(openPR) Kunst mit Kindern zu machen, ist nicht erst seit heute üblich. Und warum auch nicht! Nie tritt die Kreativität freier und unverfälschter zutage als gerade durch Kinder. Ihnen einige Kunstbegriffe, Materialien und Techniken nahe zu bringen, ist nicht nur besonders reizvoll, sondern zeitigt oft auch überraschende Ergebnisse!
Umso mehr sollte man sich bewusst machen, dass zu diesen leider auch spätere Sensibilisierungen, Allergien oder Atemwegserkrankungen gehören können! Allergische Hauterkrankungen, Atemnot und Asthma, neurologische Beschwerden oder gar eine chemikalienbedingte Multi-Systemerkrankungen wie Chronische Chemikalienintoleranz (MCS) oder das Lösemittelsyndrom kommen unter Kunstschaffenden weitaus häufiger vor, als bekannt ist. Darauf weist Moon McNeill in ihrem neuen Buch "Wenn Kunst krank macht. Vom allzu sorglosen Umgang mit Künstlermaterialien" hin. Da die Krankheitsentstehung aber 20 bis 30 Jahre dauern kann, führt kaum jemand sie auf die Verwendung von Künstlermaterialien zurück. Zudem sind sie auch nur selten allein verantwortlich für eine Krankheitsentstehung. Im Falle der leicht flüchtigen Lösungsmittel allerdings ist die alleinige Krankheitsentstehung bereits verifiziert worden!
Beim Kunst machen mit Kindern, deren Immun- und Entgiftungssystem noch nicht voll entwickelt ist, ist höchste Umsicht beim Kauf und der Verwendung von Malfarben, Bastelmaterialien, Klebern und Werkzeugen! Angeblich kindertaugliche Farben sind leider nicht immer gesund, die Malfarben der Erwachsenen aber nicht immer eine sinnvolle Alternative. Harmlose Bastelmaterialien wie Speckstein, Holz oder Papiere bergen nur selten erwähnte Gefahren. Die selbst von einer Multi-System-Erkrankung betroffene Farbfeldmalerin Moon McNeill hat in ihrem aktuellen Buch nicht umsonst dem Malen mit Kindern ein eigenes Kapitel gewidmet. Das Hauptproblem aller Malfarben ist, dass die Inhalts- und Produktions-Hilfsstoffe nicht voll deklariert werden, dass wir unsere gesundheitlichen Vorbelastungen mit Chemikalien nicht genau kennen können oder dass wir um den Zustand unseres Immun- und Entgiftungssystems nicht sehr viel wissen können.
Malen und basteln Kinder häufig und sind auch sonst regelmäßig toxischen Haushalts-Chemikalien, Feinstaub, Insektengiften, Konservierungsstoffen, Zigarettenrauch, Agrargiften, Medikamentenrückständen oder Nahrungsgiften ausgesetzt, summiert sich die Zahl der Chemikalien im Körper schneller als man denkt. Bei guten Entgiftungs-Organen mag das kein Problem sein. Aber wenn man bereits gesundheitliche Vorschädigungen hat oder wenn der Körper - wie im Fall von Kindern - sich noch in der Entwicklung befindet, muss man auf die ersten Symptome einer späteren Erkrankung achten und sofort reagieren! Klüger wäre allerdings, sie gar nicht erst entstehen zu lassen – denn zurückdrehen kann man bereits bestehende Symptome häufig nicht. Zumindest nicht ohne eine Entgiftung. Dazu aber muss erst einmal eine chronische Vergiftung erkannt werden.
Chemikalien machen - entgegen der gängigen medizinischen Paradigmata - auch in kleinen Dosen krank, wenn bestimmte Grundvoraussetzungen vorliegen. Es dauert nur wesentlich länger! Ob eine Überdosis durch eine hohe Belastung eintritt oder durch ständige Kleindosen, ist im Endeffekt unerheblich. Irgendwann kann der Körper seine Belastbarkeit einfach nicht mehr ausdehnen. Welche Beschwerden er dann entwickelt, um uns darauf aufmerksam zu machen, kann sehr verschieden sein und hängt von zahlreichen Parametern und den verwendeten Werkstoffen ab. Es beginnt oft ganz harmlos bei ständigem Räuspern, Hüsteln, Augenbrennen, bei leichter Übelkeit oder Kopfschmerzen nach dem Malen – aber es endet Jahre später unter Umständen später bei Asthma, chronischer Kontaktdermatitis, chronischer Bronchitis, Lungenfibrose oder neurologischen Störungen, die durch Lösungsmittel verursacht wurden. Wer bereits als Kind Asthma und Kontaktdermatitis hat, muss sich also besonders schützen!
Wer mit diesem Bewusstsein für die Problematik Moon McNeill’s Buch liest, wird mit zahlreichen Zusammenhängen im Kontext bekannt gemacht und kann zukünftig besser vorbeugen. In diesem Sinne ist McNeills Buch eine Pionierarbeit, deren Wert man gar nicht hoch genug einschätzen kann! In den USA ist die so genannte Safe Art bereits seit den Siebzigern etabliert. In Deutschland hat bisher man kaum je etwas von ihr gehört. Dass Moon McNeill hier mutig und engagiert eine Bresche schlägt, sollte man also zur Kenntnis nehmen












