(openPR) - EffizienzCluster LogistikRuhr plädiert auf Clusterkonferenz in Berlin für länderübergreifende Zusammenarbeit
- Intelligente Ladungsträger in smaRTI-Modellwelt überzeugen EU-Kommissarin
Mülheim an der Ruhr, 24. Februar 2012. Die deutsche Logistik muss in internationalen Netzwerken agieren, um die aktuellen Herausforderungen des globalen Wettbewerbs zu meistern. Dies gilt sowohl für die Forschung als auch für Unternehmen und nicht zuletzt für den EffizienzCluster LogistikRuhr, dem größten Forschungs- und Entwicklungscluster in Europa. Die Bedeutung des internationalen Austauschs unterstrichen jetzt Vertreter des EffizienzClusters auf der zweiten Clusterkonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin.
An zwei Tagen (23./24. Februar 2012) diskutierten mehr als 500 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über zukünftige Herausforderungen, Strategien und Rahmenbedingungen für Cluster in Deutschland und Europa. Im Rahmen der hochkarätig besetzten Veranstaltung prämierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan zudem die fünf Spitzencluster der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs der Bundesregierung. Der EffizienzCluster war 2010 im Rahmen der zweiten Wettbewerbsrunde ausgezeichnet worden. Die Keynote-Speakerin der Clusterkonferenz Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, zeigte sich in Berlin beeindruckt von den Zielen des EffizienzClusters, die Logistik von morgen mit 75 Prozent der Ressourcen von heute zu ermöglichen. Der Spitzencluster-Wettbewerb ist eine der wesentliche Initiativen im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung für mehr Innovation und Wachstum, die Clusterkonferenz eine wichtige Plattform für den Dialog.
Der EffizienzCluster hatte für die Konferenz eines von insgesamt sieben Foren konzipiert und organisiert. Zum Thema „Lokal vernetzen – global agieren: Internationalisierung von Clustern“ setzten sich Vertreter unterschiedlichster Cluster und Unternehmen mit der Bedeutung der modernen Wissensgesellschaft für die Aktivitäten von Clustern und dem damit einhergehenden hohen Stellenwert des Wissenstransfers zwischen Clustern auseinander. Die europäischen Cluster könnten im Rahmen der Internationalisierung beispielsweise gemeinsam Märkte außerhalb der Grenzen Europas erschließen, so die Experten. Basis dafür sei die Entwicklung einer abgestimmten Strategie.
Der EffizienzCluster LogistikRuhr selbst ist bereits seit Ende vergangenen Jahres Teil des EU-Projekts log4green mit 13 Partnern aus sechs europäischen Ländern. In dem Projekt wird Logistikwissen internationalisiert und eine länderübergreifend technologische Entwicklung in Gang gesetzt. Dabei werden unter anderem Benchmarks für Logistikcluster entwickelt.
Über das von Clustermanager Thorsten Hülsmann organisierte internationale Forum hinaus gestaltete die EffizienzCluster Management GmbH (ECM) das Programm der Clusterkonferenz mit: So präsentierte Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender der ECM-Geschäftsführung, in zwei weiteren Foren Konzepte und Strategien des Clustermanagements. Das Team des Verbundprojekts smaRTI (smart resuable transport items), eines von mehr als 30 Forschungsvorhaben im EffizienzCluster, nahm am Forum Young Professionals teil und steuerte einen Beitrag zum Science-Slam bei.
smaRTI-Modellwelt: Supply Chain mit intelligenten Ladungsträgern nachgebaut
Das Verbundprojekt smaRTI zog im Rahmen der begleitenden Ausstellung die Blicke der Teilnehmer auf sich. Das Projekt entwickelt den selbststeuernden Materialfluss basierend auf smarten Ladungsträgern. Die Forscher hatten eine Modellwelt in einer Größe von 1,20 Meter mal 1,40 Meter mit nach Berlin gebracht. In diesem Demonstrator konnten die Teilnehmer beobachten, wie mit RFID-Transpondern ausgestattete Paletten vom Warenlager bis in den Handel gelangen. Alle Aktivitäten, Bewegungsdaten und Zustandsinformationen der intelligenten Ladungsträger ließen sich in Echtzeit am Monitor verfolgen. Auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan überzeugte sich beim Rundgang durch die Ausstellung von der Innovationskraft des Projekts.











