(openPR) Die Jungen Europäischen Föderalisten starten am 17. Juni eine Protestaktion gegen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Dänemark.
BERLIN. Am kommenden Freitag, 17. Juni, organisieren die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) eine Protestaktion gegen die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Dänemark und Rücknahmen des Schengen-Abkommens. Dabei werden Demonstrationen unter dem Motto „Zukunft ohne Grenzen“ in den Grenzorten Krusau (Dänemark/Deutschland), Schengen (Luxemburg/Deutschland) und Kehl (Frankreich/Deutschland) stattfinden. Im Mai hatte die dänische Regierung erklärt, an ihren Grenzen wieder Kontrollen einzuführen. Bereits im April forderten Frankreich und Italien Reformen des Schengen-Abkommens, um die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu erleichtern.
Die Jungen Europäischen Föderalisten Deutschland sprechen sich deutlich für ein freiheitliches und offenes Europa ohne Grenzen aus. Deshalb organisiert der Jugendverband am 17. Juni 2011 an symbolträchtigen Orten in Europa Protestaktionen gegen die geplante Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Dänemark. So wird es eine Großveranstaltung in Krusau an der deutsch-dänischen Grenze geben. Dazu reisen JEF-Mitglieder und Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien aus Norddeutschland, vor allem Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin, an und demonstrieren für ein freies und grenzenloses Europa ohne Grenzkontrollen. Weitere Aktionen finden in Schengen in Luxemburg sowie in Kehl an der deutsch-französischen Grenze bei Straßburg statt. Die Jugendlichen sehen die Zukunft ihres freien Europas bedroht.
Im Mai hatte die Regierung Dänemarks erklärt, an den Grenzen zu ihren Nachbarstaaten Deutschland und Schweden wieder permanente Kontrollen einführen zu wollen, um Kriminalität und Wirtschaftsflüchtlingen entgegenzuwirken. Gegen die Einführung von Grenzen und die Beschränkung der Reisefreiheit in Europa protestiert die JEF mit aller Entschlossenheit. Denn das Schengen-Abkommen ermöglicht seit über 15 Jahren den freien Personenverkehr innerhalb der Mitgliedsstaaten ohne Kontrollen an den Landesgrenzen. 400 Millionen Menschen profitieren seitdem vom Reisen ohne Kontrollen in einem freiheitlichen Europa. Eine der größten Errungenschaften des vereinten Europas ist dadurch in Gefahr. Lars Becker, der Bundesvorsitzende der JEF Deutschland fordert, „dass die Pläne Dänemarks zu einer Aufweichung des Schengener-Abkommens, die zur Rückkehr zu innereuropäischen Grenzen führen könnten, nicht umgesetzt werden.“ Nicht weniger als ein zentraler Erfolg der europäischen Einigung stünde auf dem Spiel.
Die JEF wollen sich ihre Reisefreiheit in Europa nicht nehmen lassen.
An der Aktion werden die Landesverbände der JEF Deutschland in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Berlin, Saarland, Baden-Württemberg zusammen mit den JEF-Verbänden in Dänemark und Luxemburg sowie den Jugendparteien in Schleswig-Holstein, Hamburg und Südjütland teilnehmen.
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Überblick zu den Protestaktionen:
Krusau
Ausgangspunkt: Flensborgvej 26C, 6340 Kruså, Dänemark (Mitfahrgelegenheit auch für Journalisten, mit Reisebus ab Hamburg Hbf 13.30 Uhr)
Zeit: 16.00 Uhr, 16.15 Uhr Fototermin symbolische Grenzpfahlzersägung
Aktionen: Kundgebungen, symbolische Grenzkontrollen, Passantenbefragung „Wollen Sie dieses Europa?", symbolische Grenzpfahlzersägung.
Schengen
Ausgangspunkt: Europäisches Informationszentrum Schengen
Zeit: 17.00 Uhr
Aktionen: Symbolische Grenzaktion auf der Grenzbrücke, Podiumsdiskussion im Europäisches Informationszentrum Schengen
Kehl
Ausgangspunkt: Pasarelle des deux rives (Fußgängerbrücke) in Kehl/Straßburg
Zeit: 16.00 Uhr, 17.15 Uhr Fototermin symbolische Grenzpfahlzersägung
Aktionen: Symbolische Grenzkontrollen, Passantenbefragung „Wollen Sie dieses Europa?", symbolische Grenzpfahlzersägung
Kontakt:
Gesamtkoordination: Lars Becker, +49 17 31 97 44 70
Bundessekretariat: Lutz Gude, +49 30 30 36 20 140
Für lokale Ansprechpartner in Krusau, Schengen und Kehl wenden Sie sich bitte an Lars Becker oder Lutz Gude.
Weitere Informationen: http://www.jef.de/










