(openPR) FIA GT1 Weltmeisterschaft
Portimao (POR)
6.-8. Mai 2011
Am vergangenen Wochenende fand die dritte Runde der FIA GT1-Weltmeisterschaft an der Algarve in Portugal statt. An der modernen 4652m langen Strecke fanden die Teams und Fahrer optimale Wetterbedingungen vor.
Das Swiss Racing Team war mit Zuversicht und den Punkten aus Zolder angereist. Die angepeilten Ziele für das Team und die Piloten Karl Wendlinger (AUT) / Peter Kox (NLD) im Lamborghini Murcielago LP 670 R-SV mit der Startnummer #5 und Max Nilsson (SWE) und Jiri Janak (CZE) mit der Startnummer #6 waren, erneut das Punktekonto für das Team zu füllen und die einzelnen Autos jeweils in ein nächst höheres Qualifying zu bringen. Beide Ziele wurden erreicht: Q2 für Nilsson/Janak, Q3 für Wendlinger/Kox und 10 Punkte für das Team.
Nur die Übermacht der Nissan GT-R, die von der FIA in der Balance of Performance neu eingestuft wurden, verhinderten, dass die Eidgenossen ein noch besseres Ergebnis jetzt mit nach Hause bringen. Hier wird es sicherlich noch Nachbesserungen geben, damit das Feld wieder homogener wird.
Ins Qualifying Rennen gingen Peter Kox von P6 und Janak von P14. Der Tscheche konnte sich während seines Stints bis auf P11 verbessern und übergab an Max Nilsson, der nach einer guten Performance das Auto auf P12 liegend über die Ziellinie fuhr. Großes Pech hatte Kox, zwar konnte er zwei Plätze beim Start gut machen, wurde dann aber in der zweiten Kurve von Alex Müller (Aston Martin, #7) hinten angefahren, drehte sich um und wurde ans Ende des Feldes befördert. In einer großartigen Aufholjagd und durch eine ebenso gute Leistung von Karl Wendlinger, konnten die beiden dennoch P10 erreichen.
Vor dem Hauptrennen am Sonntag bemerkte der Schwede Nilsson schon auf dem Weg zu Start/Ziel Probleme beim Schalten. Diese Probleme zwangen ihn bereits in der zweiten Runde, enttäuscht das Auto in der Box zu parken.
Wendlinger kam beim Start gut weg und ihm wurde schon P7 nach der ersten Runde angezeigt. Diese Platzierung konnte er bis zum Fahrerwechsel halten. Ein schneller Boxenstopp brachte zusätzlich einen Platz ein. Kox ging raus und sortierte sich wieder ein. Der Lamborghini zeigt dann bis zum Schluss sehr gute und gleichbleibende Leistung, diese wurde mit einem P5 den genannten 10 Punkten belohnt.
Schon in wenigen Tagen findet die nächste Runde der FIA GT1-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende auf dem Sachsenring in Deutschland statt.
Othmar Welti, Teamchef
„Das Wochenende war sehr durchwachsen. Das Resultat, P5 im Championship Race, macht uns aber dennoch sehr zufrieden. Beim Qualifying Rennen hatten wir sicherlich sehr viel Pech, sind dann aber vom Ende des Feldes bis auf den zehnten Platz vorgefahren. Wir machen also gute Fortschritte. Am Anfang fehlt uns noch der Speed, daran müssen wir jetzt noch arbeiten. Unsere Boxenstopps waren am Wochenende gut und wir konnten damit beim Hauptrennen mit dem 5er Auto einen Platz gut machen. Dass wir mit dem anderen Auto erneut Getriebeprobleme haben, ist natürlich sehr ärgerlich, aber bis zu dem Zeitpunkt waren Max (Nilsson) und Jiri (Janak) sehr gut dabei, beide hatten am Wochenende einen richtig guten Speed und sind erstmals auch ins Q2 gekommen. Wir wünschen uns, dass die Beiden nun auch anfangen, in die Punkte zu fahren.
