(openPR) Der traditionelle Tanz hat seinen Ursprung im Taoismus und in der chinesischen Mythologie und wird zu Ehren der Göttin Chen Chin-gu bei einer Parade zu ihrem Geburtstag getanzt. Früher wurden die Frauenparts von Männern getanzt, da das Gebot von Reinheit und Unreinheit noch weit verbreitet war. Heute müssen es bei dem Volkstanz nicht mehr unbedingt zwölf Tänzer oder Tänzerinnen sein, es können auch nur vier sein, z.B. zwei Mädchen und zwei Jungen.
Die Göttin gilt als die sogenannte Schutzheilige der Kinder und Schwangeren. Dem naiven Volksglauben zufolge, haben die Zauberkräfte der Göttin bewirkt, dass Schreikinder und kranke oder schwache Säuglinge zu braven, gesunden Kindern wurden. Noch heute bringen die Menschen ihre Kinder zu den Paraden und in den Tempel, der der Göttin gewidmet ist, denn hinter den Tänzern sollen sich weiter die Zauberkräfte verbergen.
Die Tänzer tragen Fantasiekostüme mit weißen Masken vor dem Gesicht, sie halten Fähnchen oder Papierschirme in den Händen als Symbole für die Schwerter, die aus Münzen gefertigt wurden und mit roten Bändern und einem Büffelhorngriff ausgestattet waren. Diese Schwerter gelten im Taoismus als Waffe zur Abwehr der bösen Mächte. Der Götterbrauch kommt aus Südchina und wird heute vornehmlich in Tainan im südlichen Taiwan, wo sich auch der Tempel der Göttin Chen Chin-gu befindet, zelebriert.
Der Legende nach lebte in der Südlichen Tang Dynastie die Frau eines Kaisers, die Chen Chin-gu hieß und die einen Meister gefunden hatte, der sie in der Zauberei unterwies. Als ein König in ihrem Reich von einem Dämon bedroht wurde, gelang es ihr, ihn mit ihren Zauberkräften zu retten. Aus Dankbarkeit schenkte ihr der König 36 Dienerinnen. Diese Frauen wurden von ihr auch in der Zauberei ausgebildet und jeden 15. Januar nach dem chinesischen Mondkalender wurden sie in drei Gruppen aufgeteilt in die Umgebung geschickt, um dort die bösen Geister zu vertreiben. Zur Schutzheiligen für Kinder und Schwangere wurde die Frau des Kaisers durch folgende übermenschliche Tat: Als sie hochschwanger war, brach eine große Dürre aus und sie betete inbrünstig für die Menschen die dort lebten, dass ihnen Regen geschickt würde, doch die Anstrengung war zu groß für sie und sie verstarb. Seitdem wenden sich Schwangere für ihr Wohlergehen und den Schutz ihrer ungeborenen Kinder ebenso wie die Mütter mit ihren Kindern an die Göttin.
Auftritte der Tanzgruppe:
4. Juni 2011 in Bühl Bürgerhaus Neuer Markt
5. Juni 2011 ab 11 Uhr in München im Westpark auf der Wiese vor dem Rosengarten, wo die Chinesische Schule München e.V. auch einen Drachen tanzen lässt und taiwanesische Schmankerl anbietet.









