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Bundesforschungsministerin Annette Schavan besucht RAMPF-Gruppe

21.03.201109:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bundesforschungsministerin Annette Schavan besucht RAMPF-Gruppe
BU: Eine Forschungsministerin ist immer auf der Suche nach Firmen, wo Innovation geschieht: Auch im Ladestecker für Elektrofahrzeu
BU: Eine Forschungsministerin ist immer auf der Suche nach Firmen, wo Innovation geschieht: Auch im Ladestecker für Elektrofahrzeu

(openPR) Grafenberg, 18.03.2011 – Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat heute anlässlich ihres Besuches bei der RAMPF-Gruppe das Engagement des Mittelständlers für Wachstum, Nachhaltigkeit und Innovationen gelobt. Im Rahmen der Firmenbesichtigung beim führenden Hersteller für Reaktionsharze und Maschinenbau bat sie die Geschäftsführung eindringlich, im Bemühen um den Spitzenstandort Deutschland nicht nachzulassen. Sie als Bundesministerin werde den Mittelstand dabei nach besten Kräften unterstützen.



„Firmen wie die RAMPF-Gruppe haben dafür gesorgt, dass Deutschland gut durch die Krise gekommen ist. Auch in schwierigen Zeiten hat RAMPF Verantwortung gezeigt und sogar in die Zukunft investiert – das verdient höchste Anerkennung“, lobte Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei ihrem Besuch am Stammsitz der Firmengruppe in Grafenberg. Obwohl das Familienunternehmen in den zwei vergangenen Geschäftsjahren Umsatzrückgänge verzeichnet hat, handelte die Geschäftsführung umsichtig und vorausschauend in der Krise. „Durch Instrumente wie die Kurzarbeit konnten wir unsere Stammbelegschaft erhalten. Die Solidarität der Mitarbeiter war enorm. Parallel haben wir notwendige Investitionen in die Zukunft nicht aufgeschoben und das Innovationszentrum in Grafenberg mitten in der Krise eröffnet“, betonte Michael Rampf, geschäftsführender Gesellschafter der RAMPF-Gruppe. Insgesamt 32 Millionen Euro habe RAMPF in den vergangenen drei Jahren in Gebäude und Maschinen investiert. Für das aktuelle Geschäftsjahr, das im Juni endet, peile man 90 Mio. Euro Umsatz an. Im nächsten Jahr soll die 100 Millionen Euro-Grenze geknackt werden, so Rampf. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Matthias lenkt der 36-Jährige die Geschicke der RAMPF-Gruppe. Firmengründer und Vater Rudolf Rampf hat sich zu Beginn des Jahres 2011 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.


PET-Flakes werden in Modellbaumaterialien verarbeitet
„Wir – öffentliche Hand und Wirtschaft – müssen jetzt weiter intensiv an innovativen Lösungen für die zentralen Herausforderungen wie Klimaschutz, Energiesicherheit und Ressourcenschonung arbeiten. Mittelständische Unternehmen wie RAMPF spielen dabei eine zentrale Rolle. Dank kurzer Entscheidungswege können Sie mit der schnellen Umsetzung von der Idee in leistungsfähige Produkte einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Schavan im Dialog mit den Geschäftsführern Michael und Matthias Rampf. Dazu Matthias Rampf: „Wir haben unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter erhöht, um die Einsatzmöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen wie Raps-, Soja- und Rizinusöl in unseren Kunststoffen zu untersuchen. Schon jetzt setzen wir recycelte PET-Flakes in unseren Blockmaterialien für den Modellbau ein. Darüber hinaus haben wir eine breit angelegte Innovationsoffensive gestartet. Das Thema Innovation haben wir damit in allen Abteilungen als Querschnittsaufgabe verortet. Parallel dazu haben wir ein Netzwerk mit Universitäten und Instituten in der Region aufgebaut“. Im weiteren Gespräch mit der CDU-Politikerin begrüßten die Firmenchefs – darunter auch die Geschäftsführer der Grafenberger RAMPF-Unternehmen Heinz Horbanski und Horst Bader – sowie die Entwicklungsleiter Stefan Retig und Yoshiaki Naganuma das Engagement des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

