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Kaufkraft Oesterreich 2011: realer Kaufkraftverlust droht

Bild: Kaufkraft Oesterreich 2011: realer Kaufkraftverlust droht
Reale Kaufkraftveränderung Österreich_RegioData
Reale Kaufkraftveränderung Österreich_RegioData

(openPR) Mit einem nominellen Plus von 2,5% für das vergangene Jahr konnte die Kaufkraft der Österreicher das zweite Jahr in Folge auch inflationsbereinigt steigen. Für 2011 sind die Prognosen jedoch pessimistischer: Die Kaufkraft steigt zwar wieder um rund 2,5%, die erwartete Inflation liegt aber darüber!



Trend: Kaufkraft steigt auch 2011, real droht aber ein Minus!
Konnten die Österreicher 2009 und 2010 der Krise gut trotzen, so macht ihnen nun die Inflation einen Strich durch die Rechnung. 2011 wird die Kaufkraft wie-der um 2,5% nominell steigen. Die Inflation wird aber vermutlich bei 2,6% zu liegen kommen und den Österreichern damit einen realen Kaufkraftverlust be-scheren.

Trend: Wien bleibt Top. Bundesländerunterschiede geringer als je zuvor!
Mit rund 19.140,- Euro pro Kopf haben die Wiener die höchste Kaufkraft. Die Salzburger sind aber schon nahezu gleich auf. Niederösterreich und Oberöster-reich konnten am meisten dazugewinnen. Die letzten drei Plätze im Bundesland-Ranking trennen nur rund 50,- Euro pro Kopf und Jahr. Noch nie waren die
Unterschiede bei der regionalen Kaufkraft so gering!

Trend: Einzelhandel kann immer weniger von steigender Kaufkraft profitieren!
Zwar ist die Kaufkraft der Österreicher im langfristigen Vergleich kontinuierlich gewachsen, jedoch profitiert der Einzelhandel immer weniger davon. Denn der Anteil der Kaufkraft, der in den Einzelhandel fließt, wird immer niedriger. Lag dieser im Jahr 1990 noch bei rund 40%, so beträgt er heute nur mehr rund 31%.

à Kaufkraft wächst nur unter der Inflationsrate!
Während viele europäische Länder angesichts der globalen Wirtschaftskrise mit teils dramati-schen Kaufkraftrückgängen konfrontiert waren, haben sich die Österreicher krisenresistenter denn je gezeigt. So stieg selbst im Krisenjahr 2009 die Kaufkraft der Österreicher nominell um 1% und 2010 um 2,5%. Dank der niedrigen Inflation, besonders im Jahr 2009, ergaben sich damit trotz Krise reale Kaufkraftzuwächse.
Dieser Trend wird nun von der hohen Inflation für das laufende Jahr 2011 unterbrochen:
„Angesichts der erwarteten Jahresinflation von rund 2,6 Prozent, vielleicht sogar noch höher, rechnen wir mit einem realen Rückgang der Kaufkraft“, kommentiert Mag. Mark Ruhsam, Pressesprecher von RegioData Research die Ergebnisse.

Die Inflation wird vom Konsumenten insbesondere dann als stark empfunden, wenn Güter des täglichen Bedarfs teurer werden. Die aktuelle Inflation, hauptsächlich zurückzuführen auf die stark steigenden Rohstoff- und Energiepreise, bedeutet eine Verteuerung insbesondere der Bereiche Ernährung, Verkehr und Energie.
Bleibt die Inflation für diese Bereiche auf einem höheren Niveau, so ist auch von einer Konsumzurückhaltung auszugehen. Ausgaben für Produkte und Leistungen, die man nicht unbedingt braucht (z.B. Kleider, Möbel, Reparaturen, Urlaube, etc.), werden aufgeschoben.

Mit wenigen Ausnahmen ist die österreichische Kaufkraft in den vergangenen Jahrzehnten langsam aber kontinuierlich gewachsen. Lediglich 2001/2002 und 2008 gab es real gesehen vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrisen leichte Einbrüche. Für 2011 erwarten wird jetzt nach zwei (trotz Krise positiven) Jahren einen realen Kaufkraftrückgang.

à Regionale Kaufkraft in Österreich: Wien bleibt noch vorne!
Auch im Jahr 2010 liegt Wien wieder auf Platz eins des Bundesländerrankings. Die Luft wird aber dünner, Salzburg ist bis auf 0,2 Indexpunkte herangerückt. Pro Kopf und Jahr liegen nur mehr 40,- Euro zwischen den beiden bestplatzierten Bundesländern.

Überhaupt waren die Abstände im Bundesländervergleich noch nie so gering wie im Jahr 2010.
Am stärksten entwickelt hat sich im vergangenen Jahr Oberösterreich mit 2,9% Kaufkraftzu-wachs. Auch die Steiermark, Kärnten und das Burgenland konnten deutlich zulegen. Unter dem nationalen Schnitt von 2,5% wuchsen Wien, Salzburg, Vorarlberg und Tirol.
In allen Bundesländern konnte die Kaufkraft 2010 auch real zunehmen.

Unangefochten in Front auf Ebene der politischen Bezirke liegt Wien 1. Die innere Stadt konnte auch im Vergleich zum Vorjahr sehr stark zulegen (+7 Indexpunkte).
Mit Hietzing, Döbling und der Josefstadt liegen drei weitere Wiener Bezirke in den Top 5. Stärkster Bezirk aus den Bundesländern ist Mödling.

In Wien liegen zwar die kaufkraftstärksten Bezirke Österreichs, jedoch auch besonders kauf-kraftschwache. Mit Wien 15 ist außerdem der letzte Platz des diesjährigen Kaufkraftrankings nach Wien gewandert. Der Bezirk wurde von Feldbach, Lienz und Zwettl überholt.

à Einzelhandelsrelevanter Kaufkraftanteil sinkt kontinuierlich!
Die Österreicher verfügen zwar über immer mehr Kaufkraft, jedoch wird der Anteil dessen, was in den Einzelhandel fließt, immer geringer.
1990 kamen von 100 Euro Ausgaben der Österreich immerhin 40 Euro dem Einzelhandel zugute. 20 Jahre später ist die sogenannte einzelhandelsrelevante Kaufkraft, also jener Anteil des verfügbaren Einkommens, der im Einzelhandel ausgegeben wird, auf 31% gesunken.
Mark Ruhsam erläutert: „Dieser Trend, der nicht nur Österreich betrifft, ergibt sich einerseits durch Verschiebung der privaten Konsumausgaben ‚zugunsten‘ teurerer Lebenshaltungskosten (Stichwort Energiepreise, Verkehr). Dazu kommt natürlich, dass mit steigendem Einkommen die Ausgaben für Freizeit und Luxus zunehmen.“
Der österreichische Einzelhandel konnte sich 2010 dennoch behaupten und verzeichnete ein nominelles Plus von 2,9%.

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