(openPR) Tina Turner hat es nicht schwer „Simply The Best“ zu schmettern – ein ganzes Stück schwerer ist es dagegen, zu entscheiden, welche Fußballmannschaft tatsächlich „Simply the Best“ ist. Diese ewige Frage wird oft anhand der FIFA-Rangliste der besten Nationalmannschaften, die einmal im Monat aktualisiert wird, diskutiert – jedoch nie beantwortet.
Nimmt man nur einmal die FIFA-Rangliste vom Februar 2008 als Maßstab, kann man erkennen, wie die 16 Teilnehmer der EM 2008 in der UEFA-Zone abschneiden.
1. Italien: 1.484 Punkte
2. Spanien: 1.352
3. Deutschland: 1.281
4. Tschechische Republik: 1.244
5. Frankreich: 1.223
6. Portugal: 1.191
7. Niederlande: 1.179
8. Griechenland: 1.142
10. Kroatien: 1.096
11. Rumänien: 1.060
13. Türkei: 927
15. Polen: 903
16. Russland: 890
18. Schweden: 877
26. Schweiz: 647
42. Österreich: 377
Die bestplatzierten nicht für die EM qualifizierten Mannschaften sind, wie man so will, England (Platz 9 mit 1133 Punkten), Schottland (Platz 12, 990 Punkte) und Bulgarien (Platz 14, 919 Punkte).
Doch wie sieht das im Vergleich mit dem Castrol Performance Index aus? Rechnet man die Punkte der im CPI geführten Spieler für jedes Land zusammen, ergibt sich bei den 16 Teams ein völlig anderes Bild:
1. Tschechische Republik: 16.492 Punkte
2. Niederlande: 15.362
3. Italien: 15.801
4. Griechenland: 14.187
5. Rumänien: 13.269
6. Kroatien: 13.264
7. Deutschland: 12.778
8. Frankreich: 11.174
9. Polen: 10.718
10. Schweden: 10.619
11. Türkei: 10.308
12. Spanien: 9.229
13. Russland: 9.134
14. Schweiz: 9.025
15. Portugal: 7.858
16. Österreich: 7.137
Fazit
Die Unterschiede in den beiden Ranglisten sehen mitunter vielleicht dramatisch aus (die spanischen und portugiesischen Fans haben sicherlich mehr Sympathien für die Rangliste der FIFA). Das liegt jedoch daran, dass sie auch sehr unterschiedliche Faktoren berücksichtigen. Während die FIFA-Rangliste auf Grundlage der Leistung und Ergebnissen der Mannschaft als ganzes berechnet wird, berücksichtigt der CPI unabhängig vom Spielergebnis, wie gut die Leistung der einzelnen Spieler innerhalb einer Mannschaft war.
Das Problem daran ist allerdings, in den Worten des aus Liverpool stammenden Comedians Jimmy Tarbuck: „Auf dem Papier müsste Liverpool gewinnen, aber Fußball wird auf Rasen gespielt.“ Der Castrol Index vergibt Punkte an die effektivsten Spieler, also an die Spieler, die das Schießen bzw. Verhindern von Toren am positivsten zu Gunsten ihrer Mannschaft beeinflussen. Die Azzurri stehen daher dank den derzeit auftrumpfenden Stürmern Luca Toni und Antonio Di Natale punktemäßig ziemlich gut da. Und auch die Niederlande sind dank ihren beiden hervorragenden Torhütern Edwin Van der Sar und Maarten Stekelenburg ganz gut dabei.
Jenseits der Statistik
Doch ganz egal, wie man diese Statistikdaten dreht und wendet oder von welchem Index oder welcher Rangliste man ausgeht – an manchen Dingen lässt sich nicht rütteln.
1) Österreich braucht gute Nerven, Glück und so manche Topleistung, um in Gruppe B beeindrucken zu können.
2) Die Tschechische Republik sehen nach ihrer enttäuschenden WM 2006 wieder wie ernstzunehmende Mitstreiter im Kampf um den Titel aus. Trainer Karel Bruckner hat seine Mannschaft umgeformt, kann auf viele junge Talente zurückgreifen, hat Petr Cech im Tor und sich über die akzeptable Auslosung freuen (Italien, Frankreich und die Niederlande können erst im Finale auf die Mannschaft treffen). Die größte Gefahr in der tschechischen Gruppe geht von Deutschland aus, und mit der deutschen Mannschaft teilte sich die Tschechische Republik Führung in der gemeinsamen Qualifikationsgruppe D.
3) Italien wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Mannschaft sein, die es zu schlagen gilt. Roberto Donadoni hatte es bei seiner Nachfolge von Marcello Lippi nicht einfach, doch er hat die Weltmeister von 2006 durch eine schwere Qualifikationsgruppe zur EM-Teilnahme geführt und hat es geschafft, Portugal im vergangenen Testspiel wie eine harmlose Durchschnittmannschaft aussehen zu lassen. Und wie die Tschechen haben auch die Italiener ein großes Plus, nämlich einen weltklasse Keeper in Gianluigi Buffon.
4) Das Gefälle zwischen vielen der teilnehmenden Mannschaften ist so gering, dass alleine ein taktischer Griff, eine sekundenschnelle gekonnte Aktion oder einfach nur eine schlechte Tagesform schon alles entscheiden kann.
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