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„Geht die Juristenausbildung am Bedarf vorbei?“

21.03.201110:47 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Die deutsche Juristenausbildung ist geprägt vom Berufsbild des Richters und Staatsanwaltes sowie dem Juristen in der öffentlichen Verwaltung („Einheitsjurist“), allerdings nach wie vor in sehr geringem Umfang vom Berufsbild des Rechtsanwaltes und nahezu unbeeinflusst vom Tätigkeitsbereich des Unternehmensjuristen. Dieser Ausbildungsfokus spiegelt nicht annä-hernd die spätere Berufswahl wider; nur ca. 10-15 % der Absolventen werden nämlich in der Rechtspflege und öffentlichen Verwaltung tätig sein, ein größerer Teil (ca. 25-30 %) wird in Unternehmen und Verbände gehen und die Mehrheit der Absolventen wird – leider zum Teil auch mangels anderer Alternativen – als Rechtsanwalt zugelassen.
Beleuchtet man den Tätigkeitsbereich der Juristen in Unternehmen näher, erkennt man, dass die Ausbildung hierfür zum Teil nicht qualifiziert bzw. Rechtsbereiche vertieft gelehrt wurden, die hier nicht erforderlich sind (wie Vertiefungen des öffentlichen Rechts, Familienrechts oder Strafrechts). Im Gegenzug wurden betriebswirtschaftliche Inhalte überhaupt nicht vermittelt, wobei gerade Kenntnisse in diesem Bereich von den Unternehmen gefordert werden.
Hinzu kommt die Länge des rechtwissenschaftlichen Studiums mit den zwei Staatsexamina und der großen Gefahr des Misserfolges. In Bayern scheitern knapp 35 % der Kandidaten endgültig am ersten Staatsexamen, wobei sie dann bereits im Schnitt über 5 Jahre in das Studium investiert haben . Nach dem zweiten Staatsexamen sind viele Bewerber dann bereits im Alter von Ende 20 und Anfang 30 Jahren und lediglich 10 – 15 % der Absolventen schaffen in der Bewertung das begehrte Prädikatsexamen.
Damit bietet sich als Alternative zum rechtswissenschaftlichen Studium der praxisnahe und nach dem Bologna-Prozess modular aufgebaute Studiengang Wirtschaftsrecht an Fach-hochschulen an, zumal dieser Studiengang speziell für den Einsatz in Unternehmen gestaltet ist.
Das Studium Wirtschaftsrecht vermittelt vertiefte zivilrechtliche Kenntnisse und verbindet diese mit grundlegenden betriebswirtschaftlichem Wissen ergänzt um die Fähigkeiten aus dem Bereich der Schlüsselqualifikationen. Dieses fachübergreifende Wissen ist in Unternehmen, Verbänden, Verwaltungsgesellschaften und Kanzleien in Beratungsprozessen mit juristischen, steuerrechtlichen und auch wirtschaftlichen Hintergrund stark nachgefragt. Kaum ein anderes modernes Studienfach vereint damit so viele Kompetenzen wie das Wirtschaftsrecht. Bei einem Vollzeitstudium sind 7 Semester (incl. einem Praxissemester) zum Bachelor zu kalkulieren; beim Master noch mal 3 Semester zusätzlich. Es kann aber auch in Teilzeit, also berufsbegleitend, studiert werden.

Die Fachhochschule für angewandtes Management in Erding bietet den akkreditierten Studi-engang Wirtschaftsrecht (LL.B.; LL.M.) auch zum Sommersemester an.
Einschreibung ist bis 10. April 2011 noch möglich – Semesterbeginn: 15. April 2011.

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