Die neue Einstufung der Nissan GT-R durch die FIA sehe ich als eine komplett falsche Entscheidung. Die Autos waren vorher schon extrem konkurrenzfähig, jetzt fahren die allen auf und davon. Das ist nicht akzeptabel und hier muss nachgearbeitet werden.“
Erich Kolb, Teammanager:
„Das Wochenende fing mit Einstellungsarbeiten an. Beim Freien Training waren wir nicht ganz so glücklich mit den Setups und haben dann die Autos zum Qualifying umgebaut. Beide haben dann die gesteckten Ziele erreicht, nämlich Q3 für den Murcielago mit der Startnummer 5 und Q2 für das 6er Auto. Beim Qualifying Rennen wurde Peter dann gleich nach dem Start umgedreht, hat dann aber mit guten Rundenzeiten enorm aufgeholt. Im Rennen am Sonntag hatte Max (Nilsson) schon in der Einführungsrunde Probleme beim Schalten und musste das Auto gleich in der zweiten Runde wieder in die Box stellen. Das 5er Auto ist sehr gut gelaufen, die Rundenzeiten waren gut, der Boxenstopp war gut und schlussendlich haben wir auf P5 liegend, das Rennen beendet. Das Wochenende hat gezeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.
Negativ aufgefallen ist die Entscheidung der FIA bzgl. der Balance of Performance (BoP) der Nissan-Fahrzeuge. Das hat offensichtlich das gesamte Bild am Wochenende verfälscht.“
Karl Wendlinger (AUT), #5
„Generell bin ich mit dem Wochenende sehr zufrieden, speziell mit dem fünften Platz im heutigen Rennen und mit dem Erreichen des dritten Qualifyings. Im Qualifying Rennen hatten wir bereits in der zweiten Kurve nach dem Start Pech, weil Peter (Kox) von einem anderen Auto umgedreht wurde und sich am Ende des Feldes anschließen musste. Aber durch konstant gute Fahrt und gute Boxenstopps sind wir dann bis auf P10 vorgekommen.
Ich bin beim heutigen Hauptrennen gut weggekommen, wurde dann in der dritten Kurve mal von zwei Autos heftig in die Zange genommen worden, aber das Auto ist sehr stabil und es ist nichts passiert. Und dann habe ich etwas zu früh den Grip an den Hinterreifen verloren und damit auch ein bisschen den Anschluss nach vorne. In der Box hat das Team dann optimal gearbeitet, so dass wir einen Platz gutmachen konnten und Peter sich auf P6 wieder eingereiht hat.
Der Sachsenring nächste Woche wird für Fahrer und Auto sehr anspruchsvoll werden. Aber ich denke, dass wir dort wieder gut unterwegs sein werden und auf jeden Fall in die Top 5 kommen möchten.“
Peter Kox (NDL), #5
„Wir haben wieder einen Schritt nach vorne getan. Das Auto #6 ist in Q2 und das Auto #5 ist in Q3 gekommen und wir haben es im Qualifying Rennen nach einem Unfall geschafft, von ganz hinten auf P10 zu kommen. Die Fortschritte sind deutlich zu erkennen. Es ist noch Potenzial drin und ich mag es unheimlich gerne, mit dem Team zusammen zu arbeiten und für dieses Team zu fahren. Ich merke, dass alle vorwärts kommen wollen und das macht großen Spaß. Die Fortschritte, die hier gemacht werden, sind unglaublich.“
Jiri Janak (CZE), #6
„Ich hatte von Beginn des Wochenendes keine Probleme mit dem Auto. Wir arbeiteten am Setup des Autos, haben Fortschritte gemacht und ich habe das Auto wieder besser kennengelernt. Am heutigen Sonntag war der Lamborghini im Warm Up konkurrenzfähig, aber leider hatten wir dann beim Rennen technische Probleme in der zweiten Runde.
Die Rennstrecke hier ist perfekt. Ich mag sie jetzt sehr. Am Freitag war das noch nicht so, da die Strecke mit ihren Aufs und Abs und ihrer teilweise nicht sichtbaren Streckenführung vom Fahrer permanente Konzentration verlangt und schwierig ist.“
Weitere Information auf www.swissracingteam.ch













