(openPR) Die Zuliefermärkte im deutschen Gesundheitsmarkt kommen inkl. Export auf ein Volumen von etwa 100 Mrd. € jährlich. Ihr großer Anteil am gesamten Umsatzvolumen der Gesundheitswirtschaft von geschätzt über 400 Mrd. € jährlich, den über 520.000 Unternehmen und den über 5,9 Millionen Beschäftigten bleiben jedoch meist unerwähnt.
Ausnahme sind nur sogn. Gesundheitsregionen, die nicht nur versuchen die Angebote aus touristischem Fremdenverkehr, Kur-, Präventions- und Reha-Aufenthalten mit Wellness-, Fitness-, Sport- und Kulturangeboten zu verknüpfen, sondern auch die Zulieferindustrien der Gesundheitswirtschaft umfassend einbinden. Letzteres bleibt in der Öffentlichkeit häufig unbeachtet.
Demgegenüber stehen eher die Exporterfolge und -bemühungen der Medizintechnik und die Auswirkungen der Gesundheitspolitik auf die Exportchancen und Arbeitsplätze der Pharmaindustrie häufiger im Rampenlicht.
Nahezu ignoriert werden die nicht-medizinischen Zulieferbetriebe (z.B. IT-Branche) und die immer zahlreicher werdenden Out-Sourcing-Partner der weit über 20.000 stationären oder ambulanten Einrichtungen bundesweit (z.B. Catering / Logistik, Sterilisation, Medizintechnik-Ausstattung und -Verwaltung). Vollkommen intransparent sind auch die Beiträge z.B. der Branchen Agenturen / Verlage / Verbraucherportale sowie Weiterbildung / Wissenschaft die ebenfalls Milliarden-Umsätze im Gesundheitswesen generieren.
Um hier konkrete Einblicke z.B. in die Geschäftsentwicklung und Strukturen zu erhalten, hat das Online-Portal healthpanel.de der Vilsbiburger Beratungsfirma dostal & partner zahlreiche hochrangige Unternehmensvertreter für eine Experten-Befragung gewonnen.
Demnach liegen die Geschäftserwartungen der Unternehmen aus den Business-to-business-Märkten für die nächsten fünf Jahre mit denen der Business-to-Consumer-Märkten im deutschen Gesundheitssystem bei rd. 75% (auf einer 100%-Skala) gleichauf. Gleichzeitig sind die B2B-Unternehmen damit deutlich optimistischer als die sogn. Kostenträger GKV & Co. (Differenz etwa 15 Prozentpunkte).
Unterhalb der Geschäftserwartung der Kostenträger liegen nur die Unternehmen der Teilmärkte Medizinische Labore, Zahntechniklabore und -industrie sowie der Pharma-Großhandel. Am optimistischen ist insgesamt die Gruppe der Investoren, die zu annähernd 100% eine positive Geschäftserwartung haben.
Von den B2B-Branchen sehen die Pharmahersteller, die Agenturen / Verlage / Verbraucher-portale, die Investoren, die Medizinischen Labore sowie Zahntechniklabore und -industrie im gestiegenen Qualitätsbewusstsein der Verbraucher die größten Einflussfaktoren für das eigene Geschäft. In der Medizintechnik, Weiterbildung / Wissenschaft und Logistik / Catering steht das Thema „Professionalisierung im Wettbewerb“ an 1. Stelle.
Die Pharmahersteller sehen nicht zuletzt durch die Rabattverträge die größte Abhängigkeit des Geschäfts von den gesetzlichen Krankenversicherungen (rd. 82%), gefolgt von Allgemein- und Fachärzten (rd. 71%), Pharma-Großhandel rd. 68%, PKV (rd. 67%) und Krankenhäuser (rd. 63%). Die Branche der Agenturen / Verlage / Verbraucherportale sieht die größte Abhängigkeit von den Kostenträgern GKV und PKV (rd. 63% bzw. rd. 57%), gefolgt von den sonstigen Kostenträgern (u.a. Berufsgenossenschaften, rd. 53%), den Allgemein- und Fachärzten (rd. 47%) und dem Pharma-Großhandel (rd. 43%).
Der zunehmende Wettbewerb, die Verbraucherwünsche und die gesundheitspolitischen Regulierungen und Herausforderungen führen bei den Pharmaherstellern, Medizintechnik, IC-Unternehmen und allen übrigen B2B-Branchen primär zu Strategieanpassungen bzw. einem Strategiewechsel. In der Bedeutung an 2. Stelle folgen Maßnahmen zur Wachstums- und Umsatzförderung (Logistik / Catering, Agenturen / Verlage / Verbraucherportale und Investoren), der Verbesserung der Kundenbetreuung (nur bei den IC-Unternehmen) sowie mehrfach Kostensenkungsmaßnahmen (Pharmaherstellern, sonstige B2B-Märkte).
Die Handlungsoption „Kooperation mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette“ liegt auch bei den B2B-Unternehmen wie bei allen übrigen Marktteilnehmern im Gesundheitssystem an 1. Stelle (rd. 70% halten diese Option für "Erfolg versprechend"). Es folgen bei den B2B-Unternehmen die Optionen „Kooperationen mit Partnern auf der gleichen Wertschöpfungsebene“ und das Mitwirken bei einer „Kommunalen und regionalen Teilmarkt-übergreifenden Zusammenarbeit“ (Stichwort: Gesundheitsregion).
Die vollständigen Ergebnisse zu allen untersuchten Gesundheitsmärkten in Deutschland können ausführlich der aktuellen Umfrage “Entwicklungen und Chancen durch das Zusammenwachsen des 1. und 2. Gesundheitsmarktes in Deutschland” entnommen werden.











