(openPR) (Hagen/Radolfzell - 18.03.2011) Die Meeresumweltschutz-Organisationen „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ und ProWal haben der japanischen Regierung und dem Zoo- und Aquarien-Verband (JAZA) in Tokio ihre Unterstützung nach der verheerenden Umweltkatastrophe angeboten.
Das WDSF wurde über etliche Hilferufe mehrerer Tierparks und Aquarien in Japan informiert. Durch den Tsunami wurde das Marinpia Matsushima Aquarium in Sendai komplett überflutet. Im Fukushima Aquarium in der Nähe der beschädigten Reaktoren wurde durch die Flutwelle die gesamte technische Versorgung zerstört. Sämtliche Mitarbeiter konnten sich in den dritten Stock des Gebäudes retten. Obwohl alle Fische starben, konnten die Delfine im Delfinarium bisher überleben.
Noch im Dezember war Andreas Morlok (ProWal) in Taiji/Japan, um über die dort alljährlich stattfindenden Delfinmassaker zu berichten. WDSF-Chef Jürgen Ortmüller: „Der Wal- und Delfinfang ist im Moment die kleinste Sorge. Es geht jetzt für uns darum, den Menschen und den überlebenden Delfinen in den Delfinarien zu helfen.“ Das WDSF hat in diesem Zusammenhang über sein Konto bei der Commerzbank Hagen zu Hilfs-Spenden aufgerufen (WDSF, Kto.: 09 123 544 00, BLZ: 450 800 60, Stichwort: Japan-Hilfe). Ortmüller verspricht, dass sämtliche Spenden, die steuerlich abzugsfähig sind, direkt in den Krisengebieten über die japanische JAZA eingesetzt werden.
Bereits am Donnerstag hatte sich das WDSF mit der japanischen Botschaft in Berlin und dem Weltzoo- und Aquarienverband direkt in Verbindung gesetzt. Die Meldungen aus den Krisengebieten sind jedoch nur spärlich. Die Delfinschützer hoffen, dass mit ihrer Unterstützung die in den japanischen Delfinarien verbliebenen Delfine umgehend wieder ausgewildert werden können, da ihnen ansonsten der sichere Tod drohe. Ortmüller steht mit seinem Freund Richard O’Barry in den USA (EX-TV-Trainer der Serie Flipper und Oscar-Preisträger für den Delfinschutzfilm „Die Bucht“) laufend wegen der Japan-Hilfe in Verbindung. O’Barry setzt sich seit über 40 Jahren für den Delfinschutz ein. Fast sämtliche internationalen Helfer in Japan wurden inzwischen aus Sicherheitsgründen ausgeflogen.
Nach der Befreiung der Delfine aus den Delfinarien sei eine Auswilderung im südlichen Teil Japans geplant, so das WDSF, weil durch die Reaktorkatastrophe das Meerwasser im nordöstlichen Bereich weitgehend kontaminiert ist. WDSF und ProWal befürchten in der Folge des Supergaus in dem Reaktor direkt am Meer in Fukushima ein millionenfaches Fischsterben und eine Erbgutschädigung von Menschen und Meeressäugern auf Jahrzehnte.—
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Jürgen Ortmüller
WDSF / Tel. 01512 4030 952













