(openPR) Eröffnung: Freitag, 25. März 2011 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer 26. März - 30. April 2011
A.C. Kupper
Anna und Bernhard Johannes Blume
Andrea Winkler
Nana Petzet
Mika Neu
Simon Starke
Andrea Tippel
Kyung-hwa Choi-ahoi
Kerim Seiler
Die Eröffnung findet im Rahmen der Saisoneröffnung der Galerien im Kontorhausviertel statt. Die Galerien sind von 19-23 Uhr geöffnet. www.galerienimkontorhausviertel.de
Wo kommen Kunstbegriffe her? Wer bestimmt ihre Aufzeichnung und Überlieferung, was hat sich in der Geschichte diesbezüglich geändert? Gehören Kunstbegriffe in den Werkprozessen der Künstler einer Meta-Ebene an oder sind sie nicht viel eher ein integrativer Bestandteil des Kunstprozesses selbst? Entstammen die Kunstbegriffe nicht auch den Werkprozessen der Künstler, werden und wurden sie also nicht auch durch Künstler entwickelt? Die jüngere Kunstgeschichte hat vielleicht gezeigt, dass bestehende Grenzen zwischen der Geschichtsschreibung und der Kunstpraxis diskursiv durchlässiger geworden sind.
Die Ausstellung KUNSTBEGRIFFE wird sich rein aus Begriffen von Künstlern zusammensetzen. Dabei spielt folgender Leitgedanke die zentrale Rolle:
Jeder künstlerische Werkprozess weist neben seiner wie auch immer gearteten ästhetischen Erscheinung auch begriffliche Implikationen auf. Wir wollen den Versuch unternehmen, als Rekurs auf die Entstehung und Entwicklung der Conceptart, dieser Tatsache Raum zu geben. Die zehn ausgewählten Künstler werden daher dazu eingeladen, „nur“ Begriffe, die in ihren aktuellen Werkprozessen eine Bedeutung haben, auszustellen. Schliesslich lässt sich immer noch fragen, ob neben der Geschichtsschreibung nicht auch die Künstler selbst schon immer Begriffe entwickelt haben und ob einige dieser Begriffe, neben ihrer individuellen Bedeutung, auch allgemeine Relevanz erlangt haben.
Die Ausstellung will eine neutrale, quasi-wissenschaftliche Vergleichssituation herstellen. Daher werden die Beiträge von unserer Grafikerin Sarah Cords typografisch gesetzt und die „Hängung“ der Beiträge, d.h. die Anbringung der Begriffe an die Wände der Galerie, wird von uns vorgenommen. Die Künstler liefern „nur“ die Begriffe, ohne typografische Gestaltung und ohne diese in der Ausstellung zu positionieren.
Es geht in diesem Experiment ausschliesslich darum, die Inhalte der Werkansätze der beteiligten Künstler mittels einer reduzierten Auswahl ihrer Begriffe zu kommunizieren.






