(openPR) Eröffnung: Freitag, 11. November um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. November 2011 – 13. Januar 2012
Umso mehr Leute kommen, umso enger wird es. Umso größer der Aufwand, umso höher die Kosten. Es ist umso besser, je weniger du redest. Umso drückt eine proportionale Verstärkung aus.
Hamburg hat eine lange Tradition im Handel mit Teppichen. Umso erstaunlicher also, dass in der Galerieausstellung „Umso“ mit einem Mal eine ganz neue Variante von so genannten emblematischen Bildteppichen zu sehen ist. Nicht geknüpft, nicht gewirkt, sondern geklebt.
Das, worauf Angestellte gemeinhin in ihren billigen Büros herumlaufen - Nadelfilzteppichfliesen - wird für die konzeptuelle Installation von Simon Starke als Intarsienarbeiten an die Wand gebracht oder auf bildförmige Holztafeln. Das Emblem, laut Wikipedia eine Kunstform, deren Ursprung auf die Humanisten der Renaissance zurückgeht, meint „Eingesetztes, eingelegte Arbeit“. Man unterscheidet politische, religiöse, moralische und die weltliche Liebe betreffende Hintergründe. Sechs Farben bloß umfasst das Farbspektrum der Filzplatten, umso erstaunlicher, wie sich daraus malerische Abstraktionen und Worte, Graffitiartiges und perspektivische Illusionen, amerikanische Avantgarde und asiatischer Humor bilden lassen. In gedämpfter Atmosphäre wird dem Betrachter Zeit gegeben, dem Zusammenbruch der intellektuellen Abgrenzungen nachzuspüren. Komm raus und finde rein.











