(openPR) Das bevorstehende mündliche Abi versetzt viele Schüler in Angst. Jedoch kann man sich auch selbst helfen, damit die Panik nicht noch stärker wird. Männliche Abiturienten sollten sich trauen während der Prüfung über ihre Ängste zu sprechen.
Die schriftlichen Abiturprüfungen sind schon aufregend genug. Vor dem Mündlichen kommt bei vielen Abiturienten jedoch regelrecht Panik auf. Sie befürchten, genau das Falsche gelernt zu haben oder sich im entscheidenden Moment nicht erinnern zu können. Die Vorstellung, ganz allein vor einem Gremium von Prüfern zu sitzen, ist für die meisten Abiturienten mit großem Stress verbunden, da sie diese Situation im Laufe ihrer Schullaufbahn noch nie erlebt oder geübt haben. Gerade in diesem Moment zu versagen, wäre für sie die größte Peinlichkeit.
Man kann den Stress und leichte Angstgefühle jedoch selbst in den Griff bekommen. „Nicht nur büffeln“, rät Birgitt Eberlin, die Menschen mit Prüfungsängsten trainiert, „sondern man sollte sich zwischendurch immer wieder auch bewegen.“ Das baue das Adrenalin schneller ab, das vorher durch den Stress und Angstgefühle ausgeschüttet wurde und das im Endeffekt auch Verspannungen im Körper bewirkt. Joggen oder Spaziergänge sind also gute Maßnahmen, um wieder ins Lot zu kommen. Auch regelmäßige Gymnastik am Schreibtisch kann etwas helfen. Zusätzliche Entspannung bringt beispielsweise auch ein Kinofilm, der einen zum Lachen bringt. „Abends eine DVD anzusehen, die einen garantierten Lach-Effekt hat, schafft eine Atmosphäre, bei der man gut mal abschalten kann und wieder Energie für mehr Gelassenheit tankt“, rät Eberlin. Wer nachts nicht schlafen kann, solle seine Aufmerksamkeit auf die Atmung richten. Die Ausatmung soll dabei kontinuierlich länger hingezogen werden. Die Konzentration auf die Ausatmung lenkt einerseits vom Grübeln ab und andererseits fördert sie die Tiefenentspannung.
„Wichtig ist auch, die eigene Nervosität bei den Lehrern zu Beginn der Prüfung anzusprechen“, weiß Eberlin, „sie haben meist durchaus Verständnis und gehen oft sehr liebevoll und motivierend auf den gestressten Abiturienten ein - ganz gleich, ob es sich um Mädchen oder Jungen handelt.“ Das kann Philip, der das Abi schon seit letztem Jahr hinter sich hat, durchaus bestätigen: „Ich habe in der Mündlichen richtig gezittert und mir war eiskalt. Normalerweise hätte ich nichts über meine Angst gesagt. Aber als ich mich dann doch getraut habe, wurden sie richtig fürsorglich, boten mir einen Kaffee und Süßigkeiten an und haben mich gut beruhigt. Dann hat es auch mit der Prüfung besser geklappt.“ Eberlin rät männliche Abiturienten sich zu trauen, ihre Unruhe und Angst auch gleich zu Beginn der Prüfung zu kommunizieren, denn, „schon wenn man es ausspricht, geht es einem besser und man wird entspannter.“ Mädchen hätten es im allgemeinen einfacher unangenehme Gefühle mitzuteilen und seien es eher gewöhnt dann auch Zuspruch zu erhalten. Das sei in Prüfungen sehr hilfreich. Weitere Informationen: www.eberlin.eu




