(openPR) FIA GT1-Weltmeisterschaft
Zolder (BEL)
8.-10. April 2011
Die zweite Runde der FIA GT1-Weltmeisterschaft fand unter sonnigen Bedingungen im belgischen Zolder statt. Nach dem gelungenen Saisonauftakt im arabischen Abu Dhabi im März war das Swiss Racing Team optimistisch angereist. Die Schweizer haben noch kurz vor Saisonstart auf Lamborghini umgesattelt und gehen mit zwei Lamborghini Murciélago LP 670 R-SV an den Start. Der Wagen mit der Startnummer 5 wird von Karl Wendlinger (AUT) und Peter Kox (NLD) gesteuert, der Wagen mit der Startnummer 6 von dem Schweden Max Nilsson und dem Tschechen Jiri Janak.
An diesem Wochenende stellten technische Probleme hohe Anforderungen an das Team. Beim Lambo #6 beendete das Getriebe seinen Dienst, wurde getauscht, um dann aber vor dem Championship-Rennen feststellen zu müssen, dass die Ölpumpe nicht mehr funktionierte. Die Zeit, um diesen Defekt zu beheben reichte nicht mehr aus, so dass der Wagen zum Hauptrennen in der Box blieb.
Ähnliche Schwierigkeiten gab es auch beim anderen Lamborghini, die aber rechtzeitig behoben werden konnten.
Im Qualifying Rennen starteten die Fahrzeuge aus Startreihe 9 (#6) und Startreihe 4 (#5). Beide Autos konnten Plätze gut machen und nach einer guten Performance und schnellen Boxenstopps überquerte Max Nilsson die Ziellinie auf P8 und Karl Wendlinger auf P4. Somit konnten die ersten drei Punkte für das Wochenende auf dem Konto gutgeschrieben werden. Auf der Start-Ziellinie versuchte Wendlinger noch, am Drittplatzierten (Team Young Driver auf Aston Martin) vorbeizugehen, dafür fehlten aber nur 0.063sec.
Das Championship-Rennen startete am Sonntag um 14:45 Uhr, für das Schweizer Team jedoch nur mit Fahrzeug Nummer 5, da der andere Lamborghini in der Box blieb. Das Rennen startete dramatisch, da sich bereits kurz nach Start im mittleren Starterfeld einige Fahrzeuge in die Quere kamen. Wendlinger hielt Position vier als in der achten Runde wegen eines Unfalls das Safety-Car eingesetzt wurde. Kurz vor dem Öffnen des Boxenfensters zum obligatorischen Stopp wurde das reguläre Rennen wieder fortgesetzt. Der Österreicher steuerte dann die Box an um bei einem schnellen Boxenstopp an Kox zu übergeben, der sich auf Position 5 wieder einreihen konnte. In der letzten Runde auf der Zielgeraden konnte der Niederländer aber noch mit einem Vorsprung von 25 Hundertstel auf P4 vorfahren und dem Team weitere zwölf Punkte sichern.
Teamchef Othmar Welti: „Wir sind natürlich nicht mit dem Ergebnis zufrieden, da wir einen Lamborghini in der Box stehen lassen mußten. Aber wir können vom Wochenende 16 Punkte mit nach Hause nehmen. Nach wie vor muß man berücksichtigen, dass wir in dieser Saison mit einer neuen Fahrzeugmarke dabei sind und wir uns erst sortieren müssen. Aber das klappt schon sehr gut und wir sind uns sicher, dass wir mit beiden Fahrzeugen erfolgreich sein und für das Team weiterhin Punkte sammeln werden. Das Team hat das verdient, denn am Wochenende war zudem sehr viel Nachtarbeit angesagt. Hervorzuheben sind auch die schnellen Boxenstopps, die die Mannschaft absolviert. Mit den Piloten haben wir auch die richtige Kombination, wir sind froh, dass die Zusammenarbeit so gut klappt und jetzt schon Früchte trägt.“
Teammanager Erich Kolb: „Tolle Leistung vom Team und von den Piloten, die ein anstrengendes Wochenende hinter sich haben. Leider haben uns technische Probleme nicht die Ergebnisse erzielen lassen, die wir hätten schaffen können, aber 16 Punkte sind versöhnlich. Die Speed von beiden Autos in den Rennen war sehr gut. Mit Fahrzeug #6 müssen wir es noch bis ins Q2 schaffen und mit #5 ins Q3. Für Portimao sind wir sehr zuversichtlich, wieder Punkte sammeln zu können.“
Karl Wendlinger (#5): „Wir können mit dem Wochenende absolut zufrieden sein. Das Auto war sehr gut und ich bin beim Start gut weggekommen. Wegen der langen Safety-Car-Phase hat es in meinem Stint nicht sehr viele Positionkämpfe gegeben. Die Mechaniker haben dann einen super Boxenstopp gemacht und Peter zeigte eine tolle Leistung. Das Auto zeigte eine konstante Leistung und so konnte er am Ende noch den vierten Platz klarmachen. Dafür dass wir erst in der zweiten Runde der FIA GT1-Weltmeisterschaft sind und die Autos erst seit Kurzem in den Händen haben, war die Leistung sehr gut und auf diesem Weg müssen wir weitermachen.“
Peter Kox (#5): „Ich freue mich für das Team und die Punkte, die es geholt hat. Immerhin muß man noch bedenken, dass Swiss Racing die Autos erst sehr spät bekommen haben und bis jetzt eigentlich noch keine Zeit hatte, mit den Autos richtig zu arbeiten. Die Jungs haben am Wochenende einen gewaltigen Job erledigt, da viel geschraubt werden mußte. Die Entwicklungsschritte sind sehr groß, wir haben am Wochenende keinen Kratzer in die Autos gefahren und Punkte geholt. Ich sehe ein großes Potential in dem Team mit großen Steigerungsmöglichkeiten. Wir haben jetzt bis Portimao einige Wochen Zeit und die werden wir nutzen.“
Max Nilsson (#6): „Das Wochenende war für mich nicht so gut, da ich wenig zum Fahren gekommen bin. Technische Probleme, mußten bewältigt werden, die dem Team viel Zeit gekostet haben. Letztendlich konnte ich am Hauptrennen am Sonntag nicht teilnehmen. Ich hoffe, dass bis zum nächsten Rennen die Probleme gelöst sind und nicht wieder auftreten. Es wäre gut, vor Portimao die Gelegenheit zu bekommen, das Auto zu testen.“
Das nächste Rennen findet in Portimao (POR) vom 6.-8. Mai 2011 statt.
Weitere Infos finden Sie auf www.swissracingteam.ch.