RAMPF sichert Japanern Hilfe zu
Beim Rundgang durch Labor und Produktion konnte sich die Bundesministerin dann mit eigenen Augen vom Unternehmergeist überzeugen. Dort erfuhr die CDU-Politikerin nicht nur, wie aus zwei Komponenten ein reaktives Gießharz entsteht, sondern auch, wo die Kunststoffe überall zum Einsatz kommen. Etwa als Dichtungsschaum in der Autotür, als Vergussmasse im Ladestecker von Elektroautos, als Klebstoff für Fensterrahmen oder etwa als Schutzkante von Klapptischen im ICE. Nach der Besichtigung war schnell klar, dass sich noch mehr hinter dem Namen RAMPF verbirgt. Aus einem kleinen Familienbetrieb hat Seniorchef Rudolf Rampf einen erfolgreichen Hersteller von Reaktionsharzen, Maschinenbetten, Dosieranlagen sowie Recyclinglösungen gemacht. Der Unternehmensverbund umfasst heute insgesamt fünf eigenständig operierende Tochtergesellschaften in Deutschland sowie drei Auslandsniederlassungen in China, USA und Japan. Aufgrund der engen Geschäftsbeziehungen zu Japan waren auch die schrecklichen Ereignisse im Inselstaat Gesprächsthema. „Wir sind entsetzt angesichts der Katastrophe, die das Land in Schutt und Asche gelegt hat. Unseren Mitarbeitern bei der RAMPF Group Japan in Osaka und ihren Familien geht es glücklicherweise soweit gut. Wir fühlen mit den Menschen in Japan. Mit Partnern und Kunden vor Ort haben wir soweit möglich Kontakt aufgenommen und Hilfe zugesichert“, betonte Matthias Rampf. Der 33-Jährige hat von 2005 bis 2008 die RAMPF Group Japan in Osaka aufgebaut und fühlt sich dem Land besonders verbunden. Annette Schavan, sichtlich bewegt von der Katastrophe, bestätigte, dass sie die Akademie Leopoldina beauftragt habe, einen Stab an Wissenschaftlern zusammenzustellen. „Ich werde mich mit den Wissenschaftlern noch in diesem Monat treffen, um ihre Expertise über die Bewertung der uns alle bewegenden Ereignisse in Japan und zu möglichen Konsequenzen für Deutschland einzuholen“, so Schavan. Die ganze deutsche Forschung werde helfen, ergänzte die Ministerin. An Entwicklungsleiter und Japan-Geschäftsführer Yoshiaki Naganuma richtete sie auch persönlich ein paar Worte und drückte ihr Mitgefühl aus.

Ausbildungsquote soll weiter erhöht werden
Insgesamt arbeiten bei RAMPF aktuell rund 430 Mitarbeiter aus 24 Nationen. Am Standort Grafenberg sind etwa 170 Personen tätig. Mit dem ein oder anderen kam Annette Schavan direkt ins Gespräch. Vor allem die Auszubildenden freuten sich darüber. Insgesamt 22 junge Menschen absolvieren derzeit ihre Ausbildung bei RAMPF. „Ich kann nur an Sie, liebe Familie Rampf, appellieren, weiterhin in berufliche Ausbildung und Qualifizierung zu investieren. Nur wer jetzt ausbildet, wird morgen über den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs verfügen“, warb Schavan um Unterstützung. Die Antwort darauf folgte prompt. „Wir werden unsere Ausbildungsquote im Geschäftsjahr 2011/2012 weiter erhöhen“, bestätigten die Geschäftsführer zum Abschluss und richteten ihrerseits an Frau Schavan die Aufforderung an die politisch Verantwortlichen, endlich die längst überfällige Verschlankung und damit den Abbau der Bürokratie vo-ranzutreiben.


Bei ihrem Besuch bei der RAMPF-Gruppe in Grafenberg wurde Bundesforschungsministerin Annette Schavan begleitet von MdL Karl-Wilhelm Röhm, dem CDU-Abgeordneten des Wahlkreises Hechingen-Münsingen, sowie vom Grafenberger CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Manfred Knöll.

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