(openPR) bioMérieux und Labor Berlin (Charité Vivantes GmbH) geben Gründung eines Zentrums für Mikrobiologie und Laborautomatisierung bekannt
Das Zentrum wird sich in Europas größtem Krankenhauslabor befinden, welches mehr als 8.000 stationäre Patienten in Berlin versorgt und jährlich mehr als 23 Millionen Laboranalysen durchführt. Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft steht die Entwicklung effizienter Lösungen für eine bessere Patientenversorgung.
Insbesondere in Krankenhauseinrichtungen werden mikrobiologische Laboratorien mit Fragen der Wirtschaftlichkeit konfrontiert. Sie müssen ihre Ressourcen auf die Versorgung konzentrieren, die den größten Nutzen verspricht und dazu beiträgt, die Dauer des Krankenhausaufenthaltes zu verkürzen. Außerdem werden sie mit neuen multiresistenten Mikroorganismen konfrontiert und der Notwendigkeit, die Übertragungsraten von Erkrankungen innerhalb des Krankenhauses zu reduzieren. Kliniker streben darüber hinaus einen personalisierteren Ansatz in der Medizin an und möchten so schnell wie möglich mit der Therapie beginnen, die für den individuellen Patienten und seinen Gesundheitszustand am besten geeignet ist und die geringsten Nebenwirkungen zeigt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, arbeiten Labor Berlin und bioMérieux gemeinsam daran, die neuesten diagnostischen Verfahren und Informationstechnologien in optimierte Laborprozesse zu integrieren.
Mit der Vereinbarung wird Labor Berlin zu einem bevorzugten Partner für die Definition, Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für FMLA (Full Microbiology Laboratory Automation), den neuartigen Produktbereich von bioMérieux. Ein gemeinsames Projekt betrifft beispielswiese die Prozessorganisation für große mikrobiologische Laboratorien auf der Grundlage von „Lean Lab“ Verfahren. „Wir freuen uns sehr, von der Expertise der führenden Mikrobiologen und Kliniker im Labor Berlin zu profitieren, um FMLA und schnelle mikrobiologische Lösungen zu entwickeln,” betont Alexandre Mérieux, Corporate Vice President Mikrobiologie bei bioMérieux. „Wir sind überzeugt, dass durch eine schnellere und leichtere Verfügbarkeit von Patientenergebnissen und epidemiologischen Informationen, Mikrobiologen und Kliniker enger und effizienter zusammenarbeiten können, um die Patientenversorgung zu verbessern.” Darüber hinaus arbeiten bioMérieux und Labor Berlin gemeinsam an der klinischen Evaluierung neuer diagnostischer Lösungen. Labor Berlin trägt hierzu mit seinem Team an wissenschaftlichen, technischen und ökonomischen Experten auf dem Gebiet des Managements von Infektionskrankheiten bei.
bioMérieux, der Weltmarktführer in der Mikrobiologie, ist verantwortlich für den Entwurf des neuen mikrobiologischen Labors für Labor Berlin, das sich auf dem Campus Virchow der Charité befinden wird. Das Unternehmen bringt seine Expertise auf dem Gebiet diagnostischer Spitzentechnologien, sowie sein Know-how im Bereich der IT und der Laborautomatisierung in die Partnerschaft ein. Außerdem bietet es Schulungen an und Unterstützung in allen Fragen des Qualitätsmanagements. Ein spezielles Team begleitet Labor Berlin auf seinem Weg in das neue Labor, unterstützt das Laborteam mit Change Management und hilft bei der Integration von Laborlösungen und Arbeitsabläufen. Das Labor wird unter anderem mit der neuartigen Middleware Myla von bioMérieux ausgestattet sein, welche Echtzeitinformationen diagnostischer Plattformen in das Laborinformationssystem integriert. So werden Ärzte jederzeit und an jedem Ort des Krankenhauses Ergebnisse abrufen können.
Prof. Ulf Göbel, Leiter der Abteilung Mikrobiologie von Labor Berlin, erläutert: „Die Medizin der Zukunft wird sich durch eine bessere Integration von Technologie und Wissen auszeichnen. Ärzte werden von den Fortschritten und Lösungsansätzen auf verschiedenen Gebieten profitieren können, um ihren Patienten die beste Therapie anzubieten.” Florian Kainzinger, Geschäftsführer von Labor Berlin, ergänzt: „Wir sehen bioMérieux als einen globalen Partner, der über eine langjährige Erfahrung in der Mikrobiologie und eine starke weltweite Präsenz verfügt. Wir sind überzeugt, dass unsere Zusammenarbeit die Effizienz und die Qualität unserer Patientenversorgung von heute und morgen verbessert.”










