dreifache Weltrumsegler und Gründer der GRD, Rollo Gebhard.

Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.

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