(openPR) Zum 23. Mal präsentiert TANZ IM AUGUST - INTERNATIONALES TANZFEST BERLIN vom 12. bis zum 28. August über 20 Produktionen aus 12 Ländern. Wie schon in den vergangenen Jahren umfasst das Programm neben Newcomern und Stammgästen auch ganz große Namen wie z.B. Lucinda Childs und Édouard Lock. Schwerpunkte bilden diesmal der zeitgenössische Tanz aus afrikanischen Ländern, u.a. mit Andreya Ouamba und Gregory Maqoma, sowie formale Grenzgänge zwischen klassischem Ballett, Urban Dance und zeitgenössischem Tanz.
Dazu zählt “New Work”, das umjubelte neue Stück des kanadischen Choreografen Édouard Lock und seiner Company La La La Human Steps. Atemberaubende Pas-de-deux, Drehungen, die so beschleunigt sind, dass man seinen Augen nicht traut – Lock feiert, überhöht und demontiert die Kunst des klassischen Balletts. Seine hochvirtuosen Tänzerinnen wirken roboterhaft-entkörperlicht und animalisch zugleich. Die heiß-kalte Choreografie, die für Emotionen kaum Zeit lässt, kontrastiert mit einer live eingespielten Komposition von Gavin Bryars auf Basis der Barockopern „Dido und Äneas“ von Purcell und „Orpheus und Euridike“ von Gluck, die Lock auch als inhaltliche Referenz dienen.
Auch Hiroaki Umeda verbindet zeitgenössische Ansätze mit Ballett bzw. HipHop. Seit der Gründung seiner Kompanie S20 im Jahr 2000 entwickelte der japanische Tänzer und Choreograf in erster Linie abstrakte und technoid anmutende Soli mit eindrucksvollen Soundscapes und Videoanimationen, in denen er eine extreme Spannung zwischen realer Körperlichkeit und medialer Entkörperlichung herstellt. Das klassische Ballett repräsentiert für Umeda den Archetyp des europäischen Tanzes, dessen Bewegungsstil sich deutlich von seinem eigenen Vokabular unterscheidet. Bei TANZ IM AUGUST zeigt er sein neues Trio „3.isolation“ mit drei Balletttänzern, als dritten Teil eines 2009 begonnenen Langzeitprojektes. Ergänzt wird diese Arbeit durch „2.repulsion“, den zweiten Teil der Serie mit drei HipHop-Tänzern.
Der brasilianische Choreograph Guilherme Botelho kreiert mit seiner Genfer Company Alias ein ganzes Universum formaler Variationen. In „Sideways Rain“ bewegen sich die 14 Tänzerinnen und Tänzer pausenlos von links nach rechts über die Bühne - sie gehen, fallen, robben, stoppen, rennen, bleiben wieder stehen und beginnen von vorne, ununterbrochen, wie Getriebene einem ständigen unsichtbaren Sog unterlegen. Sie spinnen Fäden über die Bühne, bewegen sich dazwischen mit zunehmend eigenem Körper- und Zeitgefühl, sind schließlich nackt und bloß. Botelho begreift dieses hypnotische Treiben als ein faszinierendes, vor allem aber faszinierend einfaches und mitreißendes Sinnbild für das Menschsein an sich, den Fluss des Lebens.
Neben dem Rahmenprogramm mit Gesprächen, Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Filmen zeigt TANZ IM AUGUST in der neuen Reihe in-progress gerade entstehende ausgewählte Arbeiten lokaler und internationaler Choreografen. Außerdem findet im Rahmen des Festivals als Kooperation mit dem zdf.kultur, der Yorck-Kinogruppe und k3 berlin erstmals die „LangeTanzFilmNacht“ statt. Die sommer.bar als durchgängig geöffneter Treffpunkt für Szene und Besucher bietet auch in diesem Jahr wieder kostenlose Performances von Festivalkünstlern, Filme und Konzerte.
Bei unserer Pressekonferenz am Donnerstag, den 23. Juni 2011 stellen wir Ihnen das Festival und die teilnehmenden Künstler ausführlich vor. Zu dieser Veranstaltung erhalten Sie rechtzeitig eine gesonderte Einladung.
Das komplette Programm finden Sie ab Ende Juni 2011 auch auf www.tanzimaugust.de.











