(openPR) Bislang 160 Unterschriften gegen den Vorschlag der Minister Goll und Mackenroth zur radikalen Umgestaltung der Juristenausbildung
Trier und Tübingen, den 24.04.07 - Der Hochschullehrer-Initiative gegen den Vorschlag der Justizminister von Baden-Württemberg und Sachsen zur Anpassung der juristischen Ausbil-dung an das sogenannte Bologna-Modell haben sich bislang 160 Personen angeschlossen. Zum weitaus größten Teil sind die Unterzeichner des Aufrufs Professorinnen und Professoren an den juristischen Fakultäten in Deutschland. Die Unterstützung des Aufrufs ist weiterhin möglich.
Die Minister Goll und Mackenroth waren am 2. April mit dem Vorschlag an die Öffentlich-keit getreten, das Jurastudium künftig in eine dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium zu gliedern. Das Referendariat soll entfallen. Anders als bisher das Zweite Staatsexamen soll der Masterabschluss nicht mehr unmittelbar den Zugang zur Richterschaft oder zum Anwaltsberuf eröffnen.
Die Hochschullehrer-Initiative kritisiert, dass in dem vorgeschlagenen Ausbildungsmodell zugleich der wissenschaftliche Tiefgang und die Praxisorientierung der juristischen Ausbil-dung verloren geht. Bislang hatten gute Absolventen der beiden Staatsexamina beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die exzellente Qualität der deutschen Juristenausbildung ist auch im Ausland anerkannt. Nach Ansicht der Hochschullehrer-Initiative setzt der Vorschlag der bei-den Minister diese Vorzüge ohne Not aufs Spiel.
Initiative "Nein zum Ende der wissenschaftlichen Juristenausbildung"
Pressekontakt:
Prof. Dr. Thomas Rüfner, Universität Trier, Fachbereich V, 54286 Trier, 0651-2012563, ruefner (at) uni-trier.de
Prof. Dr. Thomas Finkenauer, Universität Tübingen, Juristische Fakultät, Wilhelmstraße 7, 72074 Tübingen, 07071-2972501, finauer (at) jura.uni-uebingen.de
Die Initiative "Nein zum Ende der wissenschaftlichen Juristenausbildung" wird von einer großen Zahl wissenschaftlich arbeitender Juristinnen und Juristen getragen. Die weitaus meisten Unterzeichner sind Rechtsprofessoren an deutschen juristischen Fakultäten.




