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E10 – Was ist so schlecht am neuen Sprit?

30.03.201109:09 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Seit 2011 dürfen an deutschen Tankstellen auch Benzinsorten mit bis zu zehn Prozent Bioethanol angeboten werden. Dieser als E10 bezeichnete Sprit sorgt aber für Verwirrung und Ärger bei Verbrauchern und Industrie. Nur wenige Autofahrer sind bereit, das neue Gemisch zu tanken. Für die deutsche Ablehnung von E10 sind hauptsächlich drei Ursachen auszumachen. Zum einen befürchten viele Autofahrer Schäden an ihrem Fahrzeug. Zum zweiten wird das mit dem Kraftstoff verknüpfte Versprechen der Umweltverträglichkeit bezweifelt. Und zum dritten schrecken viele vor E10 zurück, weil damit ein Mehrverbrauch verbunden ist. Was ist an den Befürchtungen wirklich dran?



Schäden am Fahrzeug:

Bei Fahrzeugen, die E10 nicht vertragen oder deren Verträglichkeit nicht gesichert ist, kann es tatsächlich zu Schäden an der Treibstoffversorgung kommen. Der in E10 enthaltene Alkohol kann Aluminiumbauteile und Kunststoffe angreifen. Hierbei ist zu beachten, dass Schäden bereits nach einer einmaligen Betankung mit E10 ausgelöst werden können und dann unter Umständen nicht mehr aufzuhalten sind. Dies betrifft laut Umweltbundesamt aber nur rund zehn Prozent der Autos auf Deutschlands Straßen. Neufahrzeuge sind in aller Regel E10-tauglich. An den Tankstellen liegen Listen aus, die Auskunft über die Verträglichkeit des eigenen Autos geben. Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) und der ADAC bieten diese Listen auch im Internet an. Die Automobilindustrie hat erklärt, dass die in diesen so genannten DAT-Listen enthaltenen Informationen rechtsverbindlich sind. Ob ein Fahrzeug E10 verträgt, weiß sicher nur der Hersteller. Bei Zweifeln an der E10-Verträglichkeit ist eine Beratung durch den Vertragshändler oder über die Hersteller-Hotlines zu empfehlen.

Interessante Feststellung am Rande: Laut BUND-Studie wurde dem Benzin bereits seit den 1980-er Jahren Ethanol als Additiv beigemischt, um die Klopffestigkeit zu erhöhen. Gehäufte Fahrzeugschäden sind aber offensichtlich ausgeblieben.

Umweltbilanz:

Der Beitrag, den E10 zum Klimaschutz leistet, ist zu recht umstritten. Hinter der Nutzung des aus Pflanzen gewonnenen Bioethanols als Kraftstoff steht die Idee einer ausgeglichenen CO2-Bilanz, da bei der Verbrennung nur soviel CO2 (Kohlendioxid) freigesetzt wird, wie beim Wachstum der Rohstoffpflanze aufgenommen wurde. Die Hersteller müssen zudem nachweisen, dass sie die Pflanzen nachhaltig anbauen. In der Realität ist der CO2-Kreislauf jedoch nicht komplett geschlossen, und die Zertifizierung der Nachhaltigkeit hat gravierende Lücken. Inwiefern Biokraftstoffe umweltfreundlich sind hängt im Wesentlichen davon ab, wie die Pflanzen angebaut und das Bioethanol erzeugt werden. Eine Studie des Londoner Instituts IEEP, die neben dem Herstellungsprozess auch Verdrängungseffekte einbezieht, geht von einer negativen CO2-Bilanz der Biospritnutzung in der EU aus. Zur Realisierung der ehrgeizigen EU-Ziele bis 2020 müssten 50 Prozent des benötigten Bioethanols importiert werden – häufig aus Ländern, in denen wegen des Anbaus der Rohstoffpflanzen wertvoller Regenwald abgeholzt wird oder weniger Fläche zur Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung steht.

Mehrverbrauch:

Entwarnung hingegen im Sachen Mehrverbrauch: dieser wird durch den niedrigeren Preis von E10 im Vergleich zu E5 wieder ausgeglichen. Korrekt ist, dass Ethanol einen niedrigeren Energiegehalt besitzt als klassischer Sprit. Gleichzeitig hat Ethanol aber bessere Verbrennungseigenschaften und erhöht die Oktanzahl. Aufgrund der verschiedenen Motoreigenschaften variiert der resultierende Mehrverbrauch zwischen konkreten Fahrzeugmodellen. Als Richtwert für den Mehrverbrauch bei Betankung mit E10 im Vergleich zum bisherigen Super E5 gibt der ADAC ca. 1,5 Prozent an. Im Vergleich zum klassischen Ottokraftstoff sind mit etwa drei Prozent zu rechnen. Dem steht der geringere Preis gegenüber: E10-Krafststoff kostet an der Tankstelle bis zu acht Cent weniger als das bisherige E5-Super. Eine einfache Modellrechnung zeigt, was das unterm Strich für den Geldbeutel bedeutet: Bei angenommenem Verbrauch von 8 l/100 km, einem Mehrverbrauch von zwei Prozent bei E10 und einem Preis von 1,55 EUR (E5) bzw. 1,50 EUR (E10) ergibt sich für 100 gefahrene Kilometer eine Ersparnis von 16 Cent zugunsten von E10. Dabei wurden ein höherer Mehrverbrauch und ein niedrigerer Preisunterschied angenommen als oben angegeben. Bei einem Mehrverbrauch von 5 Prozent ergeben sich Mehrkosten von 22 Cent.

Weitere Informationen und eine Tabelle zur Modellrechnung sind unter http://www.fidiboo.de/content/view/135/67/ abrufbar.

